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1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
868
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868 BR. Nr. 2020 — 2021.

Christ nio ein Zeichen aus sich selbst erfunden hat. Der alte „De-noit Rigaud" dürfte zuweilen Ursache gehabt haben, seinen Namenunter einem Monogramme zu Verbergen, da er die Satyre walten Hess.Den Namen findet man aber nui einem Folioblatte von 1570, welchesdie Hinrichtung der Grafen von Kgmont und Dorn vorstellt. Ilebri-gena sei dicss nur im Vorübergehen bemerkt. Christ könnte aucheine schlechte Copie des folgenden Monogramms gehabt haben, inwelchem sich vielleicht das Räthsol löset.

2020. unbekannter Kupferstecher oder Verleger, welcher umy^ 1537 in Frankreich thätig war. Robert-Dumesnil, P. gr.

|p^T| fr. VIII. p. 10, kennt nur ein einziges Blatt von ihm,I _ welches äusserst selten vorkommt. Den Hintergrund bil-IB^HJ/iX, det das Prätoriuin, nach dem von Marc Anton gestoche-nen Blatte mit der Marter des hl. Lorenz, U. XIV. p. 89. In dem-selben ist eine Loge mit dem versammelten Senate unter dem Vor-sitze des Cornelius Secularis, welcher den Henkern Befehl erthcilt.Rechts unten ist das Täfelchcn mit dem Monogramme, und gegenüberein zweites mit der Jahrzahl 1537. II. 91 in Br. 196 m.

Dieses Blatt ist in der Weise der grossen Stiche des Mono-grainmisten C C (C. Corneille) von Lyon behandelt, B. IX. p. 44,R.-D. VI. p. 7.

Unser Monogrammist dürfte daher ebenfalls in Lyon gelebt haben,und vielleicht ist er der Verleger Balthasar Arnoullot, bei welchemmehrere Blätter des Meisters C C erschienen. Ein ähnliches, aberkleineres, und theils undeutliches Zeichen, schliesst sich auf diesenStichen an das Wort l.ugd. , und es deutet sicher den Namen des B.Arnoullot an. Letzterer war aber nicht Kupferstecher. Das be-schriebene Blatt ist daher höchst wahrscheinlich von Claude Corneillegestochen, und als ein Jugondwerk desselben zu betrachten.

Christ schreibt ein ähnliches Zeichen, das vorhergehende, derTradition nach dem Bernard Salomon zu, wofür wir keinen Grundfinden. Brulliot, App. I. No. 147, gibt obiges Monogramm in andererForm, nämlich mit unausgefüllten Linien. Es wurde ihm von zweiterHand mitgethoilt, mit der Bemerkung, dass darunter ein sehr mittel*massiger italienischer Meister seinen Namen angedeutet habe. DieseAnsicht spricht nicht gegen C. Corneille.

2021. Rene Boyvin, Zeichner und Kupferstecher von Angers,■j, gehört zu den fruchtbarsten französischen Künstlern des

* •'-V* 16. Jahrhunderts. Mehrere seiner Blätter sind anonym, vor-&■•/**■ nehmlich die Radiningen. Auf anderen Stichen steht: Rena-lus II. Andegavensis Facicbat. Renalvs Boi/vinvs Andegavensis Faciebal,RENATVS. BOYVINVS. ANDEGAVENSIS. FACIEBAT., Renatmfec.itoder Fecit, RENATVS. F., und RENATVS B. F. Eine ziemlicheAnzahl dieser Blätter ist auch mit dem Monogramme versehen. Robert-Dumesnil P. gr. fr. VIII. p. 18 fi'. beschreibt 226 Blätter, auf welchendie Jahrzablcu töSfl, ir,(H), 1,1(13, 1/JOO, 1575, ,/577, 167!) undlti/IO vorkommen. Sein Geburtsjahr ist unbekannt. Vasari sagt imLeben des Marc-Antonio, der Künstler habe schon zu Lebzeiten desMaestro Rosso (M. Rous) gearbeitet, so dass Boyvin in den erstenfünfzehn Jahren des 16. Jahrhunderts geboren seyn miisstc, da Rosso1541 starb. Allein Vasari hat sich mit unserem Künstler zu wieder-holten Malen geirrt, und da keines der Blätter nach Maitre Rous eine.lahrzahl trägt, so könnten sie auch nach dessen Tod gestochen wor-den seyn. Die gewöhnliche Angabe, dass Boyvin gegen 1530 geboren