H T. Nr. 1572 — 1875. 663
1572. Unbekannter Maler, dessen Lebenszeit die beigefügte Jahr-thh /■ zahl bestimmt. In der vor einigen Jahren zerstreuten£1.7.5 0 2,. Sammlung des danischen Konferenzrathes F. C. Bugge inKopenhagen befand sich ein satyrisches Bild auf das Papstthum mitdiesem Zeichen. Der Papst steht auf dem Firste einer Scheune, undpredigt, von einem Cardinal assistirt, vor der versammelten Menge Ab-lass. Wir haben dieses figurenreichc Gemälde im Künstler-Lexiconunter dem Namen des Hans Troschel beschrieben, weil man in Copen-hagen meinte, das Bild rühre allenfalls von einem Künstler diesesNamens her, indem sich der folgendc'Meister eines ähnlichen Zeichensbediente. Wir rechnen jetzt den Verfertiger des erwähnten Gemäldeszu den unbekannten Meistern des 16. Jahrhunderts.
1573. Hans Troschel, Kupferstecher von Nürnberg, wurde umISTr. T-ry 1890 geboren, genoss den Unterricht des Peter Issclburg,
-p-n 'A jÜi U1K * bildete s ' cn dann ' n ß° m unter Leitung des F. Villa-Ii.,J C "T"^5 mena weiter aus. Er verblieb viele Jahre in Italien, undstarb in diesem Lande 1033. Im Künstler-Lexicon haben wir eineziemliche Anzahl von Blättern dieses Meisters verzeichnet, und daruntersind solche mit dem Monogramme. Man findet es auf Bildnissen , aufhistorischen und allegorischen Darstellungen, auf Landschaften, Wappen,Thesen u. s. w. Den Porträten im Lexieon fügen wir das schöne Bild-niss des Dr. Michael Rötenbcrck gr. 4, bei. Auf dem Bildnisse desChristoph Kress von Kressenstein 4, und auf jenem des RechtsgelchrtenJohann Ilerelius fol., kommt das Monogramm vor, auf dem ersterenmit der Sylbe fe. Auch auf einer Ansicht der St. Peterskirche ist dasMonogramm mit fe verbunden. Ein seltenes radirtes Blatt mit demMonogramme enthält eine Allegorie auf die guten Dienste, welche derKapuzinerorden der katholischen Kirche leistet, durch ein Schiff vor-gestellt, dessen Mastbaum ein Crucifix trägt. Unten rechts ist dasMonogramm // T, (ju. 4. Dann erwähnen wir auch noch das mit demzweiten Monogramme und der Jahrzahl 1610 bezeichnete Wappen desJob. Wilhelm Kress von Kressenstein als Bibliothekzeichen des letzteren.
Auf diesem fein gestochenen Blatte kommt auch ein ans Hh be-stehendes Monogramm vor, welches Brulliot App. 1. No. 297 irrig fürdie Adresse des Heinrich Hondius nimmt, da dieser sich eines ähn-lichen Zeichens bediente. Das Wappen zeichnete Hans Hauer vonNürnberg, und auf diesen bezieht sich das Monogramm. Auf andernkleinen Blättern fügte der Künstler dem Monogramme einen Vogelbei, welcher als Anspielungauf seinen Namen eine Droschel seyn soll.
1574. Hugues Taraval, Zeichner und Maler, geb. zu Paris 1728,t*w gest. 1785, fortigte auf seiner Studienreise in Italien viele Zeich-** nungen, und bediente sich derselben als Vorlagen für seine Schüleran der Akademie in Paris. Auf Zeichnungen dieser Art, und dannauf solchen, welche er als leitender Künstler in der Manufactur derGobelins ausgeführt hatto, kommt das Monogramm vor. Solche Zeich-nungen sind im Cabinet zu Cassel, und anderwärts.
1575. Hans Tuchmann, Münzmeistcr in Reichenstein 1615, undlrnn inp dann in Bernstadt 1621, fügte auf Münzen das erste deril •', Jri . gegebenen Zeichen bei.
Johann Heinrich Taglang, Münzmeistcr in Zweibrückeu 1621—1626bediente sich des zweiten Zeichens. Beide Beamte siguirten aberauch H. T. , immer nur auf Münzgeprägcn.