Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
1030
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1030 T K. Nr. 2690—2692.

des Grafen Johann Hartwich von Nostitz (1731). Dann wird diesemMeister auch die Medaille mit dem geharnischten Brustbilde des CzarPeter I. von Russland angehören, da sie am Arme /. K. gezeichnet ist.Auf dem Revers kniet Azof mit türkischen Gefangenen an der Kettevor dem Czar: Asof. Moyhis. 1096. Facta. Concessaque. Pace. 1100.Ein /. K. gezeichnetes sehr seltenes Curiosum ist eine Medaille mitdem Brustbilde des Kaisers Joseph I. , und im Revers wie er von derPannonia die Krone empfangt: Joseph Im Nehmen Und ErbrechtDer Erste —. Diese fast 1 Loth schwere Medaille wurde auf Befehleingeschmolzen. Johann Kittel wird wohl der Verfertiger seyu.

Johann Kühnlein, Münzmeister in Langenargen 1696-1724.

Jakob Kohlhaas, Münzmeister in Bonn 1739—1767.

Ignaz Kendler, Wardein in Prag 1774—1780.

2690. Unbekannter Zeichner und Kupferstecher, welcher umI.K.inv: 1675—1707 in Augsburg thätig war. Er gehört wahrschein-x K so- lieh der Familie Kraus oder Küsel an. Die ersten Buch-staben finden wir auf dem Titelblatt zu Binct's Tessera Salutis, indeutscher Uebersttzung von Joseph Khecht. Augsburg 1679, 12. Unterden Wolken schwebt die von der Schlange umwundene Weltkugel, anwelcher die Vertreibung aus dem Paradiese vorgestellt ist. Auf ihrliegt das Kreuz mit einer Dornenkrone, in welcher der Kelch steht.Aus der Seitenwunde des in Wolken stehenden Heilandes und ausdem Herzen der gegenüber knieenden Maria fliessen Ulutströrne indenselben, so dass er überläuft-, und das Blut auf die sündige Weltniederträufelt. Oben in Wolken thront Gott Vater mit dem Donner-keil in einer Glorie von Cherubim, und unten am Strande des stürmi-schen Meeres steht eine Kirche, welcher sich mit dem Bischof an derSpitze die Wallfahrt naht. Zwischen der Schrift im Rande ist dasFreyberg'sche Wappen. Das Buch ist einem Herrn von Freyborggewidmet, welcher der Marienkirche zu Hopffen verschiedene Wohl-thaten erwiesen hatte. Ein anderes Titelkupfer mit I K sc. ist jeneszum Lebens-Spiegel der Römischen Könige. Augsburg 1707, 8.Zwischen zwei Säulen, welche die Aussicht auf die vor den Blitzendes Adlers fliehenden Türken und Franzosen freilassen, hängt dasbelorbeerte Bildniss des Kaisers Joseph I. im Medaillon. Zu denSeiten stehen Carl der Grosse und Julius Cäsar auf Postamenten, undunten ist die römische Wölfin abgebildet. Rechts unten I K sc.

2691. Johann Klipphahn, Kupferstecher, lieferte mehrere PlattenI K s & . * ur ^ ttS Prachtwerk des Jakob Heinrich v. Hefner-Alteneck:

Trachten des christlichen Mittelalters t869 ff., über wel-9 /£. dt. ches wir unter /. v. II. Nachricht geben. Auf mehrerenBlattern kommen die Initialen des Namens vor.

2692. Johann Keyll oder ein unbekannter Maler des 17. Jahr-hunderts. Die gegebenen Initialen fanden wir auf einemBildnisse des Martin Luther, welches nach einem Ge-mälde des Lukas Cranach in Ocl copirt ist. Wir ver-niuthcn unter dem J. K. den Maler Johann Keyll, wel-cher nach Zani um 1672 gearbeitet hat. Dieser Keyll

gab das Bildniss Dr. Luther's auch in einem Schwarzkunstblatte be-kannt, wie wir durch Hrn. Börner wissen. Der Reformator sitzt hintereinem Tische, und liest in dem auf dem Pulte liegenden Buche. Rechtssieht man das Schreibzeug und ein Federmesser, links brennt das Licht.An der Wand ist eine Sanduhr befestigt, und am Tcppiche steht: