Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
1029
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IK. Nr. 2688—2089. 1029

Koch hinterliess auch eine ziemliche Anzahl von radirten Blättern.Darunter sind vier Darstellungen aus Dante's Hölle nach eigenen Com-positionen, qu. fol., und zwei Scenen aus Tasso's befreitem Jerusalem,fol. Nach A. J. Karsten's Zeichnungen radirte er: Les Argonautesselon Pindar, Orphie et Apollonius de Rhodes. In 24 Blättern.Rome 1799, qu. fol. Dann radirte Koch auch 20 Blätter mit schönenitalienischen Landschaften und Figurengruppen, meist Gegenden inund um Rom, als: Kaiserpalast, S. Stefano, Aqua di S. Giorgio,S. Bonaventura, Villa Mattci, Castel Madama; ferner: Subiaco, Olev/ino,Civitella &c, kl. qu. fol.

Ein berühmtes, jetzt in der Sammlung des Kunstvereins in Leipzigvorhandenes Gemälde, Noah's Dankopfer nach der Sündfluth, hat Kochlithographirt, gr. 4.

2688. Johann Kirner, Genremaler, ist unter dem Monogramm■ tt / H K oder / K No. 2576 bereits eingeführt, und wir ver-1 JV. weisen zunächst auf jenen Artikel, wo wir über diesen

in Borna Künstler ausführlich handeln. Ein Gemälde mit den ge-Iftll gebenen Initialen findet man in der Galleric des Baron vonLotzbcck in Weyern. Es stellt den Kafael vor, wie er vonMichel Angelo in der Loge besucht wird.

2689. Stempelschneider und Münzmeister, welche I.K. zeich-I y?TC neten ' I nre Namen verzeichnet Schlickeysen, mit den Me-IjA -Tv daillen, auf welchen die Initialen vorkommen , sind wir aberI.K. nicht ganz im Klaren.

Johann Krieg, Münzmeister in Stolberg von 1620—1080. Er zeich-nete Müiizstempel I.K., wie

Isaak Koch, Münzmeister in Stockholm 1652—1664.

Johann Koch, Münzmeister in Dresden 1680—1700. Er prägtedie schöne Medaille auf die Huldigung des Herzogs Johann Georg III.zu Dresden 1680, mit dem Bildnisse des Herzogs und dem Prospekteder Brücke zu Dresden. Diese Denkmünze ist /. K. gezeichnet. Diessist auch mit einer Medaille auf den böhmischen Kanzler HartwiehGrafen von Nostitz der Fall. Sie wurde um 1683 geprägt, und wohlvon J. Koch. Dieser Münzmeister fügte zwischen den Buchstaben I Kdie beiden Pfeile bei. Mit zwei Feuereisen stehen sie auf einerüberaus seltenen Krönungsmünze des Churfürsten August II. als Königvon Polen 1697. Auf der einen Seite ist das belorbccrte Brustbild,auf der anderen die Krone mit Scepter und Schwert: Reget et Defendet.Aus derselben Zeit stammt auch ein IK gezeichneter Krönungsdukate.Auf dem Avers reicht ein geharnischter Arm mit dem Schwerte ausWolken, auf dem Revers ruht die Krone mit zwei Palmzwcigen: D. G.Anguslus II. Coron. In Reg. Polon. et M. D. L. IS Sept. 1(197.Eine Krönungsmedaille ist ohne Bezeichnung. Auf diesen ,T. Kochbeziehen sich wohl auch die Initialen /. K. auf einer Medaille mit demProspekte von Leipzig und einer blühenden Aloe im Revers. Im Ab-schnitt: MLCC.

Johann Kittel, Medailleur und Wappenschncider, geb. zu Namslan1654, arbeitete zu Breslau, und starb daselbst 1739. Er wurde vonKönig Friedrich I. von Preussen beschäftigt. Eine Krönungsmedaillevon 1701 ist I.K. gezeichnet. Auf zwei schönen Medaillons von 1701und 1706 steht der Buchstabe K, so dass wir auf ihn zurückkommen.Eine Medaille mit dem Bildnisse des Caspar Neumann, Theolog. etPolyhistor summus plurima sciens, ist von 1725 und I.K. gezeichnet.Ebenso gezeichnet ist die Medaille mit dem Bildnisse und dem Wappen