Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
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HDF —HDM. Nr. 84!> — 849. 297

der holländischen Schule angehöre. Das Gemälde brachte im vorigenJahrhundert eine holländische Familie nach Gassei, und aus der Ver-lassenschaft einer unverheirathoten Tochter derselben erwarb es 1808der Vater des erwähnten Direktors. Nach der Aussage des letzterenzeigt sich in der Behandlung, welche zugleich delicat und sicher ist,die grosse Virtuosität des Meisters. Durch solche glänzende Eigen-schaften könnte man versucht werden, an J. D. de Heem zu denken,welcher Blumen und Früchte, goldene und silberne Gelasse u. s. w.mit grösster Meisterschaft malte. Er bediente sich auch auf anderenGemälden eines Monogramms, welches aus J und den verschlungenenBuchstaben D II besteht. Auch obiges Zeichen ist aus den BuchstabenJÜHF zusammengesetzt, und es fragt sich nur noch, ob das reicheGemälde für J. D. de Heem vollkommen stimmt.

845. Hieronymus David, Zeichner und Kupferstecher, welcherH 13 F um *W —1870 in Italien arbeitete, bediente sich ver-

• schiedener Monogramme, und zeichnete Bildnisse auchH. D. F. Auf anderen Blättern steht /, I). F., d. i. Jiröme David Fecit.

846. unbekannter Kunstliebhaber, welcher um 1785 in Holland7>'- ) -f thätig war. Er radirtc einige Blätter, welche das Gepräge

J~L-o-Cr. (j cs Dilettanten tragen, aber nicht ohne Verdienst sind.Mit diesen Buchstaben und der Jahrzahl 1100 ist eine Landschaft mitTrockenplatz bezeichnet, qu. 12. Eine andere Landschaft ist mit Fi-guren und Thieren belebt, qu. 12. Dann findet man auch eine kleineWinterhmdschaft in Umrissen zum Aufhöhen, qu. 12.

847. Heinrich de Keyser, Bildhauer und Architekt von Utrecht,

H D K ' c . rt 'K to vi( ''° Zeichnungen zu Grabmälern, Altären u. s. w.' Sie wurden von P. de Keyser in Kupfer gestochen. Einanderer Theil seiner Zeichnungen stellt feierliche Aufzüge, Leichen-begängnisse u. dergl. vor. Auch solche Festlichkeiten wurden vonP. de Keyser gestochen. H. de Keyser starb 1821 zu Amsterdam imü(i. Jahre.

848. Carl Wilhelm Freiherr von Heideck, gen. Heidegger, ist imr^fC C 4tC)1> zwciten ß' all ue No. 789 eingeführt, und wir fügen

"rfrJ'inVj J enom Arti kel nur noch bei, dass der Künstler 1861^s~6 D li gestorben ist. C. W. v. Heideck radirtc mehrere

(j Blätter, auf welchen die Buchstaben Cvhdk vor-

kommen. Auch das erste der obigen Zeichen findet man auf einerRadirung. Dieses Blatt stellt einen Postillon vor, welcher am Zaumeseines Pferdes etwas ordnet. Dabei ist auch ein kleiner Hund, undim landschaftlichen Grunde bemerkt man den Thurm einer Dorfkirchc.Links unten ist das Zeichen. H. 4 Z. Br. !> Z. 10 L. Er zeichneteaber in ähnlicher Weise auch kleinere Gemälde. Die zweiten Initialenstehen auf Gemälden in Ocl, sowie auf Aquarellen und anderen Zeich-nungen. Sie stellen meistens militärische Scenen, und Landschaftenmit ländlichen Figuren vor.

849. H. de Mayer, ein unbekannter Meister der holländischenIJ V\ M Schule, hinterliess ein Schabblatt mit seinem Namen, welchesri'D'J^i.' zu den interessantesten Incunabeln der Schwarzkunst gehört.Es ist diess das Bildniss des l(>;i~ verstorbenen David Jakobsz de Wild,welches R. Weigel im Kunstkatalog No. K90S ausführlich beschreibt.Wild war Secrctaris op de Tresory Ordinaris in Amsterdam, und da-selbst scheint auch II. de Mayer gelebt zu haben. Graf L6on de La-borde kennt diesen Meister nui nach dem Namen, in seiner Histoire