84 GM. Nr. 178 — 180.
Georg Heinhart, Münzmeistor in Eisleben , Halle und Stollborgvon 1593 — 1(515, zeichnete Münzstempol und Medaillen G. M. Vonihm ist eine seltene Denkmünze mit dem Brustbilde des Fürsten Chri-stian I. zu Anhalt mit der Umschrift: Christian 9 d. g. peim. anhält,com. ascaniae. Auf dem Revers ist ein zwischen zwei Burgen aufge-richtetes Schwert, und unten steht: cvm privi: C/E. |'0. W. | Die Um-schrift lautet: ex hoc in hoc Diese noch räthselhafte Medaille be-schreibt Pastor Th. Stenzel im Anzeiger für Kunde der deutschenVorzeit von Frhrn. v. Aufsess 18;>7 No. 7 und S.
Gaspar Molo, Stempelschneider von Lugano, trat um 1010 in Flo-renz auf, und wurde dann von Papst Urban VIII. nach Rom berufen.Letzterer liess durch ihn eine Folge von Medaillen mit den Bildnissenseiner Vorgänger fertigen, Molo schnitt aber auch das Portrait Urbau'szu widerholten Malen in Stahl, da dieser Papst jedes wichtige Er-eigniss unter seiner Regierung durch eine Denkmünze verewigen wollte.Nach dem 1044 erfolgten Tode desselben trat Innocenz X. auf denSchauplatz, dessen zahlreiche Medaillen ebenfalls von Molo herrühren.Alexander VII. (1688—1667) und Clemens IX. (1007—1000) beehrtenden Künstler ebenfalls mit zahlreichen Aufträgen, und daher bildendie päpstlichen Medaillen dieses Meisters eine lange Reihe. Er zeich-nete C. M., GAS. MOL., GASP. MOL., G. MOL., G. M. und G. M. F.Im Jahre 1009 starb der Künstler. Um 1740 lebte ein zweiter Me-dailleur dieses Namens.
Gotthard Martinengo, Münzmeister in Coblenz 1762-1794.Georg Michaelis, Münzmeister in Clausthal 1802—1807.
178. Gerrit Meerhoud, Landschaftsmaler, scheint aus der Schule
CV des A. van der Neer hervorgegangen zu seyn. Wenigstens
^J'l nahm er diesen Meister zum Vorbilde und ahmte ihm mitGlück nach. Die holländischen Schriftsteller kennen ihn nicht. Chr.Kramm erwähnt aber eines J. oder T. Meerhoud, nach welchem A. vander Laan die Ansicht des Schlosses von Ileusdcn gestochen hat. DiesesBlatt kommt in J. van Oudcnhoven's Beschryving van Heusden. Am-sterdam 1743, vor. Die Gemälde dieses J. oder T. Merhoud sindnach Kramm in der Weise des Jan van Goyen behandelt, und somitwird G. Meerhoud ein älterer Meister seyn.
179. Der unbekannte Kupferstecher, welcher durch diese Buch-en ^ v ^.. staben seinen Namen angedeutet hat, ist bereits unters~— y A/\ CM II. No. 423 eingeführt, der erste Buchstabe\D 7 v?o scheint aber G zu seyn, da der Meister gegen Endedos 18. Jahrhunderts gelebt hat. Das Blatt mit G M stellt die Messedes heil. Gregor vor, und ist an der angezeigten Stelle beschrieben.Wir haben dort die ersten Buchstaben beigefügt. Passavant, Peintre-graveur II. p. 291, gibt sie aber grösser, wie in zweiter Reihe. Bisherkennt man nur ein Exemplar aus einem Manuscripte auf der Bibliothekin Lüttich.
180. unbekannter Meister, welcher in Italien gelebt haben dürfte
GM,
Die gegebenen Buchstaben findet man auf einem radirten undgestochenen Blatte, welches den heil. Georg in vollständiger1oOS- Rüstung zu Pferd vorstellt. Er erhebt den rechten Arm mitdem Schwerte, und trägt am anderen den Schild, in welchem zweiKreuze und zwei Lilien zu sehen sind. Der Ritter ist mit dem Helm«bedeckt, welcher nach heraldischer Weise alle Kleinodien enthält. DerDrache liegt rücklings unter den Füssen des Pferdes. In der auf-steigenden Landschaft des Grundes sind rechts Gebäude, und die