664 HT. Nr. 1576-1S79.
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1576. Unbekannter Formschneider, welcher gegen Ende des 10.Jahrhunderts in Paris thätig war. Das Monogramm finden
/ H T wir auf einer Vignette in SepKmii Florentis Tertulliani Opera.Parisiis, M. Sonnius 1090, 8. Die Vignette ist friesartig, mit einerSteinbockslarve geziert, von welcher aus nach beiden Seiten Laubgc-windc und Schnörkel mit verschiedenen Thiercn sich ausbreiten. Christ,Monogr. - Erkl. S. 237, spricht von Holzschnitten mit künstlichen Fi-guren in Choppin's Werk De Domanio Franciae, 10(10.
Wir kennen dieso Blätter nicht, in Choppin's Abhandlung DePrivilegiis Rusticorum. Paris, 1600, sind aber zwei friesartige Vig-netten mit H T. Die eine zur Vorrede enthält Laubwerk, in dessenMitte ein hockender Indianer zwei phantastische Vögel emporhält, aufwelche zwei andere wilde Männer mit Bögen zielen. Die Schlussvignetteenthält eine sphynxartige Büste mit einem Fruchtkorb auf dem Kopfe,nach welchem ein sitzender nackter Jüngling greift. Die Vignettenmit den Initialen wurden wahrscheinlich schon in früheren Druckwerkendes M. Sonnius angewandt, und somit könnten sie auch in dem vonChrist erwähnten Werke De Domanio Franciae vorkommen.
Im Cataloge Stengel II, No. 2200 wird ein Holzschnitt mit denheil, drei Königen, welche Geschenke darbringen, unter den Blätternmit Monogrammen erwähnt. Es ist aber nur angegeben, dass linksauf einem Steine HT stehe, und wir wissen daher nicht, ob die Buch-staben verbunden sind, oder getrennt stehen. H. 6 Z. 3 L. Br. 14 Z. 8 L.
1577. Unbekannter Kupferstecher, welcher gegen Ende des 16.r r-r-T Jahrhunderts thätig war. Er copirte das Blatt mit A. Dürer'sl—i Sack-Pfeifer, B. No. 91. Die Figur ist von der Gegenseite ge-
J- *- nommen, weil sich der Pfeifer links des Blattes an den Baumlehnt. Links unten am Steine bemerkt man das gegebene Zeichen.H. 4 Z. Br. 2 Z. 6 L. Hans Troschel bediente sich eines ähnlichenZeichens, die Copie mit dem Sackpfeifer wird aber nicht von ihm her-rühren. Heller kennt dieses Blatt nicht.
1578. Unbekannter Maler, holländischer oder deutscher Abkunft,./yo welcher aber seine Studien in Italien machte. Man möchte an
■v. Jakob Ernst Thomann von Hagelstein denken, welcher um 1612ri sich in Italien aufhielt, und verschiedene Landschafton mit Staf-fage malte. Das gegebene Zeichen findet man auf landschaftlichenZeichnungen, welche mit der Feder und in Tusch ausgeführt sind.Thomann ahmte dem A. Elsheimer nach.
1579. Johann Heinrich Tischbein Jan., Maler und Radircr, ge-, h r' boren zu Heyna 1742, gestorben zu Cassel 1808, ist durch''/' Q Landschaften und Thierstücke bekannt, und hinterliess
n .y überdiess viele radirte Blätter, welche wir im Künstler-
'VX^f /J8J Lexicon verzeichnet haben. Das erste Zeichen findet man/ ' auf Zeichnungen in Kreide und Tusch, meistens Studienhistorischen Inhalts. Am zahlreichsten sind seine geätzten Blätter inallen Manieren, und nach verschiedenen, meist älteren Meistern. Daszweite Zeichen findet man auf radirten Blättern mit Thicren nachHeinrich Roos und Rosa di Tivoli, qu. 4.
Ein anderes mit dem Monogramme bezeichnetes Blatt in Lavismanierstellt zwei Cavaliere zu Pferd vor, wovon der eine dem andern mitgezogenem Degen nachreitet, qu. fol. Auch das Blatt mit der altenBettlerin nach E. van Tillburg ist mit dem Zeichen versehen. Aufanderen Blättern stehen die Cursiven HT,JHT und T.