38 GL. Nr. 114— HS.
1) Die Btisto dos Heilandes mit dem Kreuze nach Michel AngeleRechts unten das Zeichen. H. 3 Z. 3 L. Br. 3 L.
2) Ein Apostel mit dem Buche in der Rechton, und mit derLinken an der Brust. Halbe Figur nach Michel Angelo. Mit demZeichen. H. 3 Z. 1 L. Br. 2 Z. 4 L.
114. Ercole Lelll, Bildhauer und Kupferstecher, soll nach Hollerf~0 (Monogr.-Lexicon S. IBS) durch dieses Zeichen seinen Namen
~£ __•) . angedeutet haben. Wir haben über diesen Meister unter E L
No. 1664 gehandelt, wissen aber nicht, ob auf einem seiner Blätterdas gegebene Zeichen vorkomme.
115. Unbekannter Formschneider, welcher in Lyon gelebt haben^^ dürfte. Sein Zeichen findet man in einer fein geschnittenen ar-t *^ fe ' chitektonischen Titcleinfassung mit allegorischen Figuren, welchethcils aufgeschlagene Bücher in den Händen haben. Solche sitzendeFiguren sind oben rechts und links von einer Maske, und unten wieder-holen sich andere. In den Seitenleisten sind ebenfalls vier Figurenangebracht, alle getrennt durch Blumen- und Fruchtgewinde. DasMonogramm steht in der Mitte des Hauptgosimses unterhalb einerMaske. H. 7 Z. 10 L. Br. S Z. Diese Titeleinfassung wurde zu fol-gendem Werke benützt: M. Tulii Ciceronis Opera Omnia. NotisD. Lambini et D. Gothofredi. Lugduni Sumptibus Sybülae a Portoiößf), 4. Dieselbe Composition, und dasselbe Zeichen enthält auch diekleinere Titelbordure zum Corpus juris cirilis I). Gothofredi. Aure*liopoli Sumptibus .loh. Vignon MÜCIIII, 8. Sie wurde vielleicht schonzu früheren Druckwerken' benützt.
Brulliot I. No. 2194« meint, dass dieses Blatt von Georg Liberalgeschnitten sei. Dieser G. Liberal soll aus Mcissen gebürtig seyn, undum 1860 in Sachsen seine Kunst geübt haben. Wenn dieses richtigist, was wir bezweifeln, dann ist der berühmte Fischmalcr OennesModer Genzio (richtiger Georgio) Liberale aus TIdinc eine andere Pcrsoi''Vasari und nach ihm Ridolfi behaupten, dass dieser G. Liberale langeam Hofe des Kaisers Ferdinand in Wien gelebt habe, Graf Maniago(Sloria delle belle arti' Friulane p. 82) versichert aber, dass die 181?von Adam Bartsch in Wien unternommene Recherche ganz fruchtloswar. Der Name dieses Künstlers kommt weder in den Archivalien>noch in anderen Handschriften oder Büchern vor. Auch findet manweder einen Holzschnitt, noch einen Kupferstich mit demselben, inPetri Andreae Mattioli Senensis Medici Epistolarum medicinaliiiinLibri V. Praqae lößi p. 296 werden aber dem G. Liberale, und demWolfgang Meierpeck aus Mcissen die trefflichen Holzschnitte in /'. A-Mattioli Ser. Princ. Ferdinandi Archid. Austriebe ■— Medici. Com*mentarii in libros sex Pedacii Dioscoridis de medica materia. - *Venetiis in officina Valgrisiana tB69 fol., zugeschrieben. Es sin»'diess die grösseren Holzschnitte mit Pflanzen und Thieren, welche vonden früheren kleineren Abbildungen in den anderen Ausgaben de 8Matthiolus verschieden sind. II. 4'/ 2 Z. Br. 3 Z. Dieselben Holz-schnitte zieren auch die Ausgabe von 1870 und 1871 , fol. In defdeutschen Ausgabe des Matthiolus durch Joachim Camerarius. BaselfJ. J. Decker 1878 fol., sind dieselben Holzschnitte, doch wohl in Ab-klatschen. Auf keinem der Blätter kommt der Name oder irgend einZeichen des G. Liberale vor. Es ist auch nicht anzunehmen, dass etnur die erwähnte Titelbordure der Lyoner Ausgabe des M. T. Cicerobezeichnet habe. Wir zählen daher den Monogrammisten G L zu denUnbekannten.