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3 (1863) GK - IML
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GL Nr. !>. 3

haben Kupferstiche und Holzschnitte mit diesem Zeichen aufgezählt,welche demnach alle später fallen müssen, als die Blätter mit obigemZeichen, in welchem das Prädikat De nicht ausgedrückt ist. Der Bei-satz alion, d. i. a lyon, deutet auf den Aufenthalt des Künstlers inLyon, und in dieser Stadt scheinen alle jene Blätter gestochen zu seyn,welche das eine oder das andere der gegebenen Zeichen tragen. Wannsich der Künstler in Paris niedergelassen habe, ist ^nbokannt, wennaber unser Monogrammist mit dem Jean de Gourmont II. No. 1110, wiewir glauben wollen, wirklich Eine Person ist, so war er schon vor1S74 in Paris ansässig, da eine No. !> beschriebene, in Holz geschnit-tene Titeleinfassung die Jahrzahl 1674 trägt.

Früher nannte man den Träger des gegebenen Zeichens J. G. Alion,und auch J. Gallon, weil das Wort alion missverstanden wurde. Auchim Künstler-Lexicon I. S. 58 sind die Blätter des Künstlers unterdiesem Namen aufgezählt, doch mit der Bemerkung, dass dadurch derAufenthaltsort des Meisters angedeutet sei. Als einen damals nochunbekannten Monogrammistcn hätten wir ihn in dem genannten Werkegar nicht einführen können, wenn nicht ein Aushängschild gewähltworden wäre. Der alte Füssly hatte wahrscheinlich keine Kunde vonihm, so wie diess mit Christ der Fall ist. Frenzel hat sich (1842) imvierten Bande des Sternberg'schen Catalogs No. 4 einen eigenen Namengeschaffen, einen J. G. Alliou von Lyon, welchen wir der Phantasiedes Verfassers des Cataloges überlassen. Andere verwechselten diesenMeister mit Jacques Granthomme von Heidelberg, oder wollten wenig-stens einen älteren, in Lyon lebenden Meister dieses Namens heraus-finden. Dieser Granthomme ist ein jüngerer Künstler, und hatte wohlnie in Lyon gelebt. Auch besteht sein Monogramm aus modernerenCursiven GJ, und die zuweilen beigefügte Adresse: Exend. Haidel-hergae, lässt keinen Zweifel übrig. Er trat gegen 1590 auf, und lebteum 1 (i()0 zu Frankfurt a. M. im Hause des Theodor de Bry, also zueiner Zeit, in welcher J. de Gourmont nicht mehr am Leben war. DieThätigkeit des Letzteren in Lyon fällt um 1600—1570. Die oben gegebenenZeichen des J. de Gourmont haben wir nach Originalblättern copirt,bis auf das verkehrte, welches Bartsch gibt. Ein dem ersten ähnlichesMonogramm schreibt Christ, Monogr.-Erklärung S. 260, dem J. Grant-homme (Grandhomme) zu, und ist daher der erste, welcher den Heidel-berger mit dem französischen Meister verwechselt. Ch. le Blanc nenntihn in seinem Manuel de V Amateur d' Estampes ebenfalls J. Granthomme.Bartsch IX. p. 143 ff. beschreibt sechzehn Blätter von diesem ihmunbekannten Monogrammisten. Robert-Dumesnil VII. p. 18 ff. bringtaber das Verzeichniss auf 23 Kupferstiche. Fast auf allen Blätternkommt das Monogramm vor, den Beisatz alion fand aber Bartsch nurauf einem, nämlich auf jenem mit der Stallruine in Bethlehem. Rechtsvorn in dieser betet Maria knieend das auf Stroh am Boden liegendeJesuskind an, und links bemerkt man Joseph bei den beiden Thieren.Das Wort alion mit dem verkehrten Zeichen ist unten in der Mitte.Rund. Durchmesser 7 Z. 3 L. B. No. i , R.-D. No. 2. Ein anderesBlatt mit dem Monogramme und dem Worte alion stellt zwei sichraufende Goldschmiede in ihrem reich ausgestatteten Atelier vor. Höhe3 Z. Breite 4 Z. Die von Bartsch beschriebenen Blätter haben wir,wie bemerkt, im Künstler-Lexicon aufgezählt, und somit gehen wirnicht weiter ein, da auch Robert-Dumesnil, und nach ihm Ch. le Blancein Verzeichniss geliefert haben. Nachträglich erwähnen wir nur nochein sehr seltenes Blatt, welches Vulkan am Ambos in einer grossenSchmiedhalle, und rechts Aeneas sitzend vorstellt. Unten am Ambosist das kleinere Zeichen. Durchmesser 3 Z. Dem Verzeichnisse des

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