GIS — OK. Nr. 66—69. 19
66. Georg Jakob Schneider, Zeichner und Kupferstecher, war umQlSfe, 1670 — 1680 in Nürnberg thätig, gehört aber zu
f>j q L = den mittelmässigen Künstlern. Die ersten Buch-
(Jl o CiL/ staben findet man unter dem Bildnisse eines Mannes
rV T <?r1i' Cr- mit einem versiegelten Frachtbriefe, auf welchem' *f ol ' ,l/ '-' c " steht: Fuhr Carlen. Im Unterrande liest man:Niclaus Schneider Polnisch- und Schlesischer Giitherhesteller inNürnberg. Geb. A.« 1559. In Gott Verschieden A.« i644. Linksoben im dunklen Hintergrunde steht die Jahrzahl *074. Im retouchirtenZustande ist unten ein vierzeiliges, auf ein besonderes Plättchen ge-stochenes Lobgedicht gedruckt, und in der rechten unteren Ecke sinddie Buchstaben Gis fe beigefügt. Sollte nun dieses Gedicht abge-schnitten seyn, so fehlt die Künstlerbozeichnung gänzlich, da sie vonder früheren Stelle entfernt wurde. Höhe des Bildnisses 5 Z. Breite3 Z. 9 L. Das zweite Zeichen findet man ebenfalls unter einem Bild-nisse, mit der Randschrift: Der Weltberuffene Französische General-Feld-Marschall Duc de Luxemburg. H. 9 Z. 7 L. Br. 6Z 3 L.Das dritte Zeichen steht auf einem architektonischen Blatte mit derInschrift: Erster Prospect des Churf. Sachs. Seh los Hofes worbeydas Erste lust und Sommer Jagen au sehen, fol.
67. Jan Georg van VUet, Maler und Radirer von Delft, Rembrandt'sf%. \\ f Schüler und Nachahmer, ist oben unter dem Mono-
j)< V. V. T gramme G J No. 11 eingeführt, und wir haben bereits
tfj\i \) f^ 75 a " es beigebracht, was für unsern Zweck zu wissenw- JjTul-u »othwendig ist. Ein Verzeichniss seiner Blätter wäreSi-VV-Jr-, d> * überflüssig, da, wie aus dem angeführten Artikel zuersehen ist, bei Bartsch, Chev. de Claussin, im Künstler-Lexicon undin Dr. Naumann'» Archiv von Link die Radirungen dieses Meistersbeschrieben sind.
68 Joseph Georg Wlntter, Maler und Radirer, geb. zu München1730, gest. daselbst 1789, gehört zu den glücklichen Nach-ahmern Ridinger's. Er malte Landschaften mit Thieren,es ^ besonders Jagden auf Hirsche, Sauen u. s. w. Wintter
/•--) <ju m zeichnete und malte aber auch verschiedene andere Thiere,^~&y/V i am liebsten machte er jedoch seine Studien auf dem Wild-anger. Die obigen Monogramme findet man auf Zeichnungen in Deck-farben, Tusch, Sepia und schwarzer Kreide. Er arbeitete aber ge-wöhnlich mit der Feder vor. Auch auf radirten Blättern kommt daszweite Zeichen vor. Sein Werk besteht in 137 Blättern, wovon diomeisten selten sind. Das Format ist verschieden, gewöhnlich klein.
69. Georg Keller, Maler und Radirer, geboren zu Frankfurt a. M.jr _Lf-a Gr 1576 (?), gest. zu Nürnberg 1640. J. von Sandrartfjp^/Cj,'■SQ/^- nennt ihn nächst Alexander Mair den einzigen be-jf 0 >z, kannten Schüler des Jobst Amman, aus Missver-
r v j< /*;,<« * ständniss sagen aber Hüsgen und Andere, dassSw^V'.rr ^J— Keller während seiner vierjährigen Lehrzeit soviele Zeichnungen gefertiget habe, dass man einen Heuwagen damithätte anfüllen können. Sandrart behauptet gerade das Gegentheil, in-dem er bemerkt, Keller habe ihm 1613 erzählt, dass J. Amman injener Zeit so viele Stöcke gezeichnet habe, welche kaum auf einemHeuwagen fortgeführt werden könnten. Wenn Keller nach der gewöhn-lichen Annahme 1576 geboren wurde, so müsste er als Knabe voneilf Jahren nach Nürnberg gekommen seyn, indem Jobst Amman am18. März 1891 starb. Der Künstler scheint aber vor 1576 geboren
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