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1. Johann Günther oder Ginther, war in der ersten Hälfte des(T* A 17. Jahrhunderts thätig. Er dürfte in Oesterreich gelebtyJ~-;(D04. haben, oder vielleicht auf seiner Wanderung nach Wien ge-kommen seyn. Das obige Zeichen fand Brulliot I. No. 214!> auf einemGemälde, welches den Kaiser Mathias auf dem Throne vorstellt. Manfindet auch noch andere Bildnisse in Ocl, und Zeichnungen in rotherund schwarzer Kreide, welche mit dem Monogramme und mit demNamen bezeichnet sind. Eines ähnlichen Zeichens bediente sich auchJohann Gödeler , welcher II. No. 3103 eine Stelle behauptet. Er warin der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Oesterreich thätig.
2. Jörg Gaertner, nennt Paul Behaim in seinem handschriftlichen(fr (f 1 ft~ Verzeichnisse, dessen wir in der Einleitung zum erstenJr ,r ,^f'.*, Bande VI. erwähnt haben, den Träger dieses Zeichens.P. Behaim, ein Patrizier aus Nürnberg, beschrieb seine Kunstsammlung1618, und daher muss Jörg Gärtner als dessen Zeitgenosse betrachtetwerden. Die Kupferstiche mit den gegebenen Zeichen stammen ausder früheren Zeit des 17. Jahrhunderts, und der Verfertiger wird inNürnberg gelebt haben, nämlich der ältere Georg Gärtner, welcher alsCopist Dürer'scher Werke bekannt ist und 1040 starb. Fronzel (CatalogSternberg I. No. 4387) schreibt die Blätter mit diesem Zeichen einemanonymen italienischen Meister zu, und spielt auf Brulliot I. No. 2144an, welcher sie für deutsche Arbeiten hält. Wir legen auf die an-scheinliche Correktur Frenzel's keinen Wcrth, da auch der deutscheJörg Gärtner in italienischer Weise gearbeitet haben kann. DieserKünstler bediente sich auch des im zweiten Bande No. 3110 beige-fügten Monogramms.
Die gegebenen Zeichen findet man auch auf Kupferstichen, welchein einer Folge von wenigstens vier Blättern die Tugenden vorstellen.Auf jedem Blatte kommen zwei weibliche Figuren vor. Höhe 3 Z,4 —7 L. Breite 2 Z. 10 L. — 3 Z.
1) Fortuna et Temperantia.
2) Charitas et Jnstitia.
3) Cognitio et Prudentia.
4) Fides et Spes.
3. Jakob Gerritz Cuijp, genannt de Oude Cuijp, geboren zuDordrecht lü7. ! >, war Schüler von A. Bloemaert, folgte aberder Richtung desselben nicht. Er malte Landschaften mit(piin> Kühen und Schafen, militärische Vorfälle und besonders Bild-nisse. Im Museum zu Amsterdam ist ein schönes Gemälde, welches dieGrossältorn des Malers Cornelis Troost und ihre Kinder vorstellt.Jakob Gerritz war noch 1642 thätig. Damals gründete er mit anderenKünstlern eine neue St. Lukas-Gilde für Kunstmaler. Die gegebenen
Moaogrammistcu Bd. III. t
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