Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
60
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60 G M C - G M F. Nr. 193 —194.

Biblische Geschichten in Bildern nach den vier Evangelisterfunden und gezeichnet von Carl Merkel, in Holz geschnitten VmKd. Engelmann, und in Farben gedruckt von J. S. Bassermann »'•Leipzig, herausgegeben von Alexander Dunker etc. 24 Blattet'Berlin 1(1-Vi, 4. Auf dorn Schwcisstuche des Titelbildes ist das erst«Zeichen Auf dem Holzschnitte mit der Anbetung der Hirten erschein'das Monogramm verkehrt, der Buchstabe C voraus.

Pas Zeichen mit Doppellinien findet man auf einer Radirung vonAdolph Sauer, welche den Hans Sachs vorstellt, wie er vor seinen)Hause auf dem Schusterstuhlc dichtet. Auf seiner linken Achsel sitz'eine Dohle, und ein anderer Vogel fliegt herbei. Höhe mit der äussernEinfassung (1 Z. 9 L. Broite 4 Z. (i L.

Kupferstiche sind in folgendem Werke: Die Kunstwerke von defAllerlhum bis auf die Gegenwart in 120 Kupferstichen nach Ort'tjinaheichnnntien etc. Gezeichnet und gestochen von dem Kunst'maier C. Merkel und dem Kupferstecher G. Feldweg. Oder Weg'weiser durch das ganze Gebiet der bildenden Kunst. Dem grosstoPublikum zur Belehrung und der Kunst zur Forderung gewidnmvon C. A. Menzel. Leipzig (1(1.10), 4.

Merkel verweilte mehrere Jahre in Leipzig, übt aber jetzt sein'Kunst in Cassel.

193. Giuseppe Maria Cantarelli, Kupferstecher, war im vorige"c„ Jahrhundert in Bologna thätig. Seiner erwähnt Gandellini, abcf

<s^~r ohne Angabe von Blättern. Cantarelli radirte und stach meisten*Andachtsbilder. Das gegebene Zeichen findet man auf dem Bildniss 6des Giulio Cesare Croci detto Dalla Lira Bolognese. Dieser G. Cro<"ist der Urheber des Gedichtes : Berloldo con Bertoldino e Cacasenno.Das Bildniss stach Cantarelli für die fünfte Ausgabe , welche in Bclogna erschien, 8.

194. Giorgio Ghisl Mantuano ist oben unter dem Monogramm 61 GrW' GMAF No. IS!i eingeführt, und wir handeln daher nach -

G>?. träglich nur über einige Kupferstiche mit diesen Zeiche 11 'Zwei Blätter sind bereits unter GM 1540 No. 170 erwähnt, nämlichjene mit der Sibylba Delphica und einem ungenannten Propheten nac"Michel Angelo's Bildern in der Sixtina. Auf jedem kommt das erst"Zeichen und die Jahrzahl 1440 vor. Dass sie Bestandteile einflFolge bilden, ist unter G.M. gesagt, sowie auch die verschiedene 11Adressen angegeben sind. Dasselbe Zeichen findet man auch auf demBildnisse des Michel Angelo in einem architektonisch verzierten Oval 6 'B. No. 71. H. 9 Z. 10 L. Br. 7 Z. 4 L. Das zweite Zeichen steh'auf dem Blatte mit dem Bildnisse des französischen Rcchtsgelehrte"Franciseus Duarenus. Das Zeichen ist unter der Tafel mit desse"Namen und der Jahrzahl M. D. L. VI., schwach in den Rand einradir''B. No. 70. II !> Z. 2 L. Br. 4 Z. Dieses schöne Bildniss findet m»"an der Spitze der Werke des Duarenus: Opera omnia quae — etc'tant in Jure Civili. Lngduni I Glitt, fol. Ein dem ersten ähnliche*Monogramm steht auch unten in der Mitte des Blattes mit der Martffder hl. Barbara, B. No. 10. H. 9 Z. 10 L. Br. (i Z. 8 L. Bartschschreibt die Composition dem G. Ghisi zu, fand aber dessen Zeiche 11nicht vor. Ms fehlt vielleicht nur in den frühesten Abdrücken , bey<»die Platte für ein Andachtsbuch benützt wurde. Es kommen munlic"Exemplare mit gedrucktem Text auf der Rückseite vor, und auf solche"bemerkt man das Zeichen unten in der Mitte deutlich.

Christ (Monogr.-Erklär. S. 198) sagt, dass man auch die Initiale"G. M. F. auf Blättern dieses Meisters finde. Zanetti (Cabinct Cicognaf 9