Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
770
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770 BDA-BDH. Nr. 1765 - 1769.

Von diesem Blatte haben wir durch Herrn Direktor Passavantebenfalls Kunde. Bf fand es im Cabinet zu Paris vor, nach dem vonihm gütigst mitgethoilten Facshnile des Künstlerzeichens sind aberdie Buchstaben jene der zweiten Reihe, so dass G d zu lesen ist, wäh-rend der erste, von Mr. le Blanc gegebene Buchstabe eher für b stattfür die alte Form des y zu nehmen ist. Passavant beschreibt dasBlatt genauer, als Ch. le Blaue. Er erklärt es für Arbeit eines nieder-deutschen Meisters zu Anfang des 16. Jahrhunderts.

Die halbe Figur des Heilandes mit der Dornenkrone auf demHaupte. Er hält gebunden Ruthe und Geissei, und neben ihm istPilatus. Unten steht: (Seit l)omo, und das Künstlcrzeichen. H. 3 Z-10 L. Br. 2 Z. 7 L. Unter g d werden wir zum Rückweise den Stockwiederholen.

1765. Abraham de Bruyn fand unter dem Monogramm ADBNo. 410 eine ausführliche Stelle, auf welche wir verweisen.

iS 1 ■ (f8 Das gegebene Zeichen findet man auf einem Kupferstiche■.tTqA. mit den apokalyptischen Reitern, welcher auch von Heinecke*~ L xx -' angezeigt werden. H. 3 Z. 1 L. Br. 4 Z. Die Zeichnungdürfte von Peter Borcht herrühren.

1766. Peter Baldenbach, Medailleur, geb. zu Lintz am RheinR n R * ^' w 'dmete seine Kunst dem österreichischen Kaiserhause,

• • und starb 1802. Wir haben seiner bereits unter dem Buch-staben B erwähnt, und daher ist dieser Artikel nur als Nachtrag zubetrachten. Auf einigen Schaumünzen steht auch der Name des Künst-lers: BalDenhach, oder in regelmässiger Orthographie. Hier erwähnenwir der beiden Medaillen auf den Tod des Königs Ludwig XVI. vonFrankreich, und seiner Gemahlin Marie Antoinette 1793. Beide sindim „Tr6sor de Numismatique et Glyptique, Med. de la Revolutionpl. 41" abgebildet. Eine andere Medaille von 1793 enthält das Bild-niss des Feldmarschall Prinzen Friedrich Josias von Coburg, bei Ge-legenheit der Vertreibung der Franzosen aus den Niederlanden geprägt'

1767. B. Dörbeck, einer der früheren Lithographen Berlins, zeich-lt rth nie f nct0 au * s °l cnc Weise einige seiner Blätter aus demIS. JJOeCK. f. y cr i ag( , uer Bruder Gropius. Auf anderen stehen dieBuchstaben BD.

1768. Balthasar dl Caro, Maler von Neapel, machte sich durchschöne Blumenstücke bekannt, malte aber auch Thicremit Vorliebe, besonders Vögel und Jagden. Diese Bilderverrathen ein ernstes Studium der thierischen Natur, undein bestimmtes Eingehen auf die charakteristischen Eigen-schaften der Thiere. Auf Bildern dieser Art steht dasMonogramm des Meisters. Die Mehrzahl seiner Werke

blieb in Italien, in den Schlössern des Königs Carl von Bourbon. B. diCaro war um 1730 thätig.

1769. Unbekannter Kupferstecher. Das erste Zeichen findet man

Mauf einem in Kupfer gestochenen Bildnisse des König 8JE%T Heinrich IV. von Frankreich. Es ist in einem mit Wein-/ - c ^ laub schön verzierten Rahmen, und oben im abgeschlosse-nen Felde steht: Henr. IV. Rechts unter dem französischen Wappensteht das Zeichen, und links enthält ein von Krone und Lorbeerenumgebenes Wappenschild dieselben Buchstaben B D H in ähnlicherVerschlingung, so dass man wohl Henri De Bourbon lesen muss. D» sBlatt ist in der Weise des Martin Rota gestochen. H. 9 Z. 3 L-Br. 6 Z. 4 L.

BC