Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
899
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BV. Nr. 2096. 899

2096. Hans Bocksberger oder Bockspergcr, nicht Bernhardty~ nr Jobin, nennt man jetzt ziemlich allgemein den Forni-

,J^ Schneider mit den gegebenen Zeichen, welchen aber BartschH3 TRkT ^' P' * 2 * 7Al ( ' en nnol, y ,nen Künstlern aus der Schule des

^2» Tobias Stimmer und Jost Amman zählt, und zwar mit mehrGrund, da der Meister B V oder II I zu den Formschneidern von Pro-fession gehört. Auf Hans liocksberger verfiel man wahrscheinlichdurch einige mit Holzschnitten illustrirte Werke. Darunter nennenw 'r: „NKutoe biblische Figuren, dess Alten vnd Neuwen Testaments, ge-ordnet vnd gestellt durch den fürlre/fliehen vnd Kunstreichen Johann Bock-8 pergnr von Salzburg, den jüngeren, vnd nachgerissen mit sonderbaremFleiss durch — — Jost Amman. (ledruckt zu Frankfurt am MayntoDLxiIU.", qu. 4. Dieses Werk enthält 133 biblische Darstellungen."■ 4 Z. 1 L. Br. 5 Z. 7 — 8 L. — Hans Bocksberger ist aber nura 'S Zeichner genannt, und Jost Amman übertrug die Compositionena Uf Holz zum Schnitte. Holzschnitte zu den biblischen Figuren lieferteausser J. Amman auch der Monogrammist B V oder B1, da unterseinem Zeichen das Messerchen angebracht ist. Auch auf dem Titel:»Ein new Thierbuch — Durch (leorg Schallerum von München gantifleissig beschrieben. — Frankfurt am Mayn bei Martin Lechler, in Ver-legung Ilieronymi Feierabends ISO!)", gr. 8., heisst es, dass HansBocksberger jun. die Thiero in ..visirung gestellt'•, und Jost Ammandieselben gerissen habe. Nur wenige der 104 schönen Holzschnitte habenaber die Initialen IA, keines das Zeichen B V, so dass unser Meisterjür dieses Werk gar nicht gearbeitet haben dürfte. Dem Hans Bocks-borger und Jost Amman wird aber auch in der Ausgabe des Thier-buches von 1579 das Recht gesichert, indem Sigmund Feyrabend inder Vorrede d. d. 12 März IST!) sagt, er habe die Thiere durchBans Bocksperger (dergleichen er keinen wisse, der ihm solches mit■fhieren bevorthue) in Visirung bringen, und nachmals durch J. Am->nan in Zürich reissen lassen. Diese Vorrede ist auch in der Aus-gabe von 1592, kein Blatt aber trägt das dem H. Bocksberger zuge-schriebene Zeichen, oder vielmehr unsers muthmasslichen Bernhard"Obin. Dem Hans Bocksberger begegnen wir nach seinem Zeichenwahrscheinlich in folgendem Werke: ,,Neuwe UvischeFiguren, darinnen( * 1<! ganlze römische Historien künstlich begriffen und angezeigt. GeordnetUn d gestellt durch den fürtrefflichen und kunstreichen Johann Bocksbergern"°n Salzburg den Jüngern vnd mit sonderm fleiss nachgerissen durch den«uc/i kunstreichen vnd toolerfahrnen Joss Amman. — Gedruckt zu Frank-fvfl am Mayn bei Georg Haben vnd Weygandt Hanen Erben MDLXX.J 'ieses Werk, welches Bartsch nicht kennt, und auch in einer Ausgabev, >" 1573 existirt, enthält 108 Blätter, wovon No. 21 ein aus BAB0( ler lAB bestehendes Monogramm hat, wie diess oben in der zwei-en Reihe links gegeben ist. Dieses Zeichen ist wohl eher auf H.^Ofksberger zu deuten, selbst in dem Falle, dass IA auf J. Amman8lc h bezieht, indem li dann nur den Salzburger Meister andeuten•nüsstc. Das anscheinlich aus B V bestehende Monogramm kommt" ,,r auf den Blättern No. 17 u. 63 vor. Das erste und das zweite''eichen, von welchem hier immer die Rede war, so wie das vierte,•J 1 ' 1 und ohne Messerchen, findet man auch in der deutschen AusgabedftSi T. Livius und L. Florus mit Holzschnitten von und nach Tobias''"'1 Hans Christoph Stimmer, wovon Bartsch im Artikel des ersteren,**• p. 348 No. 64, eine Folio-Ausgabe ohne Ort und Datum, wir aber£ ln e Strassburgcr Ausgabe von 1575 bei Theodosius Rihel kennen,''er Meister B V oder B I schnitt auch die schöne DruckervignetteQe s letzteren. Sie zeigt in Oval die allegorische Figur der Mässigung,