Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
1117
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HBC —HD C. Nr. 2931—2932. 1117

ist jenem des Jakob Binck III. No. 77!i nicht unähnlich, wenn auchder Buchstabe C in der Mitte etwas anders geformt ist. Man schreibtden Holzschnitt mit diesem Zeichen auch wirklich dem J. Binck mitgrosser Wahrscheinlichkeit zu, indem die Zeichnung für ihn spricht.Es ist dicss die Titelvignette folgenden Werkes: Folium populi. In-strumentum hoc a Petro Apiano jam recens innenlum. et in figuramFolii populi redactum per radios solis tolo orbe horas communesostendil —. Auch mit deutschem Titel: In diesem newen Instru-ment — —. Ingolstad 1533, fol. Das Instrument bat die Formeines Pappelblattes, und ist abgebildet zwischen zwei Männern, wovonder eine Ptolemäus mit dem Solarium, der andere Apianus mit demQuadranten zu seyn scheint. Wenn dieses Blatt von J. Binck geschnit-ten ist, dann ist es mit der auch in neuester Zeit von Passavant nochvertheidigten Hypothese, dass die alten Maler das Schneidemesser nichtgeführt haben, am Ende; denn wozu sollte Binck das Messer hinge-fügt haben, wenn er nicht andeuten wollte , dass der Formschnitt vonihm herrühre. Apian lebte zwar in Ingolstadt, wo sich Binck's Auf-enthalt nicht nachweisen lässt, allein dieser Gelehrte hatte ausgebrei-tete Bekanntschaft, und somit war ihm Binck wohl bekannt.

Wir müssen aber auch noch auf Haus Brosamer zurückkommen,welcher III. No. (>!>4 und 774 mit einem ähnlichen Monogramm, aberohne Messer erscheint. Wenn dieser Meister mit dem Maler HansBrosamer von Fulda Eine Person wäre, dann hätten wir einen zweitenund schlagenden Beweis gegen die genannten Kunstforschcr; HansBrosamer nennt sich aber deutlich Formschneidcr von Erfurt. Er be-diente sich des zweiten Zeichens auf dem No. Gut erwähnten Titel-blattc mit dem Wappen von Erfurt &c. Die Zeit von 1S34 stimmtallerdings für P. Apian, da dessen Folium Populi i.'i33 erschien; imzweiten Monogramme ist aber kein C, wie im ersten. Brosamer fügteeine Raute ein, welche aber gewöhnlich nur halb kommt. Somit dürfteer die Titelvignctte für Apian nicht geschnitten haben.

2931. Der unbekannte Kupferstecher mit diesem Zeichen istA n n ^ No. 724 nach Brulliot I. No. 832 eingeführt, letzterer gibt

/*" \ t r aber das Monogramm ungenau, und kennt kein Blatt mitdemselben. Der Meister HBC oder vielmehr IBC gehört der italie-nischen Schule an, und lebte in der zweiten Hälfte des IG. Jahrhun-derts. Das Blatt mit dem Monogramme stellt einen nackten Knabenin einer Landschaft stehend vor. Von seiner linken Schulter fällt einGewand herab, und er streckt die rechte Hand vorsichtig nach demScorpion aus, welcher von dem grossen Baume herabkriecht. Untensind drei Heuschrecken, und rechts in der Ecke das Monogramm.II. !i Z. 6 L. Br. 3 Z 10 L. Dieses schöne Blatt ist selten, und da-her sucht man vergebens bei Bartsch u. s. w.

2932. Heinrich de Clerc heisst der Zeichner, welchen wir III.y i No. H4I eingeführt haben, und zwar nach einer Notiz des

iTf) Herrn llofratbcs Dr. Rössler, des jetzigen Direktors derI Uc_ Bibliothek des Fürsten von Hohenzollern in Sigmaringen.Dr. Rössler fand später auch in der Sammlung des Fürten vou Wolieggganz ähnliche Zeichnungen mit dem gegebenen Monogramme, aufgelöstin Heinrich de Clerc. Einen Hendrick de Clerc kennt Felix Bogaerts.Nach seiner Angabe befindet sich in der Kirche des hl. Romuald zuBrüssel ein Gemälde von ihm, welches das Innere dieser Kirche vor-stellt. Nach Immcrzcel wurde ein Hendrick de Klerk 1K70 in Brüs-sel geboren, und von Martin de Vos unterrichtet. In den Kirchendieser Stadt sind historische Bilder von ihm, es fragt sich aber, ob