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früheren Zeit viele Zeichnungen, signirte aber vornehmlich nur solchefür den Holzschnitt in obiger Weise, indem er die Buchstaben Hh ingehöriger Lage einzeichnete. Auf früheren Gemälden kommt ein ausSM bestehendes Monogramm vor. lieber seine Kadirungen haben wirim Künstler-Lexicon gehandelt.
1061. unbekannter Formschneider, welcher zu Anfang des 16. Jahr-
Hy _ k hunderts thätig war, aber durch die gegebenenBuch-
Pll />\ sta ' )Cn sc ' non Namen wohl nicht angedeutet hat. Manv 1 I \ findet sie auf einem schönen und seltenen Holz-
schnitte, welcher die Madonna mit dem Kinde auf dem Arme in Knie-stück darstellt. Es liegt ein altes Bild zu Grunde, welches in derAuffassung an die byzantinische Weise erinnert, aber ohne jene Starr-heit in den Zügen festzuhalten, wie sie in Werken dieser Art vor-kommt. Die Köpfe sind im Gegentheile schön und belebt. In denverzierten Quadraten des Kleides an der rechten Achsel der Madonnasind obige Buchstaben, welche aber vielleicht kein Künstlerzeichen sind.Oben und unten im Rande ist gedruckter Text mit Jahrzahl und Druck-ort: Portzheim 1500, fol.
1062. Hans Hauer, Formschneider und Kupferstecher, bedientet. j~ rp s ' cu gewöhnlich eines aus den Cursiven J11 bestehen-
JnbCid-. JOCC. den Monogramms, und daher gehen wir hier nur aufdie Blätter mit diesem Zeichen ein. Man findet sie in folgendemWerke : Circinus Geomelricus, z. Teulsch, Messzirkel von L. Utten-hofen. Nürnberg, F. Ilalbmayr 1620, 4. Hauer schnitt die schönearchitektonische Titelbordüre. Links hält eine Frau den Erdglobuszum Messen , und rechts beschäftigt sich eine andere Frau mit demHimmelsglobus. Unten im Ovale ist das Lamm Gottes vorgestellt, undbiblische Sprüche füllen den weiteren Raum. Dieses Titelblatt trägtdie obige Abbreviatur, und dann kommen auch noch die BuchstabenL G darauf vor. Ausserdem sind auch Kupferstiche von Hauer in demgenannten Werke.
1063. Unbekannter Maler, welcher um 1!>36 in Deutschland. y r*s •p /^ t t /*•> thätig war, und der Holbein'scheu
/ J) c ^ ' J~J~~D Richtung angehört. Im k. Cabiuctzu München sind Zeichnungen mit Scencn aus der Leidensgeschichtedes Herrn, mit der Feder umrissen und in Bister übergangen auf gelb-lichem Naturpapier. Diese Zeichnungen verrathen einen tüchtigenMeister, und erinnern in einiger Hinsicht an Hans Brosamer, aufwelchen sich aber das Monogramm eben so wenig bezieht, als aufHans Holbein. Auch von dem folgenden Meister kann keine Rede seyn.Die Passion in Jakob Feucht's Postillc ist von dem MonogrammistenHE No. 8ä3, und nicht von Hans Ilersbach.
1064. Hans Hersbach oder Hertzbach, Zeichner und Maler in\^5, Cöln, war um lüOO-iiiSO thätig. Nach Merlo, Altkölnische[fX> Meister S. 176, war er Eidam des Anton Woensain von Worms,
_rv und kommt in Urkunden von 1M61--1Ü76 vor. Der Künstler/VW^ war aber noch H>80, und vielleicht noch später thätig. Ergehört der Richtung des Jost Amman an, wie aus den Holzschnittenin folgendem Werke erhellet: Postilla Calholica Euanyeliorum deSanctis totius Anni. Das ist: Calholische Ausslcyunij aller Fest
vnd Feyertäyiichen Euangelien durch das yantze Jar -------. Durch
Jacobum Fe'uchthium — ßamberyischen Weyhebischouen ------. Ge-
druckt zu Cöln durch Gerwinuin Calenium vnd die Erben Johan{/uenlels, Im Jar M.D.L.XXX., fol. Dieses Werk enthalt eine be-