Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
37
Einzelbild herunterladen
 

GL. Nr. 111 - 113. 37

Sehr fein gestochen, aber nicht getreu, sind Galter's Copien derFabel von Amor und Psyche nach Agostino Veneziano und dem Meistermit dem Würfel. Sie sind von 1—32 uummerirt, und unter folgendemTitel erschienen : l.amorr de Cupido et de Psichö mere de Voluptiprise des cinq et si.rieme linre.s des Melamorplio.ies de lunius Apu-leus philosophe notielement historie'e, fl Exposie en rers Francois.S. I. et a.

Ehen so zart gestochen sind auch die l.'i Illustrationen folgendenWerkes: Le divin Arioste ou Roland furieux, traduclion nouuelleen francois par F. de Hosset. Paris KUH, 4.

Zu seinen bessten Stichen gehören jene in Les Imaijes ou Tableauxde Plate peinlure des deux Philostrates — et le Statiies de CallistratelUises en Francois par Rlaise de Viaenere vir. A Paris KUH, fol.Heller (Handbuch &c. S. 254) behauptet, dass L. Galter 1041 inParis gestorben sei. Diese Angabe ist ohne Grund, sowie jene, dassder Künstler 1S60 in Mainz geboren wurde. Nach 1626 verschwindetseine Spur. Um 1(517 war er noch in Thiitigkeit.

111- Unbekannter Kupferstecher, welcher in der zweiten Hälftei des 10. Jahrhunderts thätig war. Er ist wohl nicht eine Person*->" mit Leonard Galter, sondern ein etwas älterer Künstler derRichtung desselben. Er stach eine Folge von Blättern mit Offizierenund Landsknechten in ihren verschiedenen Uebungen. Die Folge be-steht wenigstens aus 10 Blättern, wir kennen aber nur No. 9 und 10mit dem gegebenen Zeichen. No. 0 stellt ein Ringclstechen vor, undunten steht: Hin monslrant artes cum Piro etc. Das Blatt No. 10schildert die Uebung auf der Schicssstätte: Hie Rrontes i/ni tela etc.Diese beiden Blätter haben gleiche Grösse. H. 3 Z. OL. Br. ü Z. HL.

112. Gerrit Lundens gehört zu denjenigen holländischen Genre-malern, deren Lebensverhältnisse unbekannt sind. Immer-zeel spricht nicht einmal sein Jahrhundert aus, indemauch II. van Eynden darüber schweigt. In der Samm-lung des Banquier Michael Wolff von Berlin war bis1 8;>7 ein Gemälde, welches ein holländisches Ehepaarim Garten vorstellt, mit dem Namen Lundens und derJahrzahl 165b. 12. Mai. Im neuen Cataloge der königl. Gallerie inDresden wird einem um Ki.'iO lebenden Gerrits Lunders das Bild einesGeigers und eines tanzenden Mädchens zugeschrieben. Dieses Gemäldeist im Cataloge des Direktors Friedrich Matthäi näher beschrieben,indem im Hintergründe auch noch zwei lachende Bauern mit Tabaks-pfeifen und zwei andere Männer am Kamine sitzen. Matthäi nennt denMaler ebenfalls G. Lunders, gibt aber nicht an, ob der Name auf demBilde stehe. Lundens malte Bauern im Wirthshauso und in ihremhäuslichen Kreise. Man will darin einen Nachahmer des Gabriel Metzuerkennen. Lundens nahm aber noch öfter den Brakonburg zum Vor-bilde. Eines seiner schönsten Gemälde, das „Doele stuk" mit demBildnisse des Hauptmanns Banning Kock umgeben von seinen Bürgern,wurde 1712 bei der Auktion der Sammlung des Pieter van der Lipmit f. 213 bezahlt.

113. Unbekannter Zeichner und Radirer, welcher gegen Ende> des 17. Jahrhunderts gelebt hat. Die Blätter mit diesem

[n n r Zeichen sind in der Woise des Johannes Episcopius be-k\ + to handelt. Das gegebene Monogramm scheint aus den Buch-(J4^- y • s taben G L zusammengesetzt zu seyn, da aber auf demzweiten Blatte links unten in der Ecke auch noch H f. cinradirt ist, sokönnte das Zeichen aus G H bestehen. Man wird aber eher G L lesen.