Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
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2 GL Nr. 4 — 8.

Zeichen findet man auf kleinen Kupferstichen von Crispin von Quee-boorn in einem Werke des Dichters J. Cats: S Weerelts begin, mid-den eynde, beslolen in den trov-ring, mit den proefstein etc. etc.Bordrecht 1637. Er fügte an das Monogramm aucn den Namen cuyp.Ein seltenes Werk mit Abbildungen von Thieren hat den Titel: Di-versa animalia quadrupedia ad vivum delineata a Jacobo Cupio.Alque aeri insculpla a R. Persyn, Jam vero in lucem edita per Mi—coiaum Joannis Visscherum Ante. iG41. Folge von 12 Blättern, qu. 4.

Johann Gelle, Kupferstecher von Cöln, war in der ersten Hälftedes 17. Jahrhunderts in der genannten Stadt, und dann auchjp^ f£/ in Middelburg und in Leyden thätig. Ch. le Blanc nennt ihn(SXifvs den Bruder des Claude Gelleo le Lorrain, was nicht der Fallseyn kann, da der Künstler auf Blättern der Academie de l'Espiede Gerard Thibault „J. Gelle Coloniensis" zeichnet. Dieses Werk er-schien 1030 zu Leyden bei Elzevicr in roy. fol. Auf den meisten dervon ihm herrührenden Kupferstiche steht der Name, die BuchstabenJ G sind aber verbunden, wie oben das zweite Monogramm zeigt.Einzeln dürfte es selten vorkommen. Das erste Monogramm steht aufder Vignette des Titels eines Werkes des holländischen Dichters JakobCats: Self-Stryt. Middelburg 1020, 4. Diese Vignette stellt ein Wappenmit Krone von Palmen umgeben vor. Auf dem fliegenden Bande steht:of net 1021 of niet. Gello lieferte mehrere Blätter zur Illustrationder Werke des J. Cats. Auf einem solchen mit Adam und Eva undden beiden Knaben in der Hütte steht der Name, und die beiden Buch-staben sind wie oben verbunden. Man findet auch noch mehrere andereBlätter von Gelle. Zu seinen früheren gehören drei Vorstellungen ausder Parabel vom verlornen Sohne nach Augustin Braun in Cöln. Dasvierte Blatt dieser seltenen Folge, welche bei C. Visscher erschien,ist von J. Hogenborg gestochen, kl. fol. Das Titelkupfer zum Werkedes Ludwig de Ponte: De Christiani hominis perfectione, 4. ColoniaeAgrippinae 10 10, geht vielleicht vorher. Ch. le Blanc schreibt ihmaiich ein Bildniss des Königs Heinrich IV. (Henry de Bourbon IV.) nachG. Geldorp aus dem Verlage des Job. Gouarts zu. Dieses Blatt mussnach Geldorp Gortzius gestochen seyn, vielleicht 1CI0, da der Königin diesem Jahre ermordet wurde. Ausserdem haben wir noch folgendesWerk von ihm: Tyrocinia arlis picloriae 1030. Folge von 24 Blättern.H. !i Z. 2 L. Br. 7 Z. 10 L.

5. Jean de Gnurmnnt. Zeichner und Kupferstecher, war in seiner—z-(~"\ früheren Zeit in Iiyon thätig, liess sich aber später mit

Cil\r&\ '& seincm Bruder Francois in Paris nieder, wo er ein Ge-' xL)'^ scnä ft für Kupferstiche und Holzschnitte gründete, undrn™^ "T) aucn c ' ne L rllc ' {ore ' besass. Letzteres geht aus folgen-ALION^Jf' dem Werke hervor: Sacra I'arisiorum ancora. A Parispar Jean et Francois de Gourmont frdres demevrant rue sainetJean de Latran, arsec priv. du Roy 100 7, gr. 4. Nach dem Titel-blatte folgt ein grosser Holzschnitt, welcher den Verfasser des Buches,den Christofe de Savigny, vorstellt, wie er dem sitzenden Ludovicode Gonzaque Duc de Miternois et Rhelelois, Prince de Mantove etPair de France das Work überreicht, indem es ihm dedicirt ist. Nachder gefälligen Mittheilung des Herrn Direktor Passavant erhielt Jeande Gourmont in Paris den Gnadenadel, und somit wird er erst inspäterer Zeit sich de Gourmont genannt haben. In diesem Falle musser auch in Paris das frühere Monogramm geändert haben, denn er isthöchst wahrscheinlich jener Jean de Gourmont, welcher sich des ausD G, resp. DG I bestehenden Monogramms IL Nr. 1110 bedient hat. Wir