Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
859
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ICH. Nr. 2113-2117. 8S9

2113. Der unbekannte ICH licss durch Melchior Loroh eine Vig-i P U | ^VQ netto stechen, welche in einer versierten Einfassung

+ • einen Kranich in Profil nach links vorstellt. Rechtsunten steht: Grues lapidem deglutientes, links das Monogramm desM. Loreh und ICH i049, H. 8 Z. :t L. l!r. 1 Z. (! L.

2114. Johann Caspar Höckner, Kupferstecher, arbeitete um Jöö4r. r'-T-T. ' n Sachsen. ^ r stach Bildnisse sächsischer Herzoge und Chur-*' fürsten. Auf jenem des Herzogs Johann Georg III. von 1686stehen die Initialen /. C II. sctilpsil, kl. 8. Höckner stach auch noch.andere Bildnisse, aufweichen die Buchstaben I.C.ll. vorkommen.

2115. Unbekannter Kupferstecher, welcher der deutschen SchuleT C IT •/"■>/ angehört. Heller und nach ihm Brnlliot nennen

l '~ l - um, ohne ein Blatt mit diesen Initialen anzusehen,es scheint sich aber um jenes zu handeln, welches R. Weigel im Kunst-katalog No. 14,KUH besehreibt. Es stellt das Innere einer Bauernstubevor, mit sechs Figuren, darunter ein Weih, welches das Kind stillt.Unten links ist schwer zu lesen /. CIL sc. vi. 1121. Auf bläulichesPapier gedruckt, fol. Die Compositum dieses Blattes ist in der Weisedes J. M. Molenaer gehalten, und das Fleisch hie und da punktirt.Weigel glaubt diese ltadirung dem J. Horemans zuschreiben zu dürfen.

2116. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der zweiten HälfteT C H sc ^ es Jahrhunderts thätig war. Man findet ein glän-

' " ' ' zend gestochenes Blatt, welches eine französische Bonnemit dem Kinde vorstellt. 7. C. H. sc. Danvel exe. , B.

2117. Stempelschneider und Münzmeister , welche /. C H. zeich-I C II 1 neten. An die Spitze stellen wir einen unbekanntenj' p'rr Vi Rcchcnpfennigmalcr, welcher zu Anfang des 17. Jahr-1. (j. 11.1. J hundert*, wenn nicht früher, thätig war. Man findetSpiclpfcnnige verschiedenen Gepräges mit /. C. IL

Johann Christian Hiile, Mftnzmeister in Stralsund 1706, f 1721.Man findet Münzgepräge mit den Initialen.

Johann Carl Hedlinger, einer der berühmtesten Medailleure seinerZeit, geb. zu Schwyz 1091, gest 1771. Seine Werke sind zahlreich,und auch in Abbildungen bekannt. Kr zeichnete f. CIL und /. C IL F.Eine Reihe von Medaillen enthalten Bildnisse der Könige von Schwe-den mit entsprechenden Reversen. Hedlinger arbeitete aber auch fürden russischen, dänischen und preussischen Hof. Selten ist die Me-daille mit dem Bildnisse des Königs Friedrich II. von Preussen, unddemselben im römischen Harnisch auf der Sphinx 1756. Ein Gleichesverhält sich mit der Medaille auf Ludwig XV. von Frankreich mitder allegorischen Figur der France, welche den Dauphin im Schoosehält, 1720. Ein Theil seiner späteren Medaillen ist der Geschichteder Schweiz geweiht, da der Künstler 1740 von Schweden in seineHeimath zurückkehrte. Auch Medaillen auf berühmte Männer fertigteHedlinger. Mit den Initialen I. C II. und /. C. H. F. bezeichnet sindausser verschiedenan anderen Denkmünzen die Medaillen auf A. Karl-steen 172ä, Baron Philipp Stosch 1728, Nikolaus von der Flue u. s.-w.Auch sein eigenes Bildniss hat er in Stahl geschnitten, 1733 mit UZeilen Schrift. Eine andere Bildnissmedaille dieses Künstlers ohneJahrzahl hat im Revers eine Eule mit den Buchstaben /1. A. T. O. m.Dieses Wort machte den Numismatikern viel zu schaffen, weil sie esnicht im schwedischen Lexicon suchten.

Johann Christian Heugelin, Münzmeister in Stuttgart 1784—1808.