1028 IK. Nr. 268S-2687.
In den Ecken sieht man die Symbole der Evangelisten, und unten hältein Engel zwei Wappenschilde. In dem einen sind die Buchstaben1. K, in dem anderen drei Querbinden und zwei Sterne. H. 4 Z. 7 L.Br. 3 Z. 3 L. Von diesem seltenen Buche haben wir durch HerrnWiechmann-Kadow Kunde, und er vermuthet unter den Initialen wohlmit Recht den genannten Buchdrucker.
2685. Johannes oder Hans Kuchenbeck, Maler von München,
I« IT . erscheint daselbst urkundlich 1493 als Bürger, war aberIV zu wiederholten Malen auch in Landshut thätig. Auf derTrausnitz, der herzoglichen Burg dieser Stadt, ist das Bildniss desHerzogs Georg des Reichen (f 1303) von ihm in Tempera auf Lein-wand gemalt. Von derselben Hand ist auch das Bildniss der HerzoginElisabeth von Braunschweig, und ganz analog diesen Portraiten sindauch noch einige andere Bildnisse von Fürstenspersonen aus der zwei-ten Hälfte des 1 !i. Jahrhunderts. Nur auf ein paar Gemälden kommendie Initialen /• K' vor.
2686. Johannes oder Hans Kappler, Historien- und Bildnissmalert. TT. t. TT- in München um 1603—1620, ist schon unter dem Mono-
' gramm H K No. 1172 eingeführt, und hier bemerken wir
daher nur, dass sich im k. National-Museum zu München Miniatur-portraite auf Pergament von ihm befinden. Die Initialen /• K- findetman auf den Bildnissen des Königs Sigismund III. von Polen, undseiner Gemahlin Constantia, einer Erzherzogin von Oesterreich. DasBildniss dieser Königin hat die Unterschrift: La Archiduquesa Con-slantina Reyna de Polonia. Das Portrait des Königs Sigmund istohne Unterschrift. Auf anderen Bildnissen dieser Art sind die Ini-tialen / K verbunden, so dass ein aus H K bestehendes Monogrammgebildet wird. Auch die Buchstaben I.K.P. 1600 kommen auf einemPergamentblatte vor, nämlich auf dem grossen Blatte mit dem Portraiteder Churfürstin Maria Christina.
2687. Joseph Anton Koch, Historien- und Landschaftsmaler, geb.\ IZ T K TK zu Obergiebeln im Lechthale 1768, gest. zuJ' IV, UV, iiv. Rom 1839j behauptct im Künstler-Lexicon
VII. S. 107 ff. eine ausführliche Stelle, es ist aber zu bemerken, dassdieser gerühmte Meister von dem Standpunkte aus beurtheilt ist, wel-chen die Kritik in den Dreissigerjahren einnahm. Mit dem neuenMaassstabe können seine "Werke nicht gemessen werden, indem sie imVergleich mit jenen der modernen Schule alterthümlich erscheinen.Wer Koch's Weise nicht kennt, wird in den öfter oberflächlich undbunt gemalten Bildern desselben keinen Künstler vermuthen, welcher183!) starb. Er gehört aber zu den viel gepriesenen Meistern aus derZeit des Aufschwunges der neueren Kunst in Rom. Koch betrachtetediese Stadt als seine Heimath, in welcher die neueren Bestrebungenihn unberührt Hessen. In der letzten Zeit seines Lebens kam er auchhäufig in Conflikt mit Künstlern und Kritikern. Seiner Galle machteer in folgendem Werke Luft: Moderne Kunstchronik, oder die Rum-fordische Suppe gekocht von Joseph Koch, 1(134. Auf vielen Ge-mälden dieses Meisters kommen die Initialen statt des Namens vor.Man findet deren in der neuen Pinakothek zu München, im Ferdi-nandeum zu Innsbruck, in der Gallcrie des Freiherrn von Ucxküll,in jener des Grafen von Baudissin in Dresden, in der Sammlung desKunstvereins in Leipzig, und in anderen Sammlungen; ein Thcil seinerBilder zieht aber noch immer auf dem Kunstmarkte herum. Durchzahlreiche Bilder war Meister Koch auf der deutschen allgemeinenKunstausstellung zu München 1838 vertreten.