Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
953
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CAS-CAT. Nr. 2270-2273. 953

W halber Höhe steht: Carra: in., uud in der Mitte unten die Jahr-zahl inoi. 11. 8 Z. Br. 6 Z.

Die späteren Abdrücke haben die Buchstaben P. S. F., d. h. PctriStefanoni Formis.

2270. Cornelius Sentit findet unter dem Monogramme CS einet>. ausführliche Stelle, und es sind dort auch die radirten Blftt-

^_ ^j ^r beschrieben, auf welchen die gegebenen Zeichen vor-kommen. Es ist C. Schut Antverpiensis zu losen.

2271 CAT Heller (Monogr.-Ucx. S. 6(>) sagt, dass sich dieseJ ' Buchstaben auf den niederländischen Formschnei-der Antonius Cornelius, oder Cornel Teunissen beziehen. Der ge-bannte Schriftsteller lässt diesen Meister um 1440 arbeiten. Hierinherrscht ein doppelter Irrthum. C. Teunissen zeichnete nichtj-^ T , sondern C T zu den Seiten eines Cylinders mit darauf-Resetztem Kreuze, welcher daher mit Unrecht für A genommen wurde.Auch lebte Cornclis Antoniszc, oder nach dem Volksdialckt Teunissen,Vl el spater, als Heller angibt.

2272. CATAK1NVS P1NXIT. ffM

einem alten Gemälde in der Samndung des Sig. Agostino Tini zu Cittädj Castello. Es stellt die hl. Jungfrau mit dem Kinde in einem azur-blauen UIU i m jt goldenes Arabesken verzierten Mantel vor. Sie sitztauf einer mit Blumen besäeten Frderhdhung, und zu ihren FüssenJjegt der Mond, wie durch Zufall dahin geworfen. Unten auf einemZettel steht der Name des Künstlers.

Cav. G. Mancm i (Memoria di akuni arlcfiä clel disegno che fiorirono,n ciuä di Castello II. p. 42) glaubt, dass dieses Gemälde zu Endedes 12. oder in der ersten Zeit des 13. Jahrhunderts entstanden sei,u ml daher der Periode vor Cimabuo angehöre. Ticozzi behauptet,dass sich im Convcnte Corpus Damin] zu Venedig eine Tafel mit derAufschrift Kalarinus pirueü befunden habe. Allein weder Ridolfi noch^anzi wissen von einem Venezianer „Katarinus" etwas Gewisses, und** nn zu Anfang unseres Jahrhunderts, wie die Sage geht, in Venedig■wirklich ein Bild mit dieser Inschrift vorhanden gewesen wäre, sodürfte es den genannten Forschern nicht entgangen seyn. Die obige'nschrift ist aber verbürgt. Sig. Tini besitzt einen merkwürdigenSchatz aus der Zeit der Kindheit der Kunst. Nach Cav. Mancinis l'. l 'ieht aus dem Bilde der Madonna des Meisters Catarinus ein ge-wisser „gusto gotico-tedesco", die Deutschen werden ihm aber seinenLandsmann Catarinus nicht entführen, da er ihn entschieden für CittäUl Castello in Anspruch nimmt.

2273. Unbekannter Formschneider. Dieses Zeichen findet man

^*4 auf einem schönen, in der "Weise des Hans Burgkmair bc-I ^* handelten Holzschnitte, welcher den hl. llochus vorstellt.VXf* Der Heilige steht auf einem Piedestal, stützt die rechte, ^-* Hand auf den Stock, und hält in der anderen einen Rosen-Kranz. Am Piedestal sieht man zwei kleine Figuren in Verehrung,'""I ausser dem obigen Zeichen ist noch ein zweites, aus TNF be-gehendes Monogramm beigefügt. Unten in der Mitte steht die Jahr-Zahl MD V. Oben liest man: Ad xpeetatum doclrina et pietate patriciumWrum ]) om i num Sixtum Tücher. — De diui liochi Confessoris vita etc.Rechts und links am Rande sind lateinische Verse, kl. fol.

Brulliot I. No. 205 scheint ein beschnittenes Exemplar vor sichgehabt zu haben, da er weder von den Versen, noch von der Auf-