Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
109
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GS. Nr. 354 —3i>ä. 109

Füchse, Tiger u. s. w. Seine Thierstücke in Oel und Aquarell "sindzahlreich. Er hat auch solche in Kupfer radirt, und mit einer Erklär-ung von William Gilpin herausgegeben. Radirnngen anderer Art sindin W. Gilpin's Werk: The Lifes of John Wicliff and of the mosteminent of Ins Disciples. London 1766, 8. Die Bildnisse von Wicliffund seinen Schülern sind mit dem Namen bezeichnet, auf den Blätternmit den Bildnissmedaillons von Johann Huss , Hieronymus von Pragund Zisca, dann auf jenem mit dem Martertode des Lord Cobham, istaber das obige Zeichen beigefügt.

354. Simon Gassner, Historien- und Landschaftsmaler, geb. zuSteinberg in Tyrol 17!i!i, hielt sich längere Zeit in Salz-burg, München und Landshut auf, ging dann nach WientO und nach Kom, und wurde endlich in Carlsruhe Hof-theatevmaler. Gassner malte Altarbilder, und decorirteSäle und Schaubühnen. Er malte aber auch Landschaften in Oelund Aquarell. Auf Zeichnungen in Tusch und Aquarell kommt dasMonogramm vor. Man findet es mit der Jahrzahl 1700 auch auf einemradirten Blatte unter dem Titel: Die Gegend des dorischen Tempelsin dem neuangelegten englischen Garten - au München, mit Dedi-cation an den Buchhändler Strobel daselbst, gr. fol. Vor dem zweitenDrucke wurde die Platte in Aquatinta übergangen, und der Monddringt durch die Wolken. Im frühen Drucke sind im Vorgrunde zweiFiguren, später wurden sie mit Gesträuch bedeckt, und dadurch wurderechts unten auch das Monogramm unsichtbar. Gassner radirte nochzwei andere Ansichten von Tempeln in dem damals sogenannten The-odorspark zu München, qu. 4. In Rom radirte er die Ansicht derFonlana Egeria, und einer Parthie des flavianischen Amphitheaters,gr. qu. 4. Dann haben wir von ihm auch vier felsige Landschaften mitFlüssen, geätzt und braun gedruckt, schmal qu. 4. Zwei auf Steingezeichnete Landschaften gehören zu den Incunabeln der Lithographie,qu. 4. Gassner starb um 1830.

355. Gottfried Schalken, Schüler von Samuel van Hoogstratenno.r und Gerhard Dow, wird unter den Malern des feineren Genre-a* 'J~ faches mit Auszeichnung genannt, hier handelt es sich aber nurum ein radirtes Blatt, auf welchem links unten im weissen Grundedas gegebene Zeichen angebracht ist. Es enthält die Büste eineslachenden Bauers mit rundem Hute in 3 / 4 Ansicht nach links. Dierechte Hand hält er beinahe vor das Gesicht, und zeigt damit die Feige.Unter dem Ovale steht: Quam meminisse juvat. Durchmesser derHöhe des Ovals 3 Z. 4L., jener der Breite 2 Z. 9 L. Höhe derPlatte 3 Z. 8 L., Breite 2 Z. 11 L. Bartsch schreibt dieses sehr selteneBlatt dem Cornelius Dusart zu, und betitelt es No. 2: V homme fai-sanl la figue. In Walker's Collection of forty two fac-similes ofrare etchings by celehrated painters —. London (1820), fol., isteine Copie.

Im Künstler-Lexicon XV. S. 133 sind noch drei andere Blättervon Schalken beschrieben. Dio Bildnisse des Rathes Cornelis van Be-veren, und des Admirals Matthäus van den Brouck, beide in halbenFiguren nach S. van Hoogstraten's Zeichnung, fand R. Weigel in fol-gendem seltenen Werke: Beschrymnge der Slad Dordrechl, verda-tende Haar Begin, üpkomst ------. Üoor Matlhys Baien, Jans Zoon.

Te Dordrechl - 1677, 4. Das Bildniss des Admirals fehlt fast immer,und Weigel (Kunstkatalog No. 20,843) vermuthet, dass es früher alsdas Buch zum Vorschein kam, und nur den später verkauften Exem-plaren, aber nur wenigen derselben, beigefügt wurde.