HT. Nr. 1580-1885. Mg
Das zweite Morogramm scheint aus den Buchstaben J H T zu be-stehen. Dann kommt auch noch ein zweites Zeichen vor, welches dieseBuchstaben deutlicher ausdrückt, und wir kommen daher auf diesenMeister zurück.
1580. Unbekannter Kupferstecher, oder Kunstschlosser, welcheru m 4ok(\ um 1650 in Frankreich thätig war. Man findet in Kupfer
• 1D0U - gestochene Musterblättcr für Schlosserarbeiten, welchesich vielleicht auf sechs belaufen. Wir kennen aber nur zwei Blätter.Das eine gibt einen Fries mit einem Seeungchcucr, welches eine Schild-krötenschale hält. Oben stehen die Buchstaben H. T. , und gegen dieMitte zu 1650. Das zweite Blatt enthält ebenfalls einen Fries miteinem phantastischen Thiere. H. 4 Z. Br. 2 Z. 5 L.
1581. Der unbekannte Formschneider, welcher gegen Fnde desTT rri 16. Jahrhunderts in Paris thätig war, und Vignetten // T zeich-
nete, ist unter dem Monogramme HT No. 1576 eingeführt, undwir verweisen auf jenen Artikel, da die Blätter mit den Initialen be-reits beschrieben sind.
1582. Hans von Tyrna, Münzmeistcr in Wien von 1356 — 1370,TT m fügte auf Münzstempeln die Buchstaben H. T. bei. Dasselbe
verhält sich mit
Tuchmann, welcher 1615 in Beichenstein und 1621 in Born-stadt Münzmeister war.
Joh. Heinrich Taglang, Münzmeistcr in Zweibrücken von 1621—1621'»zeichnete ebenfalls //. T. , bediente sich aber auch, wie Tuchmann,eines aus diesen Buchstaben bestehenden Monogrammes.
1583. Unbekannter Formschneider, welcher gegen Fnde des 17.tt m Jahrhunderts in 'Lübeck gelebt haben könnte. Eine Titcloin-
fassung von 1697 stellt oben zwischen den allegorischen Figurender Religio und Justitia den Reichsadler vor. Darunter ist der Titeldes Buches: Die Beglückte und Geschmückte Stadt Lübeck 101)7,und zu den Seiten sind die Statuen des Kaisers Leodold I. , und desrömischen Königs Josephus. TTnten ist der Prospekt der Stadt Lübeck.
1584. Johann Heinrich Tischhein jnn., Maler und Radiror, kommtCf/~i fr' oben No. 1579 mit einem Monogramme vor, welches
<^X'• ty.-7/#<?-sich auf Zeichnungen findet, hier handelt es sichJ6.0. /llhJrc aber nur um ein Paar Radirungen dieses Meisters.Die ersten Cursiven mit der Jahrzahl 1700 stehen auf einem Blatte,welches einen nach links gerichteten Tiger vorstellt, 8. Die anderenBuchstaben findet man auf einem radirten Blatte nach der Zeichnungdes Johann Heinrich Tischbein sen. Es stellt Bacchus und Ariadne vor,mit der Dedication an den Hofintendanten Döring. H. 5 Z. Br. 7 Z. 8 L.Im Künstler-Lexicon haben wir die Blätter dieses Meisters verzeichnet.
1585. Johann Friedrich Alexander Thiele jun., Landschaftsmalerhj" und Radirer, geboren zu Dresden 1747, gestorben daselbst 1803,hintcrliess neben andern eine Folge von 12 radirten Landschaften mitFiguren und Thiercn in sächsischen Gegenden 1774 und 1775, qu. 4,Zwei Blätter sind mit dem Cursiven T, und eines wie oben bezeichnet,statt Th. In dieser Landschaft sieht man zwei Wanderer auf demWege, wovon der eine neben einer Baumgruppc sitzt, und der anderesteht. Im Grunde zeigt sich ein Thurm. II. 4 Z. 6 L. Br. 5 Z. 6 L.Diese Folge erschien bei Grosmann in Augsburg.