Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
832
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832 BL. Nr. 1937 — 1939.

Er malte Landschaften mit Figuren und Thieren, und konnte sichselbst in Italien des vlämischen Einflusses nicht entäussern. DieserKünstler starb 1642.

Die Folge, zu welcher die obigen Thiere gehören, besteht aus 20Blättern, welche vielleicht unter einem Titclblatte erschienen.

1937. unbekannter Maler oder Zeichner, welcher in der erstenß T Hälfte des 17. Jahrhunderts in Italien thätig war. Giovanni

' * Temini (1620—1650) radirte nach seinen Zeichnungen ungefähr20 Blätter mit Arabesken, welche mit B. /,., oder mit einem aus diesenBuchstaben gebildeten Monogramme verschen sind. Auf anderen Blätterndieser Folge steht: Gio. Temini F. Venelia, 4.

Mit B. L. bezeichnet sind auch Blätter mit Ansichten römischerMonumente. Ob unter diesen Initialen der Zeichner, oder der Radircrzu verstehen sei, können wir nicht bestimmen. Sie fallen ebenfallsin die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts. Vielleicht handelt es sich umden oben erwähnten Balthasar Lauri, welcher lange Zeit in Rom lebte.

1938. Balthasar Le Mercier, oder Balthasar Lemken? Nach Christ

B. L. (Monogrammen-Erklärung S. 126) sollen die Buchstaben B. Lt) t einem unbekannten Balthasar Lemken angehören, er sagt aber" '-'• nicht, ob sie sich auf Kupferstichen, oder Holz chnitten be-finden. Wir kennen Blätter mit Mustern für Goldschmiede in zweiFolgen mit grottesken Verzierungen und Figuren. Sie sind etwas steifradirt, und bieten verschiedene drollige, und bizarre Gegenstände. Dieeine Folge enthält 12 Blätter in 4, welche von dem Meister L. K.(Lukas Kilian) copirt wurden. Ob unser B L. in Deutschland, inItalien oder in Frankreich gelebt habe, wagen wir nicht zu entscheiden.Auch die Angabe, dass B. Lemken die Blätter gestochen, oder ge-zeichnet habe, bleibt dahingestellt, da sich keine sichere Nachrichtüber einen Künstler dieses Namens findet. Wir möchten aber denBlick nach Frankreich wenden, wo um 1626 ein Zeicher BalthasarLemersier oder Lc Mcrsier lobte. Nach ihm stach Balthasar Moncorncteine Folge von 6 Blättern mit Mus'tern für Juweliere. Unter denSchmucksachen in Erbsenschottenform sind landschaftliche Parthicnmit Figuren einradirt, sowie auf Blättern der erwähnten Folge vonB L. Das erste Blatt der französischen Folge ist bezeichnet: Baltazar.Le Mersier. Inuentor. Baltazar Moncornct. Fecil. et. exeud. & Paris.A? 1626. Auf französische Abkunft eines Meisters B h. deutet auchdie Notiz bei Brulliot App. 11. No. 38. Dieser Schriftsteller erhieltKunde von einer Folge gestochener Arabesken, welche von einemfranzösischen Meister gegen P]ndc des 16. Jahrhunderts herrührensollen. H. 6 Z. 9 L. Br. 5 Zoll.

Die zweite Folge von dem Meister B L. enthält Goldschmieds-mustcr mit Figuren und Arabesken in Friesform. Jedes der Blätter,deren wenigstens zwölf vorkommen, hat zwei Zierstreifen, qu. 8.

1939. Unbekannter Medailleur. welcher mit den Initialen B. T.r> t zeichnete. P> lebte in der Zeit des Verfalls der Miniaturplastik,

seine Werke zeichnen sich aber durch Wahrheit der Darstellung,B k und durch zierliche Behandlung aus. Somit nimmt er durchseine Leistungen eine hervorragende Stelle ein, wie sie keiner derum 1660—1670 producirenden Künstler seines Faches behaupten kann.Er fertigte Medaillen zur Geschichte des Churfürsten Johann Georg III.von Sachsen, und auf ausgezeichnete Personen im Lande, wie solchemit den Bildnissen des Hans Andreas Hommel, Martin Geier, JohannAdam Scherzer etc. Die seltene ovale Gussmedaille mit Scherzer's