12 G I B — G I D. Nr. 28 — 32.
Kinde bis zum Erwachsenen behandelte, unter dem Titel einer Anthro-pometria, 12 Mütter. Augsburg 1723, f'ol. Im Jahre J7!>2 gab er aucheinen geometrischen Massstab der Süulenorduungcn heraus.
28. Johann Georg vou Bommel, Maler und Radirer, geboren zuNürnberg 1009, gestorben daselbst 1723. Schüler seinesVaters Wilhelm und des Joachim Sandrart, erwarb er durchi seine Landschaften , Thicrstücko, Schlachten und andere,^7 militärische Genrebilder grossen Beifall. Ob auf solchen■J.O o / ■ Gemälden das gegebene Monogramm vorkomme, wissenwir nicht. Man findet es aber mit der beigefügten Jahrzahl auf einemradirten Blatte, welches den vorderen Thcil eines Pferdes vorstellt.Rechts unten bemerkt man das Zeichen, 8. Brulliot I. No. !)!>3 schreibtdieses breit und kühn radirte Blatt einem unbekannten vlümischenMeister zu.
Johann G. Broncborst, gewöhnlich Bronckhorst genannt, sollsich nach Heller, Monogr.-Lex. S. 210, des ersten Zeichensbedient haben. In einem handschriftlichen Monogrammen-• Verzeichnisse wird ihm auch das zweite Zeichen zugeschrieben,wir haben aber weder das eine, noch das andere vorgefunden.Die Quelle, aus welcher Heller schöpfte, ist wahrscheinlichdas Monogrammenbuch von Christ S. 188. Ha ist ein ähnliches Zeichen,welches letzterer muthmasslich dem Jean de Bronchorst zuschreibt.Er bildet es aber so, dass es unter G C B stehen müsste. Heller reihtdieses Zeichen S. lii.'t unter GIB ein, wo es aber nicht gesucht werdenkann. Unter / 0 B kommen wir auf diesen Meister zurück.
30. Georg Joseph Coentgen, Maler und Kupferstecher von Mainz,r . p gründete 177!) in Frankfurt am Main eine Kunstschule,ü. I. \*. sc. jjj welcher Unterricht im Zeichnen und Malen ertheiltwurde. Hier handelt es sich aber nur um Kupferstiche, welche nachBrulliot II. No. 1831 eine Ausgabe des Don Quixote zieren. Coentgenstarb 170!) im 43. Jahre.
31. Jakob Grünewald, Historien- und Genremalcr, machte seine/O» Studien in Stuttgart, und trat da gegen 18!i0 als ausübender[ I I Künstler auf. Seine früheren Werke, sowohl Gemälde alsvly f\ Zeichnungen, gehören der historischen Richtung an, und
X vAj wurden theils vom Kunstverein in Stuttgart angekauft. Dar-unter kam ein Bild, welches Christus vorstellt, wie er die Krankenheilt, im Jahre 18,'il zur Verloosung. Später Hess sich Grünewald inMünchen nieder, wo er seit mehreren Jahren zu den vorzüglichstenKünstlern seines Faches zählt. Aus dieser Zeit stammen mehrereGenrebilder von grösserer Dimension, meistens Scenen aus dem Lebendes Volkes von energischer Auffassung und trefflicher Färbung. Wirkennen indessen nur ein einziges Gemälde mit dem gegebenen Zeichenund der Jahrzahl 1(155. Es stellt eine stehende Bäuerin mit demKinde an der Brust in einer Landschaft vor. Vor ihr gehen zweiandere Kinder, und der Knabe führt einen Hund am Stricke. Bei derVerloosung des Kunstvereins 18!i7 fiel ein Gemälde mit heimkehrendenLandleuten an Salomon Frhrn. v. Rothschild in Wien. Ein kleineresBild, die Liebeserklärung betitelt, erhielt 1880 Professor Dr. v. Sieboldin München. Bei der Verloosung 18(J0 kam das Gemälde der schwäbischenSchäfcrfamiiie in den Besitz der Königin Marie von Bayern.
32. Gilles oder Gisbert de Hondekoeter soll der Träger dieses/T tt Zeichens seyn. Die Quelle, aus welcher die Angabc floss,
y*. JPi . ist ein handschriftliches Verzeichniss von Monogrammen,