120 GST-GSV. Nr. 384 —385.
384. Georg Strauch, Emailmaler und Zeichner, geb. zu NürnbergG St C St -f 1(,13 > 8 est ' daselbst 1675, gehört zu den besstens\ CjJ :-/• deutschen Künstlern seines Faches, da er selbst denLj.^JtToc . tri . französischen Meistern, welche damals die Kunst, inverschiedenen Farben zu emaillircn, auf eine hohe Stufe gebrachthatten, zur Seite steht. Die gegebenen Buchstaben findet man aufEmaillen mit Bildnissen und historischen Vorstellungen, gewöhnlich inMedaillons von kleiner Dimension. Die allegorische Composition mitder Inschrift: Fidus amor sub aequa pace, ehedem in der von Dcr-schau'schen Sammlung, ist jetzt in der k. Kunstkammer zu Berlin. ImCataloge der genannten Sammlung S. 54 No. 42 heisst es , dass derMedaillon G. St. 1004 bezeichnet sei, und der Maler wird GerhardStrauch genannt. Diese Angabe erregte bei Brulliot II. No. 1110 Be-denken, es ist aber zu bemerken, dass der Medaillon die Bezeichnung:G St. iGGl trägt.
G. Strauch lieferte auch Zeichnungen zum Kupferstiche, welcheaber nicht gut übertragen wurden. Mit G St. iß71 bezeichnet, ist einBlatt von Cornel Nicolaus Schurtz, welches den Hauptmann von Ca-pernaum vor Christus knicend vorstellt. H. 6 Z. 2 L. Br. 4 Z. 10 L.Schurz stach auch das Bildniss des Grafen Maximilian von Wolfeggin Medaillon mit allegorischen Figuren. Im Rande links steht: G. St.delineavit, in der Mitte: Paulus Fürst Excudit, und rechts: A Kohlsculpsit. H. 6 Z. 11 L. Br. 5 Z.
Die Abbreviatur G. Slra. in. findet man auf dem Titelblatte einesWerkes, dessen wahrer Urheber von Paul Fürst verleugnet wurde. Esist diess ein Todtentanz unter dem Titel:
Icones mortis sexaginla imaginibus tolidemque inscriptionibusinsignitae versibus quoque latinis et novis germanicis illuslratae.Vorbildungen des Todes durch alle Stände und Geschlechte, üessel-
higen nichtige Sterblichkeit für zu weisen ------. Durch Job. Vogel.
ßey Paulus Fürsten Kunsthändlern zu finden. Schluss: Gedrücktzu Noremberg durch Christoph Lochner. In Verlegung Paul FürstenKunsthändlern allda /647, 4.
Dieses Werk enthält 60 Kupferstiche. Auf dem Titel ist ein Rund-tanz von 15 Todten und 3 Spielenden. Auch sind die Worte einge-stochen: Toden-Tanlz zu finden bey Paulus Fürst Kunsthändlern.Unten steht: G. Slra. in. A Khol fecit. Georg Strauch hat nur dieZeichnung zu dem Titelblatte gemacht, die übrigen Bilder sind jenedes Eberhard Kieser, über welchen wir unter dem Monogramme EKII. No. 1646 Nachricht gegeben haben. Dem allcrgrösstcn Theile liegendie Blätter von Holbein zu Grunde. Uebcrdiess sind Nachahmungen
von Aldegrever beigefügt. Das Schlussblatt: Quis Rex ------? Paulus
Fürst Exe, kommt bei Kieser nicht vor.
385. Georg Victor Sillig, Maler und Radircr, geboren zu Dresden
, 1806, hatte grosses Talent zur Auffassung militärischer
CVS 1 Scenen, seine Compositionen blieben aber in Zeichnungen
^y ' x und Aquarellen. In letzteren erreichte er grosse Kraft der
«30. p arDC) se i, ie Mühe wurde aber in der Regel schlecht bc-
■ 5 " • "-> ' lohnt, sowie ihm denn überhaupt eine übergrosse Portion
Eigenheiten an seinem Glücke hinderlich war. Sillig hielt sich viele
Jahre in München auf, und da radirto er auch eine Anzahl von schönen
Blättern militärischen Inhalts. Wir haben im Künstler-Lexicon deren
mehrere verzeichnet. Auf den meisten kommt der Name vor, auf et-