Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
365
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HGI-HGM. Nr. 1004- 1006. 36S

Werke sind radirte Blätter von seiner Hand: Schweitzer i seh HeldenBuch, darinen die Denkwürdigst/ Thalen, un Sachen, gemeinerLöblicher Eydgenossenschaß't, alss Regiments Enderungen — —.Beschrieben durch Jo. Jac. Grasserum. Basel, bei H. Heinr. GlaserlQ'lü, 4. Die grösseren Vorstellungen sind der Geschichte der Schweizentnommen, und mit dem Namen bezeichnet, in welchem die Buch-staben HIIG ein Monogramm bilden. Auf den kleineren Blättern mitHeiligenbildern und Portraiten steht das Monogramm. Die Blätterdieses Werkes haben eher einen historischen als artistischen Werth.Die Zeichnung ist steif und mauicrirt, doch sind die Bildergut radirt.

1004. Heinrich Goltzius hintorliess ein schönes Blatt mit dert/t ; unter einem Baume sitzenden Venus, welcher Amor Achrcuftu'J' reicht, während sie selbst Trauben in der Hand hält. BartschIII. p. 78 sagt, dass auf dem von Goltzius eigenhändig gestocheneuBlatte das gegebene Zeichen stehe, er irrt aber, da es nur auf derCopie vorkommt. Im Originale fehlt der Buchstabe /, welchen derCopist beifügte. Letzterer hatte einen zweiten Abdruck des Originalsvor sich. Im ersten stehen die beiden C im Worte BACCHÜ nebeneinander, im zweiten sind sie in einander gestellt. Die Copie ist sehrschön und täuschend, man erkennt sie aber leicht aus dem gegebenenZeichen, indem Goltzius das 1- nicht beigefügt hatte.

1005. Georg Leopold Hertel, Zeichner und Kupferstecher, war inkrl ki'l ^ er zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Augsburg thätig,^fhy 1 ' ' und machte sich namentlich durch seine zahlreichen FolgenxjyL, mit Ornamenten und Musterblättern für die Kunstindustricbekannt. Er stand mit Johann Georg Hertel iu Verbindung, und dieserist als der Besitzer der Kunsthandlung zu betrachten. Letzterer be-diente sich ebenfalls eines Zeichens, welches dem dritten Monogrammgleicht, nur dass der Buchstabe L nicht angedeutet ist. Ausserdemzeichnete er J G H.

Das erste der gegebenen Zeichen findet man auf hübschen radirtenLandschaften nach F. Boucher. Das eine dieser Blätter stellt rechtsGebäude vor, und unten am Ufer des Flusses fischt ein Mann mit derAngel. In der Mitte führt eine steinerne Brücke mit zwei Bogen nachdem links stehenden Gebüsche. Das Monogramm ist unten in der Nähedes Fischers. H. 6 Z. 3 L. Br. 8 Z. 11 L. Das Gegenstück zu dieserLandschaft stellt ebenfalls Gebäude vor, und zeigt links von dem rück-wärts stehenden Anbau zwei Männer , welche mit Fässern beschäftigtsind. Unter einem Bogen, auf welchem ein Thoil des Hauptgebäudesruht, stürzt Wasser ah. Das Monogramm bemerkt man rechts untenan einem Balken ganz im Schatten. Auch das zweite Zeichen kommtauf Landschaften nach F. Boucher, und auf Blättern mit Jagdthicrcnnach Oudry vor. Das dritte Zeichen findet man ebenfalls auf Land-schaften und Thiorstücken nach Zeichnungen der genannten Meister,und dann auf Copien nach Rembrandt, J. G. van Vliet und anderenholländischen Meistern.

1006. Hans Georg Meinhart, Müuzmeistcr, war von 1620—1621tt ri -v«- zu Winsen an der Luhe, und 1622 in Moisburg thätig.11. U. M. -g r zeichnete H. G. M., und bediente sich auch eines aus// M bestehenden Monogramms.