888 IDG—IDH. Nr. 2222-2228.
mit den Jüngern in Emaus vor, kl. fol. Ein anderes, auch von Pas-savant erwähntes, geistreich radirtes Blatt stellt ein friedsames Ehepaarvor: Vreedsamisch Paer, gr. 8.
Ch. Kramm, und nach ihm Passavant No. 3:>—SS schreibt demälteren de Gheyn folgendes Werk zu: Jac. de Gheyn Aralaea s. Signacoeleslia, in quibus aslronomicae speculaliones velerum ab arehe-lypa velutissima Aralaeorum codicis XLIV aeneis formt» expressaeob oculos ponunlur. Amsterdam 1621, fol. Es existirt auch einefranzösische Ausgabe: Les Planetes et Figures de Zodiaque, gravi?,en M planches, s. I. , 4. Wenn diese Blätter von dem älteren .1. deGheyn sind, kann er nicht 161S gestorben seyn, wie man annimmt.Sie geboren aber wahrscheinlich dem füngeren Künstler dieses Na-mens an.
2222. Johann Daniel Glöckler, Maler, wurde um 1630 geboren,i n rj und machte sich durch Bildnisse bekannt. J. von Saml-
■ rart stach jenes des Hans Wolff Thoss von Erlenbach,
halbe Figur in Oval, fol. J. Hazard schreibt einem J. Daniel GlochlerZeichnungen mit /. D. G. zu. Diess wird wohl unser Glöckler seyn.
2223. Josua de Grave, Landschaftsmaler, war um 1600 —10701 D C tnät 'S- E' malte sogenannte arkadische Landschaften, welche
. j. von i e bbafter Farbe sind. Auf colorirten Federzeichnungenkönnen sich die Buchstabon J. 1). G. auf ihn bezichen.
2224. Jacques Granthomme, Zeichner und Kupferstecher, angeb-f ri— T r T rTT lieh von Heidelberg, ist unter dem Monogramme.L v - i 1 J~> 1 v - rrl G I III. No. 12 eingeführt, und auch dieses Zei-chen wird auf ihn gedeutet. Es besteht aus den Buchstabon / G Hund IGHT, man wird aber eher / D II lesen, während aus einemanderen Monogramme dieses Künstlers deutlich IGHT sich ergibt.Unter diesem Zeichen werden wir auf Granthomme zurückkommen,und wir bemerken daher, dass man die gegebenen Monogramme aufBildnissen, auf Copien nach Heinrich Goltzius, Jan Sacnredam, JakobMatham und anderen Meistern der holländischen Schule findet. Siefallen in die Zeit gegen I 880, und sind daher als Studien des Künst-lers zu betrachten. Nach H. Goltzius copirte er die zwölf Aposteloder die Darstellungen mit Christus und den Aposteln aus dem Glau-bensbekenntnisse, B. No. 43—SO, ferner die Evangelisten, 8. Auchnach Bartolomäus Spranger und nach Martin de Vos stach er Blätter,oder copirte vielmehr Stiche von Aegidius Sadeler u. A. Eine solcheCopie nach B. Spranger und Aeg. Sadeler stellt die Minerva als Be-schützerin der Künste und Wissenschaften vor, wie sie den Neid nie-dertritt, gr. fol. Wer Gelegenheit hat, Blätter mit den verschiedenenMonogrammen dieses Meisters zu vergleichen, wird eine grosse Un-gleichheit der Arbeit erkennen. Einige sind sicher und breit in derWeise des J. Sacnredam und II. Goltzius gestochen, andere fein undzart behandelt, wie die Blätter der Kleinmeister. Dennoch dürfen wirden Träger des obigen Zeichens nicht von jenem mit dem MonogrammeIGHT unterscheiden. Ein grosser Unterschied findet öfter in denBildnissen statt, über welche wir unter IGHT handeln.
2225. Jacob de Gheyn de Jonghe, so genannt zum Unterschiede4- von seinem Vater, welcher oben No. 2221 ein-
jjr< Tik 1 UX geführt ist, behauptet schon unter dem Mono-*lm * / + li^J+ nOi firamm DG II. No. 1112 eine Stelle, und wir+ ; haben die gewöhnliche Angabe über sein Ge-
burtsjahr berichtet. J. de Gheyn jun. war Maler und Kupferstecher,