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402 HHB — HHE. Nr. 1066-1070.
1066. unbekannter Maler, welcher zu Anfang des 17. Jahrhunderts
H-p -—. thätig war, aber nichts Erhebliches leistete. Er malte
—K. i Y Scenen aus dem Volksleben, wobei ihm die Leistungen1 ' *■ *-^ ' der holländischen Meister seiner Zeit vorschwebten.Ein Gemälde mit diesem Zeichen kam vor mehreren Jahren zu Münchenim Kunsthandel vor. Es stellt das Innere einer Bürgerstube vor, inwelcher ein alter Mann sich am Feuer wärmt. Wenn man Bilderdieser Art in Schwaben findet, so könnten sie von Hans JakobHenneberger herrühren. Letzterer war um 1620 in Geislingenthätig. Er malte Portraite, Genrebilder und religiöse Vorstellungen.Er bediente sich auch eines aus IIb bestehenden Monogramms, wobeier den ersten Schenkel des H zum / benützte.
1067. Johann Heinrich Hintze, Landschafts- und Architekturmalervon Berlin, behauptet unter den Initialen HH No. 1037bereits eine Stelle, und wir fügen daher nur bei, dass auffrüheren Gemälden und Zeichnungen des Künstlers das
Monogramm vorkomme. Sie bestehen in architektonischen Ansichten,welche in verschiedenen Besitz übergingen, und von 1830 an datiren.
1068. Johann Heinz, Zeichner und Maler, wird von Malpe I. p. 302[_jp im Artikel des Jakob Guckeysen genannt. Letzterer soll nach| " i ihm eine Folge von Landschaften radirt, und selbe mit dem
gegebenen Zeichen versehen haben. Diese Blätter müssten gegen 1600erschienen seyn, oder bald darnach, Niemand kennt aber diesen JohannHeinz. Bekannt ist der Historienmaler Joseph Heinz, welcher aberdas Fach der Landschaft nicht gepflegt hatte. Mit Jakob Guckeysenkommt Hans Jakob Ebolmann in Berührung, welcher sich eines ähn-lichen Zeichens bediente, nur dass im H das / deutlicher hervortritt.Ebolmann hat als Kunstschreiner wohl nicht Landschaften gezeichnet,und somit bleibt die Geschichte problematisch. Auch Merlo machtim Artikel über Guckeysen nur auf das von Brulliot I. No. 1741 ge-gebene Monogramm aufmerksam, ohne Landschaften mit demselben ge-funden zu haben.
1069. unbekannter Formschneider, welcher zu Anfang des 17. Jahr-T_T_T TT* hunderts thätig war. Ein Blatt mit diesem Zeichen stelltJ. I. 1 _CJ einen am Strande ruhenden Wallfisch vor, und mehrereMenschen stehen herum. Am Horizonte sieht man Schiffe. Im oberenRande steht: Beschreibung eines grofsen Walfisches, eben der Art,so den Propheten Jonas drey Tag vnd Nacht im Bauch behalten,welcher gefangen worden in der Gegend, da der Flufs Rhodan indas Meer auslau/ft, den 14 February im 1609 Jhar. Das Zeichenist rechts unten, und im unteren Bande die Beschreibung des Her-ganges aufgedruckt. Höhe des Bildes 7 Z. Breite 14 Z. 8 L.
1070. Der anbekannte Kupferstecher oder Verleger, welcher sich
HP des ersten Zeichens bediente, ist Eine Person mit dem Mono-.tJv* grammisten HF E No. 92;», welchen Bartsch XV. p. 461. ]" I ' E I^omcnico Beccafumi nennen möchte. Diese Angabe ist ohneGrund, wie wir 1. c. dargetban haben. Das Blatt mit dem erstenZeichen stellt die Anbetung der Hirten vor, B. No. 1. Am Bogendes antiken Gebäudes steht das Zeichen ohne F, welches in denübrigen Blättern dieses Meisters verbunden ist. Das Weitere s. No. 92S,wo auch die Anbetung der Hirten beschrieben ist.