Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
296
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296 HDC-IIDF. Nr. 841-844.

Mehrere sind mit der Jahrzahl 1592 versehen, wir fanden aher nurein einziges Blatt, das erste einer Folge ohne Nummern , mit demNamen: * HANS * DE * BVLL * FECIT * Daraus erklären sichdie ohigen Buchstaben. Brulliot II. No. 1176 entnahm die Notiz vonden Blättern des Meisters HD BF. aus dem Cataloge des MarchcseMalaspina di Sannazaro I. S. 111, wo vier Blätter mit Goldschmieds-mustern angezeigt sind. Der Name des Verfertigers war dem Verfasserdes Catalogs unbekannt.

Die Blätter des II. de Bull sind silhouettenarfig behandelt, indemdie Schmucksachen schwarz aus dem weissen Grunde hervortreten,während die in ihrem Inneren befindlichen Verzierungen weiss er-scheinen.

1) Eine Folge von 12 Blättern mit Mustern zu kleinen Schmuck-sachen in obiger Weise behandelt. Auf dem ersten Blatte steht derName, auf den anderen kommen die Initialen vor, meist mit der Jahr-zahl * 1 * 5 * 9 * 2 * II. 1 Z. 8—10 L. Br. 1 Z. 9 L. bis 2 Z.

2) Eine Folge von 12 ähnlichen Goldschmiedsmustern und Ara-besken, weiss auf schwarzem Grunde, in ovaler Form, und mit denInitialen HD BF ohne Trennungspunkte. H. 1 Z. 11 L. bis2Z. IL.Br. 1 Z. 6—7 L. Diese Blätter könnten zwei Folgen bilden.

3) Eine Folge von 6 Blättern mit silhouettenartigen Mustern undVögeln, und ebenso bezeichnet. H. 1 Z. 8 L. Br. 2 Z. 3 L.

4) Eine Folge von (i Blättern mit Goldsclimiedsmnstern und Zier-werken in überhöhter Form, * H * D * B * II. 1 Z. 10 L. Br. 1 Z 8 L.

Eine genaue Beschreibung aller dieser schön gearbeiteten Blätterim Renaissance-Styl ist uns nicht möglich. Es kommen nur einzelneAbdrücke vor, sehr selten in ganzer Folge.

841. Unbekannter Zeichner oder Maler, welcher in der zweitenTTyrV Hälfte des 17. Jahrhunderts gelebt hat. In der Sammlung

j IXj der k. Universität zu Erlangen ist eine Reihe von Zeich-nungen, welche mit der Feder, in Tusch und Bister ausgeführt, undtheils mit dem Monogramme versehen sind. Aus diesen Blättern gehthervor, dass der Verfertiger mit den Werken des Joachim von Sandrartbekannt war, doch bemerkt man einen Anklang an die italienischoSchule des 17. Jahrhunderts. Die Zoichnungs-Sammlung der genanntenUniversität hat in letzter Zeit Hr. Dr. Rössler, Professor und Biblio-thekar, auf das schönste geordnet, und ihm verdanken wir diese Notiz.

842. Hans David Emmert, Münzmeister in Culmbaeh von 1614rr tn ti bis 1624, zeichnete Stempel H. D. E. Diese Münzen HessXI. L>. Hj. ,j et , Margraf von Bayreuth prägen.

843. Hieronymus David, Zeichner und Kupferstecher von Paris,j]V Tf37 war um 1640 — 1670 in Italien thätig, und hinterliess eineI DJ» '^ grosse Anzahl von Blättern. Die gegebenen Zeichen findetr ]~) r man auf solchen einer Folge mit Vorstellungen aus derGeschichte Alexanders des Grossen, nach Zeichnungen von Louis David.

Jobann David de Heem, der berühmte Blumen- und Früchte-maler, welcher 1674 starb, könnte der Trägerdieses Zeichens seyn. Man findet es auf einem7' 1" hohen und 6' II" breiten Gemälde, welches

P ) Blumen und Früchte, goldene Gcfässe und anderesBeiwerk enthält. Der Besitzer des Bildes, dergeheime Hofrath und Akademie-Direktor Ruhl inCassel, erkennt aus inneren und äusseren Gründen, dass der Meister