Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
958
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958 CB. Nr. 2287-2290.

Schlaflcben der Auguste K. in Dresden 1841; die Gräber der Livcn,mit vielen Abbildungen, Dresden 1850; Vortrüge über Dante's gött-liche Comödic, Dresden 1852; der animalische Magnetismus und diecxpcrimcntircnden Naturwissenschaften, Dresden 1854. Werke dieserArt gehören zwar nicht in unser Bereich, sie beurkunden aber einengelehrten Künstler.

2287. Carl Beichling, Kupferstecher und Lithograph, war um1810 — 1825 in Dresden thiltig. Er stach Landschaften undarchitektonische Ansichten, und zeichnete deren auch auf Stein.Blätter dieser Art sind mit dem Monogramme versehen.

2288. Carl Georg von Berg, Maler, war um 1843 Zögling dert-^ Akademie in München, und machte sich durch militärische

/IV Vorstellungen bekannt. Auf einigen Bildern findet man das\T/) gegebene Monogramm. C. G. von Berg ist nur als Dilettant_C-' zu betrachten.

2289. Paul Severln, Formschneider in Prag, welcher in der

ß ersten Hälfte des Iß. Jahrhunderts lebte. Das gegebene Mono-gramm scheint aus den Buchstaben Co zu bestehen, es ist aberP S zu lesen. Man findet es auf Holzschnitten in der Kronyka Czeskd.Prag lobt, 4. Sie sind von Paul Scverin gefertiget, dessen Mono-gramm auf anderen Blättern deutlicher P S zeigt. Diese böhmischeChronik wurde vor einigen Jahren in Wien mit den alten Letternund Holzschnitten wieder gedruckt.

2290. Cornelia Blecker soll nach Christ (Monogrammen-Erklärung/B (tj S. 121) und Malpe (II. pl. I. No. 69) der Träger des erstenxD/Ü der gegebenen Zeichen heissen. Es hat aber unsers Wissenskein Künstler des Namens Cornelia Bleckor gelebt. Wenigstens kannman den Taufnamen nicht nachweisen, wenn nicht allenfalls der vondem Dichter Jan Vondael in dessen ..Gelrouwe Uerdcrin, l.nndspcel <"*Gedichten 165)1" gepriesene Haarlemer Blcckcrs Cornelis geheissen hat.Dieser Bleckcrs malte historische Darstellungen, welche das Geprftg*eines talentvollen Künstlers tragen. J. Vondael rühmt besonders denTriumph der Venus, welchen Bleckers für den Prinzen von Oranicngemalt hatte. Obige Zeichen findet man ebenfalls auf historiscHö"Bildern, welche aber der neueren Critik nicht in dem Grade genüget')als diess bei Vondael der Fall war. Auf radirten Blättern mit denJahrzahlen ifilUl und ißM nennt sich ein G. Blecker, sie entspreche"aber ebenfalls den Lobpreisungen des genannten Dichters nicht, indemdie Zeichnung manierirt, und die Compositum von bizarrem Geschmackeist. Allein auch Werke dieser Art fanden im 17. Jahrhundert Ver-ehrer, besonders wenn Feuer und Energie aus den Bildern BpHcM-Diese Eigenschaft vermisste Vondael wohl nicht, und auch die Zeit' 1 'nung genügte ihm in gewisser Hinsicht. Und somit könnton die Ge-mälde mit den gegebenen Monogrammen von G. Blecker seyn. D° rlluchstabe 6 deutet vielleicht den Taufnamon „Gaspard" an, und dadieser gleichbedeutend mit Ca-ipar ist, ja beide Namen von einem unddemselben Künstler abwechselnd gebraucht werden, so könnte d' 19Monogramm Caspar Blecker bedeuten. Füssly spricht von einemJ. G. Blecker, welcher nach seiner Ansicht mit dem Kadirer G. Bleck 01Eine Person seyn könnte. Aus diesem J. G. Blecker, welcher n» 1durch die unrichtige Erklärung des aus ./ (1 ß bestehenden Mi» 1 ' 1 'gramms des J. G. Bronchorst (nicht Bronkhorst) entstanden ist, niacliHeller einen Johann Caspar Blecker, sowohl in seinem Monogramme 11 'Lexicon, als im Handbuche für Kupferstichsammler. Auch in Frenze 19