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BD. Nr. 1755 — 1756. 767
Weise, wie Brulliot, gibt auch Rost das Monogramm, legt es aber demwomenico Maria Bonavera bei. Das Blatt mit St. Petrus ist in qu. fol.
Die hl. Magdalena sitzend, mit dem Kreuze auf dem Schoosse,halbe Figur in Profil. Rechts steht das zweite Zeichen, welches mitJenem des Bonavera mehr Aehnlichkeit hat, als das erste. Frenzel(Catalog Sternberg I. No. 65G7) schreibt aber das Blatt dem G. Buotti zu. Es ist zart radirt und gestochen, 4.
Nach der gefälligen Mittheilung des Herrn Harzen hat Dotti auch•mehrere Blätter mit Heiligen in halben Figuren fein radirt, und selbe■ait dem Monogramm in zweiter Form bezeichnet, 12. u. fol.
1755. Unbekannter Meister, welcher um 15^5-1558 thätig war.Er kommt mit einem anderen Künstler in Be-rührung, dessen Zeichen aus den Buchstaben II 1in der Art besteht, dass das I über dem Quer-strich des H angebracht ist. Die Namen dieser
Künstler konnten wir nicht herausfinden. Auch ist es nicht zu er-mitteln, welcher der Zeichner und welcher der Kornischneider undStecher ist. Ihr Vaterland dürfte die Schweiz seyn. Der eine•nachte aber in Italien Studien, was namentlich aus den Land-schaften erhellet.
Man findet diese Zeichen auf sehr mittelmässig behandelten Holz-8 chnitten, und auf sehr zierlich gestochenen Blättern.
1) Eine Folge von 6 in Holz geschnittenen Landschaften mitarchitektonischen Fragmenten, Gebäuden und Ruinen. Eines dieserBlätter zeigt eine Barke mit Pavillon, welcher mit dem Doppeladler"•nd den Wappen der Schweiz geziert ist, qu. fol.
2) Eine Folge von 15 gestochenen Blättern mit Mustern fürSilberschmiede. Sie bestehen in Schalen, Bechern und anderen Ott-'ässen, meistens reich verziert. Eines dieser Blätter trägt die Jahr-zahl ISTiH und beide Zeichen, die Mehrzahl ist aber ohne Monogramm, 4.
1756. Johann Theodor de Bry, oder Daniel Southemie. Dieses
'fl5\ Zeichen findet man auf kleinen Blättern mit Goldschmieds-Orna--*-*' menten, sowie auf Miisterblättern zn Dolch- und Messerheften,welche mit Arabesken und Figuren geziert sind. Brulliot I. No. 852»and im k. Kupferstich-Cabinet zu München ein Blatt mit zwei MusternEl < Messerheften vor, welche nach einer handschriftlichen Bemerkungauf dem Carton von A. de Blois gestochen worden seyn sollen. AlleinAbraham de Blois, welcher zu Anfang des 18. Jahrhunderts arbei-tte, hat in einer ganz anderen Weise gestochen, als der UrheberJenes Blattes Man vergleiche nur die fünf guten Blätter inBrouwer'sManier, welche de Blois nach A. Both gestochen hat, und in einzelnen^tzenden Figuren die fünf Sinne vorstellen, 8. Das Blatt mit denMesserheften ist sehr schön in der Weise des Johann Theodor de Brybehandelt, und von diesem Meister wohl selbst gearbeitet, so dass das Zei-len ,j)e Bry" zu lesen ist. Dieser J. T. de Bry, welcher 1561 zu Lüttichgeboren wurde, und 1623 zu Frankfurt am Main starb, stach vieleBlätter mit Mustern zu Messerheften, doch sind nur wenige bezeichnet.Auf ZW ei solchen Blättern steht: Jo. Theodori de Bry fe. et exeud.Dann stach er auch Musterblätter zu Ringen und anderen Schmuck-Merken. Zierleiston und kleine verzierte Felder kommen auf anderenBlättern vor. Die Stiche dieser Art gehören aber zu den Seltenheiten.Unter den Initialen I T B, und unter dem Monogramme IVB*erden wir auf ihn zurückkommen. Uebrigens aber wurde uns nochbemerkt, dass sich auch der französische Goldschmied und Medailleur,Daniel Bouthcmie, welcher um 1636 thätig war, eines dem obigen ahn-