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3 (1863) GK - IML
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20 GK. Nr. 69.

worden zu aeyn, da Ph. Uffcnbach in Frankfurt sein erster Meisterwar. Die Behauptung Hilsgen's, dass Sigmund Feyerabend den Künstlerzur Illustration der bei ihm gedruckten historischen Bücher viel ge-braucht habe, scheint ebenfalls des Grundes zu entbehren. Der be-rühmte Buchhändler S. Feyerabend dürfte bald nach 1590 gestorbenseyn, zu einer Zeit, in welcher Keller noch Lehrling war. Wir kennenkeinen Holzschnitt mit dem Monogramme in einem Werke aus derOffizin des S. Feyerabend. G. Keller lieferte aber wahrscheinlich dieZeichnung zu der Druckervignettc des Paul Egenolph in Marburg. Siestellt die allegorische Figur der Hoffnung am Meeresstrande in einerzierlichen Einfassung von Frucht- und Blumengewinden mit Genienvor. Man findet sie auf dem Titel des Werkes von Vultejus: In In-stitutiones Juris Civilis Commentarius, 4. Marpurgi, P. Egenolph1613. Auch in dem Werke II. Kirchners: De Officio et DignitateCancellarij, 4. Marpurgi 1613, und in Meurer's: Jagd- und Forst-recht, fol. Marpurg 16111, kommt sie vor. Auf dieser Vignette findetman Keller's Zeichen, und das Monogramm des Formschneiders IS.Ein ähnliches Zeichen findet man nach Heller, Gesch. der Holzschn.S. 250, auch auf Blättern einer Ausgabe der Metamorphosen des Ovidiustnit Holzschnitten von Virgil Solis. Sie erschien 1031. Noch häufigerbegegnet uns das Monogramm auf radirten Blättern des G. Keller.Unter diesen nennt man eine Folge von Landschaften und Ansichtenvon Schlössern und Städten nach Zeichnungen von Ph. Uffenbach 1602und 1005. Diese Blätter haben wir nicht gesehen, nach Brulliot I.No. 2169 kommt aber das Monogramm darauf vor. Auch in folgendenWerken sind Blätter von ihm, theils mit dem Zeichen.

Päbslliche Chronica, von B. Piatina. Mayntz 1604, fol. Dieradirte Titeleinfassung stellt zu beiden Seiten St. Petrus und St. Gre-gorius vor. Unten schwebt Jupiter auf dem Adler über einer Landschaftin runder verzierter Einfassung, und an den Seiten sitzen allegorischeweibliche Figuren. Unten im eiförmigen Schildchen ist das Monogramm.

J. J. Boissardi et aliorum Romanae urbis topographia et anti-quitatesetc. Francofurti 1097, 1602, dann 1627, und deutsch 1661, fol.In diesem Werke trägt die Ansicht der trojanischen Säule das Zeichendes Künstlers mit der Jahrzahl 1603. Auch der ägyptische Obeliskscheint von ihm radirt zu seyn.

Collectiones Peregrinalionum in Indiam orientalem et oeeiden-talem —. Francofurti Th. et J. Th. de Bry et M. Merlan 151)0 bis1634, fol. Dieses aus mehreren Theilcn bestehende, in lateinischer unddeutscher Ausgabe vorhandene Werk mit Kupfern der beiden de Bryenthält auch Blätter von G. Keller, besonders Theil 2, 3, 6, 7, Hy 9,12 und 13. Auf mehreren kommt das Monogramm einzeln, und auchmit den Jahrzahlen 1602, 1605 und 1606 vor. Auf anderen Blätternist es mit dem Namen verbunden.

Historia Antipodum oder Neutee Welt. Durch Johann LudwigGottfried. Frankfurt a. M., M. Merian 1655, fol. Diess ist ein Aus-zug aus dem grossen Werke der de Bry, und die Kupfer sind dieselben.

Jacobi Franci Rist. ReUilionum Conlinuatio (Frankfurter Mess-Belationen) 1594 ff. Die Blätter von Koller sind in den Jahrgängen1603, 1604, 1606 ff.

Architectur des Maintzischen Churfürstlichen neuen SchlosbaivesSt. Johannspurg zu Aschaffenburg, sammt dessen gruden, aufzügen,gehenckwerekh, Gibein und Figuren, von allen Römischen Kaysern,innerhalb des Baws, beneben einem ufzng der Statt Aschaffenburgund gantzen Schlossbawes. Dur Georg Ridingern, Maintzischen -Baumeistern. Maintz, J. Albin 1616, fol. Die 23 historischen Dar-