Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
867
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BR. Nr. 2017-2019.

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2017. Renatus Beck, Buchdrucker in Strasburg. Sein Namens-zeichen findet man auf einem Holzschnitte, welchereinen nackten Mann mit dem Schilde vorstellt. Letz-terer ist mittelst Riemen Bach noch an einem Baumebefestiget. Es ist dies die Drucker- oder Verlngs-rignette des Renatas Beck, welcher im ersten Vierteldes 16. Jahrhunderts in Strassburg thätig war. Beiihm wurde 1515 „Jinee Silva Germania" gedruckt.Diesem Werke gab Beck die Vignette bei, sowie siesich (überhaupt in allen seinen Verlags-Artikeln findenwird. In Rothscholzen's Buchhändler,- und Buch-drucker-Symbolen findet man ebenfalls eine Abbildung,

welche aber weniger genau ist.

2018. Bernhard Riehel, Buchdrucker in Basel, bediente sicheines Signets, welches als Adresse zu nehmen ist.Der Schild mit B H hängt an einem abgehauenenBaumast, und gegenüber ein zweiter Schild, in wel-chem die Umrisse dreier Berge auf weissem Grundesich zeigen. Riehel druckte von 1477 - 1482 in Basel.Wenigstens sind keine späteren Druckwerke mit sei-ner Vignette bekannt Die Nachkommen desselbenHessen sich in Strassburg nieder, und'waren eben-falls Buchdrucker. Die Offizin des Wendelin Rihcl oder Riehel ent-wickelte um die Mitte des 16. Jahrhunderts eine grosse Thätigkeit.In seiner Vignette ist eine geflügelte weihliche Figur mit dem Zaume,"nd an einem Piedcstalo ist das Zeichen angebracht. Er bedientesich eines anderen Signctes, als der alte Bernhard Riehel.

2019. Bernard Salomon, genannt Petit Bornard, soll derTräger dieses Zeichens seyn. Christ (Monogrammen-Er-klärung S. 129) ist der erste, welcher es durch Nachbild-ung bekannt machte, Malpe, Brulliot, Heller u. A. folgten

Buch, fügten dem grossen Zeichen des erwähnten Schrift-• stellers das kleinere bei, und zuletzt wurde das Mono-gramm ohne Bedenken jenem Künstler zugeschrieben, obgleich manWeder eine Zeichnung noch einen Fonnschnitt mit demselben namhaftmachen konnte. Auch Christ sah kein Blatt mit diesem Zeichen, in-dem er nur sagt, dass ein H und ein H hiiieingczciclmot, den Bernardle Petit von Lyon bedeuten soll, wovon er sich aber durch Autopsienicht überzeugen konnte. Holzschnitte von Petit Bernard findet manin Druckwerken des Jean de Tournes (Tornaosius) und (Juilaume Ro-■ville in Lyon, es ist uns aber kein Blatt bekannt, welches auf solcheWeise bezeichnet ist. Im Künstler-Lcxicon XIV. S. 220 haben wirmehrere Bücher mit Holzschnitten von Salomon Bernard verzeichnet,"nd hier machen wir nur noch auf die neueren Abdrücke von llolz-StOcken aus der alten Druckerei des J. de Tournes aufmerksam:Rccueil de fiijures sur bois, grave.es par le Petit Bernard de Lyon pour lestditions de Jean de Tournes et tirees ä part, probablement pour servirflu representalions dramatir/ues. 62 Blätter, 8. Diese Sammlung ent-halt Thcaterscenen und Ausdrucksköpfe. Letztere kommen in Porta'sPhysiognomie vor, es ist aber kein Blatt bezeichnet. Ob das Mono-gramm auf einer der theatralischen Vorstellungen vorkomme, wissenwir nicht. Die alten französischen Holzschnitte, besonders jene ausder Zeitgeschichte, sind indessen sehr selten geworden, und so könntedennoch ein Blatt mit einem ähnlichen Zeichen vorhanden seyn, da