BB. Nr. 1702. 747
8-3 Z. 8 L. Br. 5 Z. 2 L. Brulliot entnahm die Beschreibung die-ses Blattes wahrscheinlich dem genannten Cataloge, es dürften aber»nf demselben nicht die Buchstaben HUF stellen, wie er angibt, son-dern das Monogramm mit f. An". t099. Der Verfasser des Rigal-Schen Catalogcs setzt immer U B. f., statt anzuzeigen, das* das Mono-gramm des Künstlers sich vorfinde. Die Buchstaben, wie sie Brul-liot gibt, müssten gestochen seyn, was sicher nicht der Fall ist, dadas Blatt äusserst selten vorkommt und nur zur Probe gemacht wurde.Die Platte blieb unvollendet, und wohl vom Künstler selbst unbeachtet.Ausser dem Abdrucke der Sammlung Kigal findet man nur noch imMuseum zu Amsterdam, und im Cabinct des Erzherzogs Carl in WienExemplare.
Wenn nun auf dem erwähnten Blatte die Buchstaben II B F höchstwahrscheinlich nicht stehen, so fehlen sie sicher auf den grossenfadirten Blättern, welche die Marter des hl. Lorenz, und die Verthei-''ing des Getreides an die Brüder des Joseph in Acgypten vorstellen.Malpe, Brulliot in der ersten Ausgabe des Uictionnaire des monogram-Jfce«, Huber und Rost behaupten zwar, diese Blätter seyen mit li. B. F.bezeichnet, allein sie könnten höchstens eine Vcrmuthung aussprechen,Weil B. Breenberg die Bilder gemalt hat. Die Initialen sind nichtv orhanden. Ferner hatte der Künstler nur das Bild radirt, welchesJoseph vorstellt, wie er zur Zeit der Hungersnoth Getreide austheilenlässt. Ob sich auch von dem im Museum zu Frankfurt am Main be-findlichen Gemälde der Marter des hl. Lorenz eine Originalnidirungfinde, ist noch nicht erwiesen, and wird es wohl auch nie. Man hatn ur eine liadirung des J. Episcopius für Brecnbergh's Werk genom-•tten, und nicht selten auch dessen Copie der Getrcidevortheilung unse-r em Meister zugeschrieben.
Die grosse, in zwei Blättern bestehende Radirung des B. Breen-j'ergh ist ohne Zeichen und Namen, und sehr selten. Fast unauffind-bar ist irgend ein Probedruck von der unvollendeten Platte. InExemplaren dieser Art ist rechts oben der Himmel mit der Luft nichtAngedeutet. Neben und an der Ferse des rechten Fusses jenes Man-nes, welcher das Geld auf den Tisch zählt, bemerkt man schwarzeFleckchen, da das Scheidewasser durchgeschlagen hat. Später wur-den diese Stellen weggemacht, und auch die Luft rechts oben einradirt.Bas links zu legende Blatt ist 17 Z. 3 L. hoch und 12 Z. 7 L. breit,das andere hat eine Höhe von 17 Z. 4 L. und eine Breite von 12 Z." L. J. Episcopius hat diese Darstellung auf eine Platte copirt, der-selben eine grössere Vollendung gegeben, aber weniger geistreich ge-arbeitet. Links unten steht: Barth. Breenbergh invenior et Pinxil, und'Bi Rande liesst man: Erat fames Genesis cap. 42. Die Adresse des"• Scheuck junior mit der No. 65 deutet auf den zweiten Druck, da,sie in den früheren Exemplaren fehlt. II. 17 Z. mit 1 Z. 3 L. Rand,Br. 25 Z. 6 L.
Als gleich grosses Gegenstück radirte Episcopius die Marter des«1. Lorenz, und bezeichnete es ebenfalls mit Breenliergh's Namen, wiedas obige Blatt. Im Bande unten steht: llealus Laurentius — Laurentio.dieses Blatt ist viel seltener, als das obige. Eine etwas kleinere Co-Pie der Vcrtheilung des Getreides unter die Brüder des Joseph ist rechtsMangelhaft. Es fehlen die Kameele und die anderen Thiere, gr. qu. fol.
1702. Bernardin Bouche ? Das erste dieser Zeichen fand Brul-
m\ liot I. No. 784 auf Bildnissen von Thomas de Leu und_, iR-T& Michel Lasne. Ersterer stach jenes des Claude Ex-J* 1 ; "Ht" pil'y, und Lasne ein solches des Bischofs Cornulier.