78 G P. Nr. 255 - 256.
255. Medailleure und Münzmeisler, welche Stempel G. P. zeich-i-. p neten. Schlickeysen, Abkürzungen auf Münzen und Medaillen &c.
" " S. 127, geht kurz darauf ein.
Giampietro Gastaudi, Münzmeister in Turin von 1517—151!),wird von Schlickeysen genannt.
Georg Pfründt, Bildhauer, Architekt und Stempclschncidcr, istoben unter dem Monogramme No. 24-5 bereits als muthmasslicher Form-schneider eingeführt. Nach Schlickeysen scheint er auch Stempel G. P.gezeichnet zu haben.
Giovanni Pozzo von Mailand gilt als der Verfertiger einer Ileihevon Medaillen mit den Bildnissen der Päpste von St. Petrus an bisgegen Ende des 10. Jahrhunderts. Auf den meisten dieser hamlwerks-mitssigen Produkte stehen die Buchstaben G. P., welche auf G. Pozzogedeutet wurden. Eine Medaille von Sixtus IV. aus dieser Ileihe istaber mit G. PALADINO bezeichnet, und diess ist nun der Verfertigerder Medaillen. Die Mehrzahl dieser Bildnisse von Päpsten hat er nachguten Originalmedaillen gofertiget, sie haben daher grosse, wenn auchverzerrte Aehnlichkcit. Nur für wenige scheint er kein Original ge-habt zu haben, wie für die Medaille Pins II., dessen Züge erfundensind. Andrea Guacialoti da Prato hat diesen Papst nach dem Lebenmodcllirt, der Medaillon desselben ist aber sehr selten. Er lag auchden Bearbeitern des Trisor de Numismatique ei Glyptique nicht vor,und sie nahmen daher die Medaille des G. Paladino für Original. Esist dicss auch noch mit einigen anderen Bildnissen der Päpste derFall, welche im Trisor nach den schlechten restituirten Denkmünzendes G. P. abgebildet sind. Nach Schlickeysen lebte ein MedailleurNamens Gio. Pozzi in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Rom.Den handwerksmässigen Verfertiger der Series Imayinum PonlificumRomanorum setzt man gegen Ende des 10. Jahrhunderts. Der jüngerePozzo (wenn je der Alte gelebt hat) war der Zeitgenosse des Ilame-rauo, und wird ebenfalls G. P. gezeichnet haben.
Gaetano Pignoni, Stempelschneider in Bologna von 1780—1795. Eswerden sich Münzgepräge mit G. P. finden. Seiner erwähnt Schlickeysen.
256. Unbekannter Formschneider oder Zeichner. welcher umGP- 1710—1740 in Venedig thätig war. In Druckwerken des Seba-9-t- stiano Coleti, der Halleoni u. s. w. findet man Vignetten mit denInitialen dos Namens. Eine derselben mit den ersten Buchstaben stelltdie vor einer Tafel sitzende Minerva vor. Diese Tafel, auf welcherein Engel mit Kranz und Füllhorn vorgestellt ist, wird von Merkurund einem Genius gehalten. Zu den Füssen der Minerva sitzt einGenius mit Buch und Griffe], und ein zweiter trägt den Caduceus.Diese Vignette findet man in Gattola's Werk: Ad Historiam AbbatiaeCassinensis Accessiones. Venetiis, S. Coleti iT,Up , fol., dann auchnoch in Copio in Rupprccht's Nolae historicae in Universum juscanonicum. Venetiis, S. Coleti. 1764, fol. Eine andere G. P. gezeich-nete Vignette zeigt innerhalb einer schnörkeligen Einfassung mitAdlern und Engeln eine gekrönte Frau hinter einem Engel mit demaufgeschlagenen Buche. Diese Vignette ist auf dem Titelblatte vonC. Guyet's Hortoloyia si/ce de festis propriis —. Venetiis , Balleoni172.9, fol., eingedruckt. Eine andere Vignette dieses Werkes zeigtzwei in einen Laubschnörkcl ausgehende Tritonen , welche eine Larvebekränzen. Die zweiten Buchstaben, welche wohl demselben Künstlerangehören, stehen unter einem Buchdrucker Signet mit dem innerhalbeiner Schnörkeleinfassung in Flammen aufsteigenden Phönix. Auf dem