HHB. Nr. 1063. 401
deutende Anzahl von Holzschnitten, welche grossentheils von unsermKünstler gezeichnet sind. Ausserdem hat noch der Monogrammist HENo. 8!»3 Theil, und als Formschneider gibt sich der Meister HFSNo. 939 kund. Hcrsbach könnte aber ebenfalls Blätter geschnittenhaben, obgleich seinem Zeichen das Messerchen nicht beigefügt ist.Die Holzschnitte sind durchgehends 3 Z. 10—11 L. hoch, und !> Z.1—2 L. breit. Im zweiten Drucke findet man sie in: Ludovici Gra-natensis Poslilla, verleutscht durch Jo. Rullius. Cüln iOOO, fol.Auf folgenden Blättern kommt das Monogramm vor:
1) Die Geburt Christi, und die anbetenden Hirten im Stalle. Linksunten ist das Zeichen HHB, und gegen rechts unter den Beinen einesHirten das Monogramm des Formschneiders H F S.
2) Die Beschneidung des Jesuskindes. Links unten das Zeichen.
3) Die Anbetung der Könige. Rechts unten das Zeichen.
4) Christus im Gespräche mit den Jüngern. Links breitet sichdie Stadt aus, und oben in Wolken erscheint Gott Vater. Rechts untenin der Ecke ist das Zeichen verkehrt.
5) Christus von Pharisäern umgeben, wie er ihnen das Glcichnissvom Hirten und dem Schafstalle erzählt. An letzterem lehnt die Leiter,und der Pharisäer holt auf derselben das Schaf heraus. Der gute Hirttreibt den Wolf vom Stalle weg, während der schlechte flieht. Rechtsunten in der Ecke ist das Zeichen.
Die Platte zu dieser Vorstellung befindet sich in der fürstlichenSammlung zu Wallorstein.
6) Christus unter dem Baume sitzend von den Jüngern umgeben.Links in der Stadt findet ein Brandopfer statt, und auch eine Marter-scene ist vorgestellt. Unten in der Ecke ist das Zeichen.
7) Christus links sitzend, wie er die Jünger belehrt. Rechts istdie Stadt, und oben in Wolken erscheint Gott Vater. Rechts untenist das Monogramm HHB, und auf einem Säulcnstückc jenes des er-wähnten Formschneiderfl HFS.
8) Christus macht die Jünger auf das jüngste Gericht aufmerksam,dessen Vorzeichen versinnlicht sind. Links unten das Monogramm.
9) Die Jünger auf dem Wege nach Emmaus über die Brückegehend. Rechts oben sieht man sie im geöffneten Gebäude bei demHeiland am Tische. In der Mitte unten das Zeichen.
10) Christus in Mitte der Apostel, wie Thomas den Finger in seineWunde legt. Links unten das Zeichen.
1065. Johann Hogenberg, Zeichner und Kupferstecher in Cöln,-^ -n war um UiflO—1010 thätig. Wir haben ihn bereits unter•/xz^ffli HBH No. 730 eingeführt, da das zweite Zeichen auch unterdiesen Buchstaben rubrizirt werden kann. Man findet es auf Blätterneiner Folge mit Darstellungen aus der Geschichte des Tobias, in Oval1«. 8. Eines dieser Blätter ist mit dem Namen versehen, ein anderesroit der Abbreviatur lo. Hog. in. sculp. et exe, und ein drittes trägtdie Jahrzahl (094. Das erste Zeichen findet man anf dem Titclblattezu : fi. P. Blasii Viegas Lusitani in apocalypsin Joannis apostolicommentarii exegetici. Coloniae Agripinae apud Job. Honthemium'803j 4. Oben ist Gott Vater zwischen Moses und Elias vorgestellt,und unten bemerkt man drei Bilder aus der Apokalypse. DasselbeZeichen, doch gerade gestellt, findet man auch auf einein Kupferstichemit zehn tanzenden Kindern, und einem Sackpfeifer. Im Rande steht:Vbi Est Adolescenlia Ibi Est Gaudium. Sine Malicia. Unten rechtsbemerkt man das Zeichen. H. 3 Z. 9 L. Br. 7 Z. 3 L. Ueber dieBlätter mit dem zweiten und einem ähnlichen Monogramme vgl. No. 730.
Monogrammiaten Bd. III. 26