G S V - G T. Nr. 386 - 390. 121
liehen Radirungen findet man aber das Monogramm und die Initialendes Namens, thcils mit der Jahrzahl und der Abbreviatur Mchn, d. i.München. Das obige Monogramm steht auf einem seltenen Blatte,welches einen im Profil nach links gerichteten gezäumten Pferdekopfvorstellt. II. 3 Z. 8 L. Br 3 Z. S L. Einige Blätter kommen nur inein paar Probedrucken vor, indem er die Platten zu weitcrem Gebraucheabschleifen licss, oder zurücklegte, wenn er keinen Käufer fand. Derarme Sillig hatte zuletzt in München mit Noth zu kämpfen, da er Inder Oelmalerci ohne Hebung blieb , und die Zeichnungen nicht mehran Mann brachte. Seine Arbeiten verdienen aber volle Beachtung. Inihm ging ein schönes Talent unter.
386. Unbekannter Maler, welcher in Rom gelebt zuhaben scheint.r n Man findet diese Initialen auf einem gut radirten allc-<a. 6-V. J>. gorischen Titolblatto mit der Aufschrift: Solarium \Sfo-Ivnm Tabufae Romanae. Es gehört wahrscheinlich in: FrancisciLeverae Romani Prodrom«* universae astronomiae restitutae —.Roma 1G63, fol.
387. Guillaume Swaneburg, Zeichner und Kupferstecher, ist unterG Swan Fecil ) tlem Monogramme GS No. 3iil eingeführt, undp',j " „ 1 \ wir verweisen daher zunächst auf jenen Artikel.uswaneb. bculp. J Die Abbreviatur des Namens findet man auf Kupfer-stichen, die Buchstaben G S zuweilen verschlungen.
388. Der unbekannte Kupferstecher mit diesem Zeichen ist nach?g7 Ordnung unserer Vorgänger schon im zweiten Bande
No. 714 eingeführt, da der gewundene Buchstabe fürein verkehrtes C genommen wurde. Es ist dicss aberdie alte Form des G. Wir haben dem früheren Artikelnichts hinzuzufügen, und verweisen daher auf denselben.
389. Unbekannter Kupferstecher oder Zeichner, welcher um 1!>70I | in Italien thlltig war. Wir haben seiner im zweiten Bandes\v No. 712 bereits erwähnt, da unsere Vorgänger CG vermutheten,( k obgleich der Kupferstich mit diesem Zeichen aus einer Zeit stammtVL/ in welcher die alte gewundene Form des G nicht mehr ge-bräuchlich war. Das fragliche Blatt stellt den Zug des Heilandes nachGolgatha vor, und ist II. No. 712 ausführlich beschrieben. Es hat dieJahrzahl iS79.
* n neuester Zeit wollte man unter dem Monogramme den Tcodorobrhisi oder Ghigi, den Schüler des Giulio Romano, vermuthen. DieserMeister hat wenigstens H>7!) noch gelebt. Damals malte er für denDom in Carpi die Himmelfahrt Maria, welche sich jetzt im Seminariumdaselbst befindet. Das Bild war vor wenigen Jahren noch in der KircheS. Ignazio, und im Archive der Confratcrnitä dieses Heiligen ist einDocument vorhanden, nach welchem das Gemälde I !>79 von Ghisiausgeführt wurde. Es stammt aus der letzten Zeit des Künstlers, daer schon um 1840 thätig war. Im Dome zu Carpi ist eine Heimsuch-ung Maria, nach Pozzoli's Chronik der Stadt Üi4(> gemalt. In derPfarrkirche di Cibenio zu Carpi ist ein Gemälde mit St. Agatha.
390. Thomas Geminie oder Geminus, einer der ältesten englischenJ»? Kupferstecher, tritt im zweiten Bande No. 713 auf, da man
v O v das gegebene Zeichen in CT zerlegte. Es enthält aber diealte Form des G. Im Uebrigen verweisen wir auf den angezeigten Artikel.