Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
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203
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II A W - H B. Nr. 650 — 653. 203

1) Das Bildniss des Königs Heinrich IV. von Frankreich, halbeFigur in 3 U Ansicht nach links. Neben dem Kopfe steht: henri IUI.Rex franciae et Rex Natarrae, und im Rande: pinge pietatem, bellitlnmenaue Rechts ist das erste Zeichen und die Adresse: paulusBrachfeldt exe, H. 8 Z. 11 L. Br. 0 Z. C L.

2) Das Bildniss des Hans Andreas Weihammer. Aetatis sitae 41Ao. Ii27 (sie)- Dieser Weihammer war ein Nürnberger, dessen Bild-niss eben kein Meisterstück ist. Es ist anradirt und im Fleische grobpunktirt. H. 3 Z. Br. 2 Z. 7 L.

650. pjnx. H. A. W. Ao. 1304 J^ SS't

Bischofsgrün im Fichtelgebirge. Bischofsgrün gehörte zu Anfang des14. Jahrhunderts dem Kloster Waldsassen, und das Gemälde soll einGeschenk des Abtes Heinrich seyn. Die Initialen sind demnach Hen-ricus Abbas Waldsassiensis zu lesen. Wir wissen indessen nicht,ob sich dieses Werk noch an Ort und Stelle befinde. Im Anzeigerfür Kunde des deutschen Mittelalters von Frhrn. v. Aufsess 1833 S. 133ist es erwähnt.

651. Unbekannter Formschneider, welcher um 1550 thätig war.U A W ^ ir kennen ihn nur nach einem Auktions-Cntnlogc vonri. A. W. |g 52- In diesem werden zwei Blätter beschrieben, eswäre aber möglich, dass die Initialen zum Monogramme verbundenseien. Der Verfertiger des Cataloges fügt die Buchstaben //. A. W. bei,sagt aber dann, dass auf dem Blatte mit den Churfürsten das Mono-gramm stehe. „

1) Die sieben Churfürsten. Voraus bewegt sich ein Zug vornehmerWürdenträger vor dem an einem Hause angebrachten erhöhten Throne,auf welchem der Kaiser sitzt. Ohne Zeichen, qu. 4.

2) Der Kaiser, umgeben von geistlichen und weltlichen Grossen,in einem von Schranken abgetheilten Saale. Ausserhalb stehen Rechts-gelehrte. Mit dem Zeichen, qu. 4.

652- J. Haysmans, ein englischer Bildnissmaler, wird von Brulliot„ . III. No. 508 eingeführt. Er fand die Abbreviatur auf

flays. pinx. ^ em Bildnisse des Musikers Richard Low, welchesBeckett in Schabmanier behandelt hat. II. 10 Z. 9 L. Br. 8 Z. 4 L.Den Namen des Künstlers findet man auf einem Blatte mit der Unter-schrift: The Queen Dowager, fol. Dieses Blatt hat die Adresse desJ. Smith.

Dieser Haysmans ist Eine Person mit Jakob Huysmans von Ant-werpen, welcher in England zur Zeit des Peter Lely lebte, und1696 starb.

653 Hans Bemler oder Bämler von Augsburg ist einer der-jenigen Meister, welchem die Kunstgeschichte noch'nicht die schuldige Rechnung tragen konnte. NeuereSchriftsteller nennen ihn nur als Lehrer des lliomas—,, u„u diess mit voller Richtigkeit, da in dem von Ih^Biirgk-niair 1460 angelegten Verzeichnisse der Augsburger Maler beigctngt istdass Bemler sein Meister gewesen. Letzterer war Maler, Niemandkann aber ein Gemälde von seiner Hand nachweisen, obgleich er bis1504 lebte. Es fragt sich aber auch, ob Bemler in Oel gemalt habe;e gehörte seit 1465 der Zunft der Schreiber und Illuminatoren, oderden Briefmalern im höheren Sinne an. Lord Spencer erhielt durchden bekannten Bibliographen D bd.n ein sehr schön verziertes Exem-plar der Schrift des hl. Augustm: De ctvttate Dei von 1468, wie aus

Burgkmair, undmair