H.
Godig.
15. II.
Göd. f. 96.
15. II.
Goed. f. 96.
H.
Gmli. li. F. 95
366 HGO-HH. Nr. 1007—1010.
1007. Heinrich Gödig von Braunschweig, churfiirstlich sächsischer
Hofmaler, ist oben unter dem Mono-gramm HG No. 953 eingeführt, undwir haben auch die radirten Blätterverzeichnet, auf welchen die Abbre-viatur des Namens vorkommt, näm-
I lieh No. 1 , 2 und 5 des erwähntenIhm. Gode Braun. I. 95. I Artjkolg ^ ug der ]etzten IngchHft
ging bei Heinccke ein Goldschmied Heinrich Gödo Braun hervor, welchernicht existirte. Er ist daher im Künstler-Lexicou zu streichen.
1008. Unbekannter Maler, welcher gegen Ende des 16. Jahr-
I" -\ hunderts thätig war. Christ, Monogr.-Erkl. S. 2a I, fand dasC -^ gegebene Zeichen auf schönen Tuschzeichnungen, und erC JT|- glaubte, dass der Meister um 1600 in Deutschland gelebt habe.T I Wir haben keine Zeichnung mit diesem Monogramme gesehen,I glauben aber, dass es sich um den G H P zeichnenden Kupfer-stecher und Portraitmalcr II. No. 3089 handle, welcher in Braunschweiggelebt zu haben scheint.
1009. Hendrik Gerrit ten Cate, Landschafts- und Architektur-TJ r 1 i r ma l cr ! S eü ' zu Amsterdam den 22. Februar 1803, wird zunCrtU uen berühmtesten Künstlern seines Faches gezählt. Er malteAnsichten von Städten bei Mondbeleuchtung, und liebte auch Scenen,in -welchen er die doppelte Beleuchtung der mondhellen Nacht undder Kerzen anbringen konnte. Wir finden ihn daher in holländischenWerken über Kunst und Künstler „vermaard maan- en kaarstlicht-schilder" genannt. Ten Cate malte aber auch Landschaften, Marinen,ländliche Ansichten mit Figuren und Baulichkeiten, Frucht- und Blumcn-stückc, Portraite &c. Auf solchen Bildern kommen die gegebenen Buch-staben vor, sowie auf Zeichnungen in Aquarell und Tusch. Der Künstlerstarb zu Amsterdam den 6. März 1856. Immerzcel gibt sein Bildnissin Holzschnitt.
1010. Hans Holbein, der jüngere, der Sohn des unter // No. 505
H T eingeführten gleichnamigen Künstlers, mit dessen Lebens-
I I geschichte thcils jene des. Sohnes zusammenfällt, fand-L/ I I I a n Ulrich Ilcgner (1827) einen Biographen, welcher aberso viele Lücken übrig liess, dass schon längst eine neue Bearbeitungnothwendig geworden ist. In früheren Werken nennt man Augsburg,Basel und Grünstadt als Geburtsort dos Künstlers, und 1495 oder 1498sollte er das Licht der Welt erblickt haben. Den gerechtesten Anspruchhat Augsburg , indem Hans Ilolbein der Vater 1495 in den Steuer-büchern als Bürger der Stadt vorkommt, damals noch unverheirathet,indem mit ihm auch die Mutter genannt wird. Das Geburtsjahr desSohnes ersehen wir aus der Inschrift auf dessen Bildniss in der Samm-lung des 1862 verstorbenen Domdekan's v. Jaumann zu Rothenburg:HH—A". 1523 — AKT. 23. Ilolbein jun. wurde demnach 1500, odervielleicht am Schlüsse 1499, nicht 1498, und ohne Zweifel in Augsburggeboren. Er kam aber schon als Knabe nach Basel, zugleich mit demVater, welcher, wenn nicht schon 1512, doch sicher von 1513 an da-selbst thätig war. Dekan Jaumann hesass auch die Bildnisse des be-kannten Theologen Oecolampadius und seiner Gemahlin, in demselbenFormate gemalt, wie jenes des Hans Ilolbein , nämlich auf Kupfer,5 Zoll im Durchmesser. Oecolampadius wurde 1515 Prodiger in Basel,und im folgenden Jahre ehelichte er die Wibrandis Rosenblatt. Diegenannten Bildnisse, wahrscheinlich alle drei aus dem Jahre 1523,