Hl HOC. Nr. 1312.
und ob er ein Deutscher oder ein Niederländer sei. Einige nennenHamburg, Andere Antwerpen als Gehurtsstadt. Stanley sagt in derneuen Ausgabe von Hryan'a Dictionary of Painlers and Hngraversnach C. J. Nieuwenhuys Review of the Lines and Works of themost eminent Painlers, dass Pilkington den Künstler 1011 in Ant-werpen geboren werden lasse, wodurch bewiesen ist, dass Stanley,oder vielmehr Nieuwenhuys den Pilkington gar nicht gelesen haben,indem letzterer ganz etwas Anderes sagt. Nach seiner Angabe wurdeHobbema 1029 in Haarlem geboren, und starb daselbst 1009. Amzingund Schrevelius geben aber in ihren lieschreibungen der Stadt Haarlemnur an, dass der Künstler daselbst sich aufgehalten habe, nennen ihnaher keinen Haarlemcr. Der Verfasser des neuesten holländischenKünstler- Lexieons, Christian Kramm, gab sich viele Mühe, um dieGeburtsstadt des Hobbema zu erforschen , kam aber zuletzt doch nurzu der Vcrnmthnng, dass Hobbema ein Friese seyn müsse, was auchschon von Anderen vermnthet wurde. Kramm glaubte in Franeckerdie Spur des Künstlers finden zu können, entdeckte aber nichts, alsdas Bildniss eines ungenannten Malers, welches in einer llüstkammerdes Stadthauses verborgen lag. Einen interessanteren Fund machteKramm 1851 in Leenwarden bei einer Auktion. Da kamen zwei Glas-gemälde zum Vorschein, das eine mit dem Wappen eines Otto Hobbemaund der Jahrzahl 1620, das andere mit jenem der Gattin desselben,der Margaretha van Bornler, ebenfalls von 1020. Niemand sagt uns,wo dieser Otto Hobbema gelebt, und ob allenfalls Meindert Hobbemader Sohn desselben gewesen sei. Eine Fabel tischt uns der DrentscheVolksalmanak für 181(9 auf. Da heisst es, dass Meindert der Sohneines zu Coevorden in Garnison liegenden Sergeanten Willem Hobbemagewesen, und 10S4 getauft worden sei. Der Maler Meindert Hobbemaist sicher viel älter, und der Geburtsort bleibt daher vorläufig nochim Dunkel. Hier soll nur nachgewiesen seyn, dass der Künstler seinenNamen mit deutschen Buchstaben schrieb, und somit wird ihm diedeutsche Sprache nicht unbekannt gewesen seyn. Diesa macht das er-wähnte Monogramm sehr zweifelhaft." Wir geben den Namen nacheinem Originalgemälde, welches in letzter Zeit von P. Seholer in Copen-hagen sehr schftn gestochen wurde. Das Monogramm CH II. No. 105oder G H II. No. 3040 wird dem Hobbema nicht angehören. Dassdarunter Hochenud aus Hamburg seinen Namen angedeutet habe, bleibtVermuthung. Man nennt ihn Schüler des Hobbema, was Kramm dahinwendet, dass er allenfalls nach den Werken Hobbema's seine Studiengemacht habe. Wenn letzterer 1099 gestorben ist. so kann er wohleinen Schüler gehabt haben, welcher 1729 noch am Lehen war. Krammzählt eine grosse Anzahl von Gemälden des Hobbema auf, und gibt,auch Auktionspreise an. Diese Bilder stehen in einem hohen Werthe.
1312. Pletro Vannuccl, genannt Perugino und Pietro di
TT/-\n r>i?TD\rö t\V Chriatofano, nimmt im Künstler-LexiconHÜO. lbIKVS. uu. XIX< s 42| ff eine ansfnnrliche ste11e ein]
CHASTRO. PLEBIS. und wir verweisen zunächst darauf. SeinPTMXTT Familienname kommt in keinem Werke vor.
rlJNAll. j n j) ncnnien ten wird er nach seinem Vater
manchmal Pietro di Chrislofano, und auch Piero Peroxini. depenlorgenannt. Er selbst schreibt in einem Briefe an die Marchesa Isabellavom 14. Juli 1505 Pietro Perusino pictore. Auf dem Gemälde mitMaria, dem segnenden Jesuskinde und zwei heiligen Frauen in derk. k. Gallerie zu Wien steht: PETRVS. PERVSflVVS. PINXIT. Es istdieas die Wiederholung eines köstlichen Bildes im Museum des Louvre