Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
938
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938 CAH. Nr. 2218—2220.

Städleansichtcn, Landschaften, und Ornamente für Goldschmiede undBronzearbeiter. Auf mehreren Blättern stehen die Initialen seinesNamens, wie auf den 12 Illustrationen eines ehedem vielgelesenenBernau: Siegwart, eine Iilostorgcsehichle. Auch einige seiner Muster-blätter sind mit den Anfangsbuchstaben des Namens bezeichnet. Hieerschienen in Folgen zu 4 Stücken, und scheinen zahlreich zu seyn.Das erste Blatt einer Folge mit Pendeln, Thürklopforn, Schlössern,Friesen und Rosetten im Geschmacke des Zeitalters Ludwig XVI , batden Titel: Neueste Gürtler Arbeit. V. A. Grossmann exe. A. V. , kl. fol.Dieses Heft bildet No. 21 einer grösseren Mustersammlung. Kino an-dere Folge von 4 radirten Blättern, No. 28 der Sammlung, stelltTrophäen, musikalische Instrumente, Schäfersccnen, Blumenkränze,Guirlanden etc. vor. Auf dem ersten Blatte steht: VA. Grossmann exe,kl. fol. Eine Folge von 4 Blättern mit Mustern für Schlosser bildfitNo. 29 der Sammlung, kl. fol. Die Sammlung von Musterblättcrn istaber nicht von Grossmann allein bearbeitet. Er ist von mehrerenHeften nur der Verleger. So ist das erste Heft mit Blumcnsträussenvon J. M. Frey radirt, 4. Zu seinen schönsten Arbeiten gehören dieLandschaften mit Gefechten und anderen militärischen Auftritten, qu. 8und kl. qu. fol. Auch nach J. G. Wagner hat er vier schöne Land-schaften radirt, qu. 4. Der Künstler schrieb Grossmann und Grosmann.

2218. Carl August Helmsauer, Kunstliebhaber, wurde 1789 zug|-[ r Heidelberg geboren, und trat 1812 als Lieutenant in den k-

\J ' bayerischen Staatsdienst über. Er radirte Bildnisse und Land-schaften in Kupfer, und befasste sich auch mit der Lithographie. SeinMonogramm findet man auf einem landschaftlichen Blatte mit einerGruppe von drei Bäumen, 1(107. H. 6 Z. 9 L. Br. 8 Z. i L. EUsteht auch auf eincrCopie nach Martin Schön. Dieses Blatt enthält dasBildniss einer mit Blumen bekränzten jungen Frau mit langem, herab-fallendem Haar, wie sie die beiden Arme auf den Tisch legt, kl. 4.Das Monogramm hat die obige Form mit beigefügtem /. Dann radirt«Helmsaucr auch sein eigenes Bildniss. An das Monogramm reiht sichdie Schrift: nat. 17(l!>, ipse f. 1(125, gr. 8. Auch auf einer litho-graphirten Copie nach II. Goltzius findet man das Zeichen Helnisauer's-Dieses Blatt stellt Venus und Amor vor.

2219. Unbekannter Maler oder Zeichner, welcher um 1659 thätifl/T) war. Das gegebene Zeichen, mit dem Beisätze: inv. V. Spada

<JH del. Florent. 16t!), entnehmen wir dem von Frenzel redigirtenCatalog Sternberg I. No. 6188, können aber für die Genauigkeit derNachbildung nicht einstehen, da Frenzel mit der Zeichnung es flüchtignahm. Das Blatt mit demselben ist in der Weise des Jakob Call«'radirt, und stellt den hl. Cajetan vor, fol. Frenzel schreibt es demValerio Spada zu, welcher sich demnach einer fremden Zeichnung bc-dient hat, vielleicht einer solchen des Hieronymus Agrieola in Inns-bruck. Spada lebte längere Zeit in dieser Stadt, und radirte daselbst1655 auch Theater-Decorationen nach II. Agrieola. Wenn sich dasMonogramm auf letzteren beziehen sollte, so müssten wir A II lesen,und der anscheinlich das C bildende Schnörkel wäre ohne Bedeutung-

2220. Christoph Achatius Hager, ein um 1654 lebender Scbreil>-

C A H mfi J ster ) S °U llacn Heller, Monogr.-Lex. S. 65, durch di« s «Vj.t\.n. jjuphstabcn seinen Namen angedeutet haben. Irgend eineZeichnung, oder einen Kupferstich nennt der genannte Schriftstellernicht, die Initialen dürften sich aber auf Blättern mit Schriften finden.Sic sind wahrscheinlich in Kupfer gestochen.