Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
36
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36 GL. Nr. HO.

gebe's. Es rührt von dem Monogrammisten A G (Andreas Greiff) L No. t>89her. Es kommen beide Zeichen auf dem Blatte vor, und daher habenwir es 1. c. bereits ausführlich beschrieben. Die beiden anderen Zeichenfindet man auf drei mittelmässig gestochenen Blättern mit den Bild-nissen des grossen Churfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg,seiner Gemahlin Dorothea und des Prinzen Friedrich, 12. Der Stecherfügte den Buchstaben M bei, welcher sich wahrscheinlich auf JohannJakob Metzger bezieht. Die beiden Mongramme dürften den G. Leygebeandeuten; wir kennen keinen anderen Künstler aus der Zeit des grossenChurfürsten, auf welchen die Monogramme bezogen werden könnten.

HO. Leonard Galter oder Gaultier, Kupferstecher von Mainz, Hess<v r ffi &r s ' cn ' n l >a " s nied 01 *. und wurde da gewöhnlich Gautier^p/e^/lj und Gaultier genannt, so dass er zulezt den letzterensei-S7y Namen selbst auf die Blätter schrieb. Auf einem figuren-reichen Blatte, welches die Erhöhung der ehernen Schlange durchMoses vorstellt, steht: Jo. Cusin Sen. inv>. Leonardas Gallerus fee-f.57.9, und es fügte der Künstler zugleich auch das Monogramm bei,qu. fol. Auf einem anderen Blatte nach Jean Cousin, auf jenem mitder Schmiede der Cyklopen liest man : Johann Cusinns Senon. irwefa— Leonar Galler fecit 1081, und dann das Monogramm, qu. fol.Der Name des Künstlers kommt fast nur auf den grössten Blätternvor, die kleinen sind mit dem Monogramme bezeichnet. Zu den ersterengehören ausser den genannten die Familie des Königs Heinrich IV.igr. qu. fol., die Ermordung desselben, gr. qu. fol., die Krönung derMaria de Medici 1010, gr. qu. fol. , ein Fries nach Giulio RomanOigr. qu. fol., der geflügelte Mönch mit dem Schilde und einer grossenFeder, mit welcher er einen Türken und einen Juden niederschlägt1011, gr. fol., die satyrische Prozession der Anhänger der Liga, gr.qu. fol., eine antike Opfersccne nach M. Freminet, fol., und wenigeandere Blätter. Seine Portraite sind gewöhnlich in 8, 4, und seltenkl. fol. Ch. le Blanc, Manuel de V Amateur d' eslampes II. p. 272,zählt unter 157 Blättern 74 Bildnisse auf, worunter viele zu denSeltenheiten gehören. Das äusserst seltene Bildniss des Königs Hein-rich IV. mit der Hydra wurde in der Auktion Sykcs mit 0 £. 3 Slbezahlt. Selten ist auch ein Blatt mit 144 kleinen Bildnissen nachZeichnungen der drei Clouet, genannt Janet. Es erschien unter demTitel: Pourtraietz de plusieurs hommes illustres qui onl flory e#France depnis Van 1600 jusques ä präsent. Dieses Blatt, in Frank'reich La Chronologie collie genannt, ist ohne Datum, man kann abefannehmen, dass es um lüi'8 erschienen ist.

Ch. lc Blanc macht No. 1 — 14 auf Darstellungen aus dem altenund neuen Testamente aufmerksam, nach seiner Angabe kleine Blältefin Quadratform. Diese sehr zart in der Manier der Wierx behandeltenBlättchen belaufen sich auf 84. Wir fanden sie gebunden vor, ab«ohne Titelblatt, welches indessen vorhanden seyn wird. Die Bildersind alle den Evangelien entnommen, und die betreffende Textstelle is'nach Kapitel und Vers angedeutet. Fast alle Blätter sind mit demMonogramme versehen, und auf einigen kommen auch die Jahrzablej1577, 1070, 1079 und IS00 vor. Die von Ch. le Baue erwähnt«Blätter der Empfängniss Maria, der Heimsuchung der Elisabeth, defDarstellung im Tempel, der Anbetung der Könige, des KindermordeSiund des Knaben Jesus unter den Schriftlchrern kommen in dem Büch-lein nicht vor. Das erste Blatt desselben stellt den Täufer Johanne 9in der Wüste vor, und dann folgen Scenen aus dem öffentlichen Lebet 1des Heilandes. H. 2 Z. 3 - 4 L. Br. 2 Z. 2 L.