HVR-HVS. Nr. 1656-1660. 697
beziehen. Von diesem Meister ist keine Landschaft bekannt. NurSchlachten und andere militärische Aktionen gehen unter seinem Namen.Im Catalog Silvcstre werden alle diese Radirungen mit Hunden demPaul van Hecke zugeschrieben, sowie das oben erwähnte Blatt. EinKünstler dieses Namens ist aber nicht historisch nachgewiesen.
1656. Hans von der Pütt, Medailleur, war Schüler des jüngereniT y p II. Reiz, und leistete für seine Zeit Vorzügliches. Er hinter-
" Hess Bildnissmedaillen, auf welchen die. Initialen seines Namensvorkommen, wie auf dem Medaillon mit dem Bildnisse des ErzbischofsChristian Wilhelm von Magdeburg und Halberstadt von 1023. Dannfindet man auch viele cmblematische Stücke mit H. V. P. II. v. d. Püttoder Pütt arbeitete von l(>18—1649, und begab sich später nach Cassel,wo er 1052 starb.
1657. Heinrich Roos oder ein unbekannter Maler, welcher im17. Jahrhundert thätig war, hat dadurch seinen Namenangedeutet. Nach Brulliot I. No. 2401 findet man diesesZeichen auf Gemälden in der Gallerie zu Cassel, welchein der Weise des Heinrich Roos behandelt sind. Brullioterhielt seine Notiz von dem früheren Gallcric-Inspcktor
Robert in Cassel, und er wird das Zeichen wohl genau gegeben haben.Wäre der das // bildende Querstrich gerade fortgeführt und nicht ge-brochen, so dass man 11 V R lesen muss, so könnte das Monogrammauf H. Roos gedeutet werden. Er befand sich um 1657 in Cassel, undmalte mit seinem Sohne Theodor eine grosse Anzahl von Bildnissen,besonders von Mitgliedern des landgräflichen Hofes. Auch Jahrmärktemit vielen kleinen Figuren stammen aus der Zeit seines Aufenthaltesin Cassel. Wenn auf solchen Gemälden das Zeichen vorkommt, sokann man füglich an H. Roos denken.
1658. Unbekannter Kupferstecher, welcher im 17. Jahrhundertii y ti thätig war. Nach Brulliot II. No. 1264 findet man die Buch-
v. ix. staoen // y n au f Müttern mit Goldschmieds-Ornamenten.
1659. Heinrich van Steenwyck sen., geb. zu Stecnwyck gegenj l y o 1550, ist als Architekturmalcr bekannt. Er malte innere' -J / O Ansichten von Domen und Kirchen, Hallen oder andere
I~\T dunkle Räume bei Fackelbelcuchtung u. s. w. Die Staffage
-v von Figuren ist gewöhnlich von dem alten Breughcl und
cf von Theodor van Thulden. Auf Gemälden dieses Meisters
AJ J_ findet man das gegebene Monogramm, aber auch mit anderer
Jahrzahl. Der Künstler starb zu Frankfurt a. M. 1604.
1660. Hans Ulrich Stampfer oder ein unbekannter Goldschmied,T XS-*. 3-^ welcher in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhundertsl~U{ TS-jSk' [_i thätig war. Man findet einige Musterblätter fürP* i I v< i, F%3 Goldschmiede mit diesen Zeichen, worunter manden Hans Ulrich Stampfer verstehen könnte. Er war Goldschmied,Medailleur, und könnte somit auch den Grabstichel geführt haben.Die Blätter fallen vor 1580, dem Todesjahr des H. U. Stampfer.
1) Ein von Laubwerk gebildetes Rund, in welchem ein Löwenkopferscheint. In den Ecken der Platte sind vier andere Runde, wovondas eine links eine Eule zeigt, und von den Buchstaben Eh. W. W. W.A. FT. umgeben ist. In der Mitte unten auf weissem Grunde dasZeichen. H. 3 Z. 1 L. Br. 2 Z. 4 L.
2) Ein aus Ornamenten gebildetes Oval mit dem Kopfe eines Weibesvon vorn gesehen. Links unten das Zeichen. II. 3Z. 3L. ßr. 2Z. 4L.