Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
889
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IDH. Nr. 2226. 889

kam aber dem Vater nicht ganz gleich. Er trat KSK! mit einer Folgevon Blättern auf, welche die sieben Weisen Griechenland* vorstellen,mit einem Titelblatte: Septem Sapienlum Qraeciae Fconeg, manu de-linealae aereque expressae a Jacobo Gheynio juniore. Hagae Co-milnm 1016. Dieses Werk dedicirte er seinem Tater und Lehrer,welcher demnach 1010 noch gelebt hat Cli. Kramm, Üe lenens enwerken der Itoll. en vlaam,. Hansisch ildem &c. p. .'ii7, corrigirt sei-nen Vorgänger Immcrzecl, weil dieser den ,T. de Gheyn jjin. 1010 inAntwerpen geboren läset, kommt aber mit denBltttern von 1618 selbstnicht zurecht, weil sie der jüngere de Gheyn als Knabe von sechsJahren gefertiget haben miisste. Dieser Künstler wurde 1896 in llaar-lem geboren, und war also 1610 fast 20 Jahre alt. Die Bildnisse dersieben Weisen Griechenlands sind breit radirt, aber von trockener Be-handlung, und erinnern nicht im Geringsten au die schönen Arbeitendes ,T. de Gheyn sen. Auf diesen Blättern kommt das erste und dritte/(neben vor, welches Jacob De Gheyn Junior oder Jacob Jacobs».De Gheyn zu lesen ist. Das zweite Monogramm findet man auf einemBlatte mit der halben Figur eines Triton , welcher auf einer Muschelbläst. In ähnlicher Form, aber mit einem rechts und links, so wieoben und unten dem kleinen g gleichenden Beisatz und der Jahrzahl1017 darunter, findet man das /eichen auf einem Blatte mit Herkules,zu dessen Füssen ein Weib das Füllhorn ausschüttet. J. de Gheyiijun. radirte auch eine Folge mit den Aposteln und Evangelisten, er-stcre in 4., letztere in Runden von i»'/ 2 Durchmesser. J. de Jongspricht auch von acht Blättern mit den allegorischen Figuren der Tu-genden. Als Hauptwerk nennt man die mit C. Bocl radirten und ge-stochenen acht Blätter, welche die Thaten des Kaisers Carl V. vor-stellen, gr. fol. Dazu gehört der Kaiser zu Pferd mit seinem General'stiibe in der Schlacht bei Mühlberg, welchen Ch. Kramm nach demKünstler-Lexicon einzeln nennt. Ein gleichgrosses Blatt nach A. Tcm-pesta stellt den König Franz I. in der Schlacht von Pavia vor, gr. Fol.

Dann nennen wir auch noch drei geistreich radirte Blätter mitStudien von Köpfen. Sie sind D.G. in. et fec. bezeichnet, uud II.No. 111.1 beschrieben. Auch auf das Monogramm DG II. No. 1112verweisen wir.

Immerzcel sagt, dass sich der Künstler einige Zeit in Italien auf-gehalten habe. Zu dieser Zeit sah er wahrscheinlich die Gruppe desLaokoon, welche J. de Gheyn 1631 in Kupfer radirte, fol. Sie zeigtnoch die Beschädigungen, und ist somit vor der Restauration Bezeich-net. Im Künstler -Lexicon kommt dieses seltene Blatt im Artikel desälteren J. de Gheyn vor, was Ch. Kramm übersehen hat; dagegen lie-fern wir ihm hier andere Supplemente. Das Todesjahr des Künstlerskennt weder der genannte Schriftsteller, noch Immerzeel. Letzterersagt, dass derselbe vor dem Jahre lfiüO nichts Besonderes geleistet zuhaben scheint. Darüber wünschten wir nlch näheren Aufschluss.

2226. Johann David de Heem, richtiger Jan Davidszoon de Heem,r t-v T der eminente Meister in Darstellung von Blumen und/ / j- J Früchten, wurde 1600 zu Utrecht geboren und starb 1674,/, _LSJ . in Antwerpen. Er kommt im Register der St. Lukas-gilde der letzteren Stadt 1036 als angehender Meister vor, scheintaber später wieder nach Utrecht zurückgekehrt zu seyn, wo er wenig-stens 1670 lebte, wie Ch. Kramm aus einem Transportbrief von dem-selben Jahre ersah. Dieser Schriftsteller fand im Register von St.Lukas zu Utrecht unter den Jahren 1668 und 1669 auch einen an-deren Kunstmaler Jan de Heem erwähnt, welchen er für einen Neffen