HC. Nr. 747-748. 265
J. C. Thäter und Langer gestochen. Die übrigen Stiche sind vonWalde, Mayr, Ludy, Rordorf, Gonzenbach, Ufer, Dertinger, Storz,Nüsser und Volz. Den erklärenden Text lieferte Dr. A. Foss. Gotha1852, 4.
Hermann lebte mehrere Jahre in München, begab sich aber 1840mit P. v. Cornelius nach Berlin, wo er fortan dem Meister zur Seilestand. Ausser der Geschieht« des deutschen Volkes sind auch frühereWerke des Künstlers in Abbildung bekannt. Das schöne Frescobildin den Arkaden des k. Hofgartens zu München, Ludwig der Bayer,wie er den gefangeneu Friedrich den Schönen von Oesterreich empfängt,ist in folgendem Werke lithographirt: Freacogemälde ans der Geschichteder Bayern, in den Arkaden des Hofgarten* SM München. München,J. G. Cotla, dann München, Hermann, fol. Die Himmelfahrt Christiam Plafond der neuen protestantischen Kirche zu München ist vonJ. G. Schreiner und Fngclmann lithographirt, imp. fol. Die beidenFrescogemälde in der akademischen Aula, zu Bonn, die Theologie undPhilosophie, sind von J. Keller gestochen, gr. qu. fol. Die Cartonslieferte Hermann, 1 an der Ausführung hatten aber auch E. Förtter undGötzenbcrger Theil. In der Geschichte der neueren deutschen Kunstvon dem Grafen A. Raczynski sind Conturen, von C. F. Sehreck ge-stochen, gr. qu. fol. Ob auch Gemälde mit dem Monogramm« vor-kommen, können wir nicht bestimmen. Auf den Malereien in Münchenfehlt es.
747. Alexander Carl Heideloff. Maler und Architekt von Stuttgart,_ T •vT Professor an der k. polytechnischen Schule zu Nürn-\j% ]_(-''_[ berg, ist unter dem Monogramm HA C No. 00!) be-rfj , L " relts eingeführt, und wir beziehen uns zunächst auf
Jod (ltC< jenen Artikel. Der gegebenen Zeichen bediente sich
Heideloff in seiner früheren Zeit, wechselte aber dann mit der Form,da sich auch andere Künstler eines ähnlichen Monogramms bedienten.Man findet dieses Zeichen auf radirten Blattern in einem Gedichtevon J. A. Koch: Hermanns des frommen Schäfers Erscheinungentu Frankenthai',, oder Gründun// der Wallfahrte—Kirche VierzehnHeiligen —. Nürnberg Ifi20, 4. Heideloff lieforte zur Illustrationdieser Legende vier Zeichnungen, welche von Uartmann und Adamin Kupfer radirt wurden. Er fertigte aber auch eine grosse An-zahl von Zeichnungen für andere belletristische Werke zum Stiche.Auch sehr viele grosse Zeichnungen nach architektonischen Denkmalendes Mittelalters, zu Decorationeu, Grabmouumonten u. s. w., findensich von ihm. Auf solchen Zeichnungen fügte der Künstler ebenfallsein Monogramm bei. Was er als Architekt geleistet, namentlich durchseine Restauration alter Raudenkmale , ist bekannt. Sein Werk übelOrnamentik des Mittelalters hat klassisches Ansehen. König Maxi-milian II. von Bayern verlieh ihm den Orden vom hl. Michael.
748. Carl Holdermann, hcrzogl. Hof-Decorationsmaler in Weimar,T/TT rwp ist seit mehr als HO Jahren rühmlich bekannt. Hier
JI> 7 1,M; rvL' handelt es sich aber nicht um seine geistreichen
1 S l ]0,JCji 820 Arbeiten im Fache der Ornamentik, sondern umI^T f T^JqaOV. seine Radirungen. Einige Blätter haben wir schoni.Wj^itn^ioi ^ggg) jm Künstler-Lexioon VI. S. 255 verzeichnet,darunter Copien nach P. Potter, N. Bereitem, Dietrich, und einigeLandschaften mit Figuren und Thieren nach eigener Zeichnung. Aufeinigen Blättern kommt das Monogramm des Künstlers vor, was wirin dem erwähnten Werke nicht bemerkt haben.