698 HVS. Nr. 1661.
3) Ein kreuzförmiges Ornament in einem Kranze von Früchtenund Blättern. In den vier Ecken ausserhalb desselben sind verzierteDreiecke, und unten das dritte Zeichen. IL 3 Z. Br. 2 Z.
4) Ein mit einer Perle und mit Steinen verziertes Gehänge. Untendas Zeichen. IL 3 Z. 3 L. Br. 2 Z. 4 L.
1661. Herman van Swanevelt, Landschaftsmaler und Radirer, geb.
/T -r~ zu Woerdon 1620, gest. zu Rom 1690, behauptet im__ \j\f Künstler-Lexicon eine ausführliche Stelle, und eslytJ s ' n d auch die radirten Blätter desselben verzeichnet,[/ deren Bartsch IL p. 2S1 ff. U6 als Original bo-wfl u*s i- schreibt. Dazu kommt dann noch ein Anhang vonugS^lsS- 18 zweifelhaften, und dem Swanevelt mit Unrecht•VIA.»je,. et-.eKs. zugeschriebenen Blättern, -welche alle im Lexiconaufgezählt sind, zugleich mit Benützung der Supplemente von R. Weigel.Das erste Zeichen, grösser und kleiner, findet man auf Gemäldendes Meisters, die kleinen Monogramme auf deu verschiedenen Radir-ungen desselben. Swanevelt fügte oft das Monogramm bei, besondersauf den radirten Blättern. Die oben gegebenen Zeichen deuten durchden Beisatz et ex. zugleich die ersten Abdrücke mit der Adresse desMeisters an. Das Verzeichniss bei Bartsch ist so vollständig, dassselbst Weigel kein Blatt hinzufügen konnte. Wir geben aber einenkleinen Nachtrag.
1) Landschaft in runder Form. Links gegen die Mitte auf demerhöhten Vorgrundo steht eine Gruppe von zwei grossen Bäumen,wovon der nach rechts sein aus dem dicken Stamme kommendes Geästmit reichem Blätterwerk fast über den ganzen oberen Theil der Platteausbreitet. Im Mittelgrunde ist ein schlossähnliches Gebäude mitThürmen, und weiter nach rechts gegen den Rand zu stehen Bäumeauf einer felsigen Höhe. Zwischen dem Vorgrundo und dem Terrain,auf welchem sich das Gebäude hinzieht, ist Wasser. Links von dengrossen Bäumen sieht man einen Mann mit dem beladenen Esel.Durchmesser 3 Z. 1 L., von der inneren Einfassungslinie gemessen.
Dieses Blatt ist sicher von Swanevelt radirt, es hat aber im Bildekein Zeichen. Der Abdruck, welcher uns zu Gebot stand, war bis andie Linie beschnitten, so dass im Rande der Name oder das Mono-gramm stehen könnte.
2) Landschaft mit einem grossen Baume, unter welchem der Satyrmit seinem Weibe sitzt. Letzteres säugt das Kind, und daneben amFusse des Baumes sind zwei Ziegen. Rechts auf dem Felsen stehteine Baumgruppe, in deren Nähe sich eine andere Faunfamilie zeigt.Rechts oben in der Luft steht der Name in Verbindung mit demMonogramme. H. 6 Z. 1 L. Br. 9 Z. 11 L.
Dieses Blatt ist nach einer Zeichnung von Swanevelt von andererHand radirt.
3) Landschaft mit bergiger Ferne. Links am Wege des Mittel-grundes treibt der Hirt die Schafe, und ein Mann auf dem Esel kommteinem Eseltreiber entgegen. Im Vorgrundo hei der grossen Baum-gruppc geht ein Mann mit seinem Weibe und einem Kinde. Rechtsist ein schlossähnliches Gebäude, und unter der Brücke fällt dasWasser ab. Rechts obeu in der Luft bemerkt man den Namen desKünstlers mit dem Monogramme. In der Grösse des obigen Blattes,und nicht von Swanevelt radirt.
4) [B. No. 2b] Die Gruppe von zwei Satyren und einem Kinde unterBäumen am Flusse, in Oval.
Dieses im alten Drucke äusserst seitone Blatt copirte B. P. Gibbon1830 sehr täuschend für den Catalog von Sheepshauks in London.