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europäischen Ruf gesichert hahen. In der bildlichen Behandlung desMärchens steht Schwind unübertroffen da, wovon jenes von den siebenHaben und der treuen Schwester in einer Keihe von Zeichnungen, die einenFries bilden, den schlagenden Beweis liefert. Diese Zeichnungen sind durchdie Photographie vervielfältigt, und daher im weiteren Kreise bekannt.Von geistreicher und acht romantischer Natur bewegt sich v. Schwindauch auf dem Gebiete der Legende mit Meisterschaft. Wir erwähnenals Beleg die Wandgemälde aus dem Leben der hl. Elisabeth auf derWartburg. J. Thätcr und Th. Langer haben diese Bilder auf zwölfBlättern gestochen. Leipzig ISii.'J und 1886. roy. 4. Auf einem grossenHolzschnitt mit farbiger Randeinfassung sind die sieben Werke derBarmherzigkeit der hl. Elisabeth vorgestellt. Auch in Carlsruhe sindFrcscomalcrcien dieses Künstlers. Im Saale der ersten Kammer malteer allegorische Frauengcstalten, welche von A. Krüger und Th. Langerauf acht Blättern gestochen wurden. Dresden 1849, fol. Das grosseFrescobild im Akademiegebäude zu Carlsruhe stellt die Einweihungdes Münsters zu Freiburg im Breisgau durch Herzog Conrad I. imJahre 1101 vor. Dieses Werk ist auch durch einen grossen Kupfer-stich von J. Ernst bekannt. Ein grosses Gemälde in Oel schildertden Zug des altersschwachen Kaisers Rudolph von Habsburg nachGermersheim, auf seiner Höhe steht aber der Künstler immer nur inromantischen Darstellungen, wie in den oben genannten Bildern, dannin dem Sängerkampf auf der Wartburg im Städel'schen Institute zuFrankfurt a. M., in Ritter Curts Brautfahrt nach Goethe, in der gross-herzoglichen Kunsthalle zu Carlsruhc, im Ritte des Kuno von Falken-stein u. s. w. Zur weiteren Ergänzung des Artikels im Künstler-Lexicon fügen wir ausser den bereits erwähnten Nachbildungen nochfolgende Blätter bei:
Ritter Curt's Brautfahrt: Widersacher, Weiber, Schulden, ach,kein Ritler wird sie los. Gestochen von J. Thäter für den sächsi-schen Kunstverein 1846, roy. fol.
Der Falkensteiner Ritt, mit Randbildern. Gest. von A. Göbel fürden Frankfurter Kunstveroin 18!iO, gr. fol.
Gnomen vor der Zehe der Bavaria, nach oiner Crayonzeichnungvon C. F. Mayr für das Album dos Königs Ludwig von Bayern ge-stochen. I. 1881, 18K2, gr. fol.
Die Symphonie von Beethoven. Gestochen von J. Ernst für denMünchner Kunstverein 18,'Jö, roy. fol.
Der Sängerkrieg auf der Wartburg. Gest. von Friedrich, qu. fol.
David und Abigail in der Wüste. Photographie nach einer Feder-zeichnung für: Originalzeichnungen berühmter Künstler, qu. fol.
Dazu kommen auch noch mehrere Holzschnitte, thcils im grossenFormate. Solche sind in: Zwölf Bilder aus dem Leben bayerischerFürsten. München (18S3), qu. fol. Dieses Werk erschien auf Ver-anlassung des Königs Maximilian 11. Auch für die deutsche Geschichtein Bildern, mit Text von Dr. F. Bülau 18UK ff., lieferte Schwind Zeich-nungen zum Holzschnitte, qu. fol.
Auf einigen der schönen Bilderbögen aus dem Verlage von Braunund Schneider in München kommt das fingirto Zeichen Hh verkehrtv or, theils mit den Jahrzahlcn JUSO und IflOt. Die Vorstellungengehören dem Gebiete des Genre an, und es sind deren mehrere aufeinen Foliobogen gedruckt. Auf jenem No. 90 steht: Erinnerungan das Leben im Gebirg, auf No. 91 liest man: Auf dem Dorfe,«• s. w. Ein anderes Blatt ist „l'fütachen u betitelt, und stellt einenZug von Damen vor, qu. 4. Das Gegenstück zeigt eine geputzte Damezwischen zwei anderen Frauenzimmern. M. v. Schwind fertigte in seiner