Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
13
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GIF. Nr. 33 — 35. 13

welches der Kunstsammlcr Dr. Goldschmid in Frankfurt a. M. besass,und durch diesen an den Verfasser gegenwärtigen Werkes gelangte.Daraus schöpfte wohl J. C. Stellwng für sein Monogrammen-LexiconNo. 800, Heller, Monogr.-Lexicon S. 184, schrieb ihm nach, und letz-terer nennt den Künstler Gisbert de Hondekoetcr. Brulliot I. No. 1888fügte Stellwag's Copie dem Zeichen des Gilles de Hondekoetcr bei,und somit haben wir jetzt zwei Künstler, welche darauf Anspruchmachen sollen. Aus der Luft gegriffen ist das Monogramm wohl nicht,wir möchten es daher dem Gisbert de Hondekoetcr zuschreiben, daGilles im G das / nicht gezeichnet zu haben scheint. Gisbert, der Sohndes Gilles, malte Landschaften mit Thieren, besonders Geflügel, wieder Vater, beide stehen aber dem Melchior de Hondekoetcr nach. Gis-bert, oder Gysbrecht, starb 1083 im 40. Jahre, Gilles in demselben Jahre.

33 Aegidius Novellanus. Kupferstecher, der Sohn des Simon No-Gidi» filnit frulntit ve,lanus (Neuvel, Neuvclt), hinterlicss Blätterwem flllUS (CUipsil. nlit weiblichen Heiligen nach Zeichnungen seinesVaters, gr. 8. Auf solchen Kupferstichen steht: Aeg. Neou. sculp.,Aegidius ßl. sculpsit und Gielis sculpsit. Dieser Künstler war inder ersten Hälfte des f7. Jahrhunderts thätig.

34. Girolamo Olgiato, Kupferstecher, war um 18(18 — 1878 in/■ • s\i p Italien thätig. Wir haben im Künstler-Lexicon X. S. 33GJ '■'.,' einige Blätter seiner Hand verzeichnet, und darunterauch jenes mit der Abbreviatur des Namens. Es stellt in Copie nachdem sogenannten Ludwig Krug (L K zwischen einem Kruge) den lei-denden Heiland auf einem Steine sitzend vor, B. No. 8. Das Originalist 4 Z. 10 L. hoch und 3 Z. 3 L. breit. Dem im Lexicon gegebenenVerzeichnisse fügen wir eine Allegorie auf den Zustand des Sündersnach dem Tode bei, nnter dem Titel: spkcvlvm peccatoris. Er sitztvon fünf Schwertern bedroht auf einem Brunnen mit der Inschrift:Puleus infernalis. Unten steht: Girolamo Olgiato f. löGO. Höhe10 Z. 2 L. Breite 6 Z.

35. Jakob Gole, gewöhnlich Johann genannt, ist unter demi Monogramme Gl II. No. 3104 eingeführt, und wir haben• auch bereits bemerkt, dass das gegebene Zeichen auf Schab-Gr.F. blättern nach A. Brouwer, D. Tcniers, A. van Ostade u. s. w.vorkomme. So behauptet Brulliot I. No. 2180, und alle seine Copistenschreiben dasselbe. Die Hauptquelle ist aber Christ, Monogr.-Erklär.S. 101. Er schreibt das erste Zeichen dem J.-Gole zu, die Blätter,auf welchen es vorkommt, dürften aber leicht gezählt seyn. Gole fügtegewöhnlich den Namen bei, selbst auf den Copien nach englischenMeistern, deren er viele geliefert hat. Uebrigens gehört dieses Zeichendem J. Gole nicht immer an, wenigstens nicht auf dem Blatte, welcheseinen jungen, die Violine spielenden Mann mit Federn auf dem Hutevorstellt. Es ist diess das Bildniss des Malers und Musikers DanielBoon, welcher 1098 in London starb. Auf diesem Blatte kommt dasMonogramm HB. Pin. vor, angeblich jenes des Heinrich Iiloemaert,und dann ein dem ersten ähnliches Zeichen, welches Brulliot I. No. 009auf J. Gole deutet. H. 7 Z. 4 L. Br. 4 Z. 9 L. Dieses Blatt rührtvon Jean Griffier her, über welchen wir unter dem Monogramme GlNo. 10 gehandelt haben. Das zweite Zeichen findet man auf einemSchabblattc mit dem Bildnisse des Königs Jakob I. von England, nachG. Kneller. Unten steht: James 1. by Ihe grace of God hing ofEngland, und noch tiefer: K. P. 1606, dann das Zeichen. Die Buch-staben K. P. und das Monogramm des Schabkünstlers wird man nur

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