Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
301
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HE. Nr. 8K4-8S7. 301

9) Das Buchhändler-Zeichen des Johann Kinckius zum Einhorn(ad Intersignc Monocerotis). Zu den Füssen der allegorischen Figurmit Schwert und Waage lagert ein Finhorn in der Landschaft. Aufder darüher stehenden Spruchrolle steht: In Sanctilate et JnstitiaCoram ipso. Mit dem Zeichen.

Diese Vignette scheint aus der letzten Zeit des Künstlers zu stam-men, und muss lange gehraucht worden seyn. Wir finden sie noch inContzcn's Melhodus üoclrinae Civilis, Seit Abissini Reijis Hittori*10211, 8.

lü) Das Wappen des Churfürsten Daniel von Mainz in reicher Ver-zierung. Oben ist eine fiinfzeilige Uebcrschrift: Daniel Dei GraliaEleclor — —.

Dieses Wappen findet man auf der Kehrseite des Titels: Poslillaesive Conciones ü. Joannis Feri. Coloniae, apud Haeredes ArnoldiBirkmani. Anno 750». Es ist ohne Zeichen, Merlo schreibt aberden Holzschnitt unserm Künstler zu.

11) Ein Thurm, auf welchem zwei allegorische Figuren: ivstitiaund v\\, sich die Hände reichen. Neben dem Wappen in der Mittedes Thurmes stoben die allegorischen Figuren MMBBICORDM u. vkritas.Unter dein Worte Pax ist das Zeichen. H. 7% Z. Dr. ü'/s Z.

854. Unbekannter Formschneider, welcher vielleicht mit demjip vorhergehenden Meister Eine Person ist. In diesem Falle könnte■"■ - u ^ man noch eher an Johann von Essen denken, welchen wir alsden Träger des vorhergehenden Zeichens vermuthen. Man konnte dasgegebene Zeichen ohne Bedenken Iv E lesen, wenn es aber dem obi-gen Meister angehört, so wich er in der Folge von der ersten Formdes Zeichens gänzlich ab. Wir kennen nur ein einziges Blatt mit die-sem Zeichen. Es stellt eine allegorische Figur vor, nach der Aufschriftdie 8YPBBBIA, II. 2 Z. Br. 1 Z. 1 L.

Diese Vignette gehört wahrscheinlich in ein Druckwerk, wennnicht eine Folge mit allegorischen Figuren der Laster vorhanden ist.

855. Emil Heilmair, Landschaftsmaler, geb. zu Kloster Rott 1802,T 1 —. ^ betrieb die Kunst in der Eigenschaft eines kgl. llof-

___L , Schauspielers in München, malte aber auch mehrere

J_j _L j, Bilder in Oel, welche zu seiner Zeit mit Beifall auf-genommen wurden. Auf einigen fügte er ein Mono-gramm bei. Heilmair starb 1830.

856. Unbekannter Formschneider, welcher in der zweiten Hälftedes 10. Jahrhunderts thätig war. Das gegebene, aus HE oderHF bestehende Zeichen findet man auf einein Blatte mit der

Schrift: Eigentliche Contrafactur der newerbauten Kirchen in derHeinrichstadt vor der Festung Wul/fenbüttel, etc. Unten ist ein deut-sches und ein lateinisches Gedicht, das eine von dem MarkgrafenFriedrich Hildebrandt, zu Ehren der Kirche und des Bischofs HeinrichJulius von Halbcrstadt. Paul Francis Inventor II. Der Buchstabe //bezieht sich wahrscheinlich auf die Stadt Ilalberstadt. Der erwähnteBischof kam l!J8!) zur braunschweigischen Regierung, und somit mussdas Blatt zwischen lüöö und 1Ü89 entstanden seyn.

857. Unbekannter Glasmaler, welcher zu Anfang des 17. Jahr-LL-C 1 hunderts in der Schweiz gelebt zu haben scheint. Das gege--*M—/ bene Monogramm fand Herr J. A. Börner auf einer Zeich-nung zu einem Glasgemälde. Sic stellt ein bischöfliches Wappen zwi-schen Maria mit dem Kinde und einem Heiligen vor. Diese Zeichnungverräth viel Fertigkeit, aber wenig Geist, gr. fol.

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